shinkan-jinkendo/.claude/docs/functional/Shinkan Trainingsmodule Kombinationsuebungen Spezifikation V2.md
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feat(training-modules): implement training module functionality and UI integration
- Added new API endpoints for managing training modules, including listing, creating, updating, and deleting modules.
- Implemented the ability to apply training modules to training units, allowing users to copy module content into specific sections.
- Enhanced the frontend with new pages for managing training modules and integrated modal functionality for applying modules within the training planning page.
- Updated version to 0.8.97 and adjusted database schema version accordingly.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 4.6 <noreply@anthropic.com>
2026-05-12 21:35:07 +02:00

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Trainingsmodule und Kombinationsübungen — fachliche Spezifikation V3

Status: fachlicher Spezifikationsentwurf Stand: 2026-05-12 Zweck: Produkt- und Fachspezifikation für Trainingsmodule, Kombinationsübungen, Trainingsmethodenbezug, Planungsintegration und Coaching-Modus in Shinkan.

Wichtige Leitlinie dieser Version: Diese Spezifikation beschreibt bewusst keine verbindlichen Tabellen, API-Pfade, Spaltennamen oder konkrete Implementierungsdetails. Die technische Umsetzung soll durch den Coding Agent auf Basis der bestehenden Codebasis geplant werden. Ziel dieses Dokuments ist es, die fachliche Zielarchitektur, Nutzerlogik, Datenbedeutung und Produktentscheidungen so klar zu beschreiben, dass spätere große Refactorings vermieden werden, ohne die bestehende Anwendung durch zu frühe technische Festlegungen zu destabilisieren.


1. Ausgangslage

Shinkan ist eine trainerzentrierte App für Übungsverwaltung, Trainingsplanung, Rahmenprogramme und Durchführung. Die bestehende Planung arbeitet fachlich mit Trainingseinheiten, Trainingsabschnitten und Einträgen wie Übungen oder Notizen.

Für die nächste Ausbaustufe werden zwei zusätzliche fachliche Bausteine benötigt:

  1. Kombinationsübungen Strukturierte Übungsformen, bei denen mehrere Einzelübungen, Stationen, Rollen oder Schritte methodisch zusammenwirken.

  2. Trainingsmodule Wiederverwendbare Planungsbausteine, also gespeicherte Übungsfolgen oder Trainingsblöcke, die in konkrete Trainings oder Rahmenprogramme übernommen werden können.

Zusätzlich muss geklärt werden, wie Trainingsmethoden, Methoden-Archetypen und konkrete Ablaufprofile fachlich voneinander getrennt werden.


2. Fachliche Grundentscheidungen

2.1 Trainingsabschnitte bleiben Makrostruktur

Trainingsabschnitte beschreiben die grobe Struktur einer Trainingseinheit, z. B.:

  • Aufwärmen,
  • Hauptteil,
  • Kumite,
  • Kata,
  • Selbstschutz,
  • Abschluss.

Ein Abschnitt ist damit ein Gliederungselement der gesamten Trainingseinheit.

2.2 Kombinationsübungen sind nicht an genau einen Abschnitt gebunden

Eine Kombinationsübung darf nicht fachlich oder technisch auf genau einen Trainingsabschnitt reduziert werden.

Sie kann:

  • innerhalb eines Abschnitts verwendet werden,
  • einen Abschnitt faktisch ausfüllen,
  • zwischen zwei Abschnitten stehen,
  • als zentraler Block der Einheit auf Trainingsebene liegen,
  • Bestandteil eines Trainingsmoduls sein,
  • Bestandteil eines Rahmenprogramms oder Rahmen-Slots sein.

Der Abschnitt kann ein sinnvoller Anzeige- oder Planungskontext sein, ist aber nicht die fachliche Heimat der Kombinationsübung.

2.3 Kombinationsübungen gehören fachlich zum Übungsbereich

Eine Kombinationsübung ist eine Sonderform einer Übung. Sie besitzt daher die typischen Eigenschaften einer Übung:

  • Titel,
  • Ziel,
  • Durchführung,
  • Trainerhinweise,
  • Vorbereitung,
  • Hilfsmittel,
  • Dauer,
  • Zielgruppe,
  • Fähigkeiten,
  • Methodenbezug,
  • Medien,
  • Sichtbarkeit,
  • Freigabestatus.

Zusätzlich besitzt sie eine interne Struktur:

  • Slots,
  • Stationen,
  • Rollen,
  • Schritte,
  • Übungspools,
  • Methoden-Archetyp,
  • Ablaufprofil für Planung und Coaching.

2.4 Trainingsmodule gehören fachlich zur Planung

Trainingsmodule sind keine Übungen, sondern wiederverwendbare Planungsbausteine.

Ein Trainingsmodul kann enthalten:

  • einzelne Übungen,
  • Kombinationsübungen,
  • Notizen,
  • methodische Hinweise,
  • kurze wiederverwendbare Übungsfolgen,
  • größere Blöcke innerhalb einer Einheit.

Trainingsmodule sollten deshalb fachlich unter Planung / Bibliothek / Module verortet werden.

2.5 Einfügen bedeutet Kopie mit Herkunft, nicht Live-Verknüpfung

Wenn ein Trainingsmodul oder eine Kombinationsübung in eine konkrete Trainingseinheit übernommen wird, entsteht eine bearbeitbare Planungsinstanz.

Grundsatz:

Bibliothek = Vorlage. Planung = lokal bearbeitbare Übernahme. Durchführung = tatsächliche Nutzung im Training.

Spätere Änderungen an der Vorlage dürfen bereits geplante oder historische Einheiten nicht ungefragt verändern.


3. Zentrale Begriffe

Begriff Fachliche Bedeutung
Trainingseinheit Konkretes geplantes oder durchgeführtes Training.
Trainingsabschnitt Makrostruktur der Einheit, z. B. Aufwärmen oder Hauptteil.
Planungsblock Zusammenhängender Inhalt innerhalb einer Einheit, z. B. Modul, Kombinationsübung oder manuell gruppierter Block.
Kombinationsübung Sonderform einer Übung mit interner Struktur aus Slots, Stationen, Rollen oder Schritten.
Trainingsmodul Wiederverwendbarer Planungsbaustein aus Übungen, Kombinationsübungen und Notizen.
Trainingsmethode Fachlicher Katalogeintrag, der beschreibt, wie eine Trainingsform didaktisch oder sportmethodisch einzuordnen ist.
Methoden-Archetyp Ablaufmuster für Planung und Coaching, z. B. rotierender Zirkel oder lineare Sequenz.
Ablaufprofil Konkrete Ausprägung eines Archetyps, z. B. Arbeitszeit, Wechselzeit, Runden oder Erklärphase.
Slot Platzhalter innerhalb einer Kombinationsübung, z. B. Station 1, Rolle A oder Schritt 2.
Slot-Pool Menge möglicher Übungen für einen Slot, aus denen bei der Planung eine konkrete Auswahl getroffen werden kann.

4. Trainingsmethoden: Ablage und Beschreibung

4.1 Rolle des Methodenkatalogs

Trainingsmethoden sollen als eigenständige fachliche Katalogobjekte geführt werden.

Sie beschreiben nicht eine konkrete Übung, sondern die methodische Qualität einer Trainingsform.

Beispiele:

  • Zirkeltraining,
  • Rollenspiel,
  • strukturierte Übung,
  • Koordinationstraining,
  • plyometrisches Training,
  • Dauermethode,
  • extensive Intervallmethode,
  • Partnerübung,
  • freie Anwendung,
  • Reflexionsformat.

Der Methodenkatalog dient:

  • der Übungsbeschreibung,
  • der Suche und Filterung,
  • der Trainingsplanung,
  • der fachlichen Standardisierung im Verein,
  • der späteren KI- oder Assistenzunterstützung,
  • der Qualitätssicherung bei offiziellen Inhalten.

4.2 Abgrenzung: Methode, Archetyp, Ablaufprofil

Die drei Begriffe müssen getrennt bleiben.

Ebene Frage Beispiel
Trainingsmethode Welche fachliche Methode wird verwendet? Zirkeltraining, Rollenspiel, Intervalltraining.
Methoden-Archetyp Nach welchem Ablaufmuster wird gesteuert? rotierender Zirkel, parallele Stationen, lineare Sequenz.
Ablaufprofil Wie ist die konkrete Durchführung eingestellt? 45 Sekunden Arbeit, 15 Sekunden Wechsel, 3 Runden.

Wichtig:

Der Methoden-Archetyp ersetzt nicht die Trainingsmethode. Er ergänzt sie nur dort, wo der Ablauf für Planung oder Coaching maschinenlesbar interpretiert werden muss.

4.3 Fachliche Beschreibung einer Trainingsmethode

Eine Trainingsmethode sollte aus Trainersicht so beschrieben werden, dass sie zuverlässig angewendet, gesucht und von anderen Methoden unterschieden werden kann.

Empfohlene fachliche Beschreibungsfelder:

Feld Zweck
Name Eindeutige Bezeichnung der Methode.
Kurzbeschreibung Schnelle Orientierung in Listen und Auswahlfeldern.
Langbeschreibung Fachliche Erklärung der Methode.
Ziel / Nutzen Wofür diese Methode besonders geeignet ist.
Typische Einsatzsituationen Wann die Methode sinnvoll eingesetzt wird.
Geeignete Zielgruppen Altersgruppen, Leistungsgruppen oder Trainingskontexte.
Organisationsform Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppe, Stationen, Kreis, freie Fläche usw.
Belastungscharakter locker, technisch, koordinativ, intensiv, intervallartig, spielerisch usw.
Typische Dauer Orientierung für Planung und Zeitmanagement.
Benötigte Rahmenbedingungen Platz, Material, Gruppengröße, Sicherheitsabstände.
Trainerhinweise Wichtige Hinweise für Anleitung und Steuerung.
Risiken / typische Fehler Was bei falscher Anwendung problematisch sein kann.
Geeignete Fähigkeiten Fähigkeiten, die mit der Methode häufig adressiert werden.
Verwandte Methoden Ähnliche oder kombinierbare Methoden.
Abgrenzung zu anderen Methoden Wann eine andere Methode passender wäre.
Optionale Standard-Archetypen Falls die Methode häufig mit bestimmten Ablaufmustern genutzt wird.
Status und Sichtbarkeit Entwurf, freigegeben, offiziell, vereinsintern usw.

Diese Felder sind fachliche Anforderungen. Die konkrete technische Ablage soll der Coding Agent anhand der bestehenden Methodendomäne planen.

4.4 Haupt- und Nebenmethoden

Eine Übung sollte fachlich mindestens eine Hauptmethode haben können.

Zusätzlich können Nebenmethoden sinnvoll sein, weil eine Übung aus mehreren methodischen Perspektiven beschrieben werden kann.

Beispiel:

  • Hauptmethode: Zirkeltraining
  • Nebenmethode: plyometrisches Training
  • weitere Nebenmethode: Koordinationstraining

Produktentscheidung:

Übungen und Kombinationsübungen sollen eine Hauptmethode und optional weitere Nebenmethoden unterstützen.

Perspektivisch kann zusätzlich unterschieden werden zwischen:

  • sportmethodischer Methode,
  • didaktischer Vermittlungsmethode,
  • organisatorischer Durchführungsform.

Diese Unterscheidung sollte aber im MVP nicht übermodelliert werden.

4.5 Trainingsmethoden in Kombinationsübungen

Bei Kombinationsübungen ist der Methodenbezug besonders wichtig.

Eine Kombinationsübung sollte daher fachlich drei Dinge besitzen:

  1. Methode Beispiel: Zirkeltraining.

  2. Archetyp Beispiel: rotierender Zeit-Zirkel.

  3. Ablaufprofil Beispiel: 6 Stationen, 45 Sekunden Arbeit, 15 Sekunden Wechsel, 3 Runden.

So kann dieselbe Methode unterschiedlich angewendet werden:

Methode Archetyp Beispiel
Zirkeltraining rotierender Zirkel Alle Gruppen wechseln gemeinsam weiter.
Zirkeltraining parallele Stationen Stationen laufen parallel, kein gemeinsamer Umlauf.
Intervalltraining Intervallblock Gemeinsame Zeitdomäne ohne Stationen.
Strukturierte Übung lineare Sequenz Schritt 1, Schritt 2, Schritt 3.

4.6 Methoden in Trainingsmodulen

Trainingsmodule können ebenfalls einen Methodenbezug besitzen, aber anders als Übungen.

Ein Modul kann:

  • eine dominante Methode haben,
  • mehrere Methoden enthalten,
  • methodisch neutral sein,
  • nur aus einzelnen Übungen bestehen, die selbst Methoden besitzen.

Empfehlung:

Ein Trainingsmodul darf optional eine primäre methodische Ausrichtung besitzen, sollte aber nicht zwingend eine Methode erzwingen.

Beispiel:

  • Modul: „Aktivierung und Reaktion“
  • Primäre methodische Ausrichtung: Koordinationstraining
  • Enthaltene Übungen: Reaktionsspiel, Sprintsignal, Partneraufgabe

4.7 Methoden in der Suche und Planung

Der Methodenkatalog soll in der Nutzung sichtbar werden.

Benötigte Such- und Planungsfunktionen:

  • Übungen nach Methode filtern,
  • Kombinationsübungen nach Methode und Archetyp filtern,
  • Trainingsmodule nach methodischer Ausrichtung filtern,
  • in der Planung passende Methoden für ein Trainingsziel finden,
  • Methoden als Qualitätsmerkmal offizieller Vereinsinhalte nutzen,
  • bei der Auswahl einer Kombinationsübung passende Ablaufmuster vorschlagen.

Beispiel aus Trainersicht:

„Ich suche eine Übung für Kumite, Jugendliche, Schwerpunkt Beinarbeit, Methode Zirkeltraining oder Koordinationstraining, Dauer maximal 15 Minuten.“

4.8 Governance des Methodenkatalogs

Trainingsmethoden sind fachliche Standardobjekte. Daher sollten sie stärker kontrolliert werden als private Trainingsnotizen.

Empfehlung:

  • offizielle Methoden werden durch Administratoren oder Inhaltsverantwortliche gepflegt,
  • Vereine können eigene Ergänzungen oder Spezialisierungen anlegen,
  • Trainer können Vorschläge oder private methodische Hinweise erfassen,
  • Änderungen an offiziellen Methoden sollten nicht ungeprüft globale Inhalte verändern.

5. Methoden-Archetypen für Kombinationsübungen

5.1 Zweck

Archetypen beschreiben wiederkehrende Ablaufmuster, die für Planung und Coaching relevant sind.

Sie beantworten nicht die Frage „Welche Methode ist das?“, sondern:

Wie soll dieser Block im Training durchlaufen oder angezeigt werden?

5.2 Empfohlene Start-Archetypen

Archetyp Fachliche Bedeutung Coaching-Idee
Lineare Sequenz Übungen bauen nacheinander aufeinander auf. Schrittfolge mit optionalem Timer.
Rotierender Zirkel Mehrere Stationen, Gruppen wechseln nach Zeit weiter. Gemeinsamer Timer, Wechselhinweis, Rundenzähler.
Parallele Stationen Mehrere Stationen laufen gleichzeitig, aber ohne zwingende Rotation. Vorher erklären, dann paralleler Betrieb.
Parcours Stationen oder Aufgaben entlang eines Wegs oder Ablaufs. Navigation, Abhaken, flexible Reihenfolge möglich.
Partner-/Paarwechsel Rollen oder Aufgaben wechseln gekoppelt. A/B-Logik, Rollenhinweise, Wechselimpulse.
Intervallblock Gemeinsame Zeitdomäne mit wiederholten Belastungsphasen. Globale Uhr, Intervallanzeige.
Freier Methodenblock Methodischer Zusammenhang ohne harte Steuerungslogik. Kompakte Anzeige, manuelles Abhaken.

5.3 Mindestanforderung an Archetypen

Für jeden Archetyp muss fachlich beschrieben sein:

  • wann er verwendet wird,
  • welche Informationen der Trainer bei der Planung benötigt,
  • welche Informationen im Coaching-Modus angezeigt werden,
  • welche Angaben verpflichtend sind,
  • welche Angaben optional sind,
  • wann ein anderer Archetyp besser geeignet wäre.

Die technische Validierung und konkrete Ablage dieser Angaben soll der Coding Agent planen.


6. Kombinationsübungen

6.1 Fachliche Beschreibung

Eine Kombinationsübung ist eine wiederverwendbare Übungsform mit interner Struktur.

Beispiele:

  • Kumite-Zirkel mit fünf Stationen,
  • Koordinationsparcours,
  • Selbstschutz-Parcours,
  • Partnerwechselübung,
  • methodische Sequenz zur Distanzkontrolle,
  • Reaktions- und Explosivitätsblock,
  • Aufwärmparcours für Kinder.

6.2 Bestandteile

Eine Kombinationsübung sollte fachlich enthalten:

  • allgemeine Übungsbeschreibung,
  • Ziel,
  • Durchführung,
  • Trainerhinweise,
  • Vorbereitung,
  • Hilfsmittel,
  • Zielgruppe,
  • Fähigkeiten,
  • Hauptmethode,
  • optionale Nebenmethoden,
  • Archetyp,
  • Slots / Stationen / Rollen / Schritte,
  • mögliche Übungen je Slot,
  • optionale Standardwerte für Dauer, Runden oder Wechsel,
  • Hinweise für den Coaching-Modus.

6.3 Slot- und Pool-Logik

Slots können fest oder variabel sein.

Beispiel fest:

  • Station 1 = Seilspringen
  • Station 2 = Liegestütz
  • Station 3 = Beinarbeit

Beispiel variabel:

  • Station 1 = eine Übung aus Pool „Beinarbeit“
  • Station 2 = eine Übung aus Pool „Reaktion“
  • Station 3 = eine Übung aus Pool „Konter“

Die konkrete Auswahl kann bei der Planung angepasst werden, ohne die Bibliotheksvorlage zu ändern.


7. Trainingsmodule

7.1 Fachliche Beschreibung

Ein Trainingsmodul ist ein wiederverwendbarer Planungsbaustein.

Beispiele:

  • Standard-Aufwärmen für Kinder,
  • Mobilisation und Aktivierung,
  • Kumite-Beinarbeit 20 Minuten,
  • SV-Einstieg Wahrnehmung und Distanz,
  • Abschlussritual mit Reflexion,
  • prüfungsnaher Kihon-Block.

7.2 Bestandteile

Ein Trainingsmodul sollte fachlich enthalten:

  • Titel,
  • Kurzbeschreibung,
  • Ziel,
  • empfohlene Dauer,
  • empfohlene Zielgruppe,
  • optional empfohlener Einsatzbereich,
  • optionale methodische Ausrichtung,
  • enthaltene Übungen,
  • enthaltene Kombinationsübungen,
  • Notizen oder Trainerhinweise,
  • Sichtbarkeit,
  • Freigabestatus.

7.3 Keine harte Abschnittsbindung

Ein Modul kann für einen Abschnitt empfohlen sein, z. B. „Aufwärmen“, darf aber nicht technisch darauf beschränkt werden.

Ein Modul kann:

  • in einen Abschnitt eingefügt werden,
  • als eigener Block auf Einheitsebene eingefügt werden,
  • zwischen Abschnitten eingefügt werden,
  • in ein Rahmenprogramm übernommen werden.

8. Planungslogik

8.1 Planungsblöcke

Für die Produktlogik braucht Shinkan den Begriff des Planungsblocks.

Ein Planungsblock ist ein zusammengehöriger Inhalt in einer Trainingseinheit.

Planungsblöcke können sein:

  • eingefügtes Trainingsmodul,
  • eingefügte Kombinationsübung,
  • manuell gruppierter Block,
  • später ggf. weitere Blocktypen.

8.2 Verhältnis zu Abschnitten

Ein Planungsblock kann einem Abschnitt zugeordnet sein, muss aber nicht vollständig in einem Abschnitt aufgehen.

Produktregel:

Abschnitte gliedern die Einheit. Planungsblöcke gliedern den konkreten Trainingsinhalt.

8.3 Lokale Anpassbarkeit

Nach dem Einfügen muss ein Planungsblock lokal angepasst werden können:

  • Dauer ändern,
  • Übung austauschen,
  • Station ergänzen,
  • Hinweise anpassen,
  • Reihenfolge ändern,
  • Block auflösen,
  • Block duplizieren,
  • Block als neues Modul speichern.

Diese Änderungen betreffen nur die konkrete Einheit oder den konkreten Rahmen-Slot, nicht automatisch das Bibliotheksexemplar.


9. UX-Anforderungen

9.1 Inhalt hinzufügen

Im Planungseditor sollte der Trainer fachlich klar wählen können:

  • Übung hinzufügen,
  • Kombinationsübung hinzufügen,
  • Trainingsmodul hinzufügen,
  • Notiz hinzufügen,
  • manuellen Block erstellen.

9.2 Modul erstellen

Ein Modul sollte auf mehreren Wegen entstehen können:

  • leer anlegen,
  • aus bestehendem Abschnitt speichern,
  • aus markierten Übungen speichern,
  • aus einem Teil eines alten Trainings speichern.

9.3 Kombinationsübung erstellen

Eine Kombinationsübung sollte geführt angelegt werden:

  1. Grunddaten erfassen,
  2. Methode wählen,
  3. Archetyp wählen,
  4. Slots / Stationen / Rollen definieren,
  5. Übungen oder Pools zuordnen,
  6. Ablaufprofil festlegen,
  7. Coaching-Vorschau prüfen,
  8. speichern.

9.4 Methoden auswählen

Die Methodenauswahl sollte Trainer unterstützen, nicht belasten.

Empfohlene UX:

  • Hauptmethode prominent,
  • Nebenmethoden optional,
  • passende Methoden vorschlagen,
  • Methoden kurz erklären,
  • bei Kombinationsübungen passende Archetypen vorschlagen,
  • keine Pflicht zur Überklassifizierung bei einfachen Übungen.

10. Coaching- und Assistenzmodus

10.1 Ziel

Der Coaching-Modus soll die Durchführung unterstützen, ohne den Trainer zu zwingen, exakt dem Plan zu folgen.

Grundsatz:

Der Coaching-Modus gibt Orientierung, Zeitstruktur und Ablaufhilfe, bleibt aber in der Praxis flexibel.

10.2 Unterschiedliche Anzeige je Archetyp

Archetyp Coaching-Anzeige
Lineare Sequenz Schrittfolge mit Weiter/Zurück.
Rotierender Zirkel Stationen, Arbeitszeit, Wechselzeit, Runden.
Parallele Stationen Erst Erklärübersicht, dann Parallelbetrieb.
Parcours Stationen oder Wegpunkte zum Abhaken.
Partner-/Paarwechsel Rollen, Aufgaben und Wechselhinweise.
Intervallblock Globale Zeit, Intervallzähler, Aufgaben.
Freier Methodenblock Kompakte Übersicht und manuelle Steuerung.

10.3 Durchführungsdokumentation

Perspektivisch sollte dokumentierbar sein:

  • was durchgeführt wurde,
  • was übersprungen wurde,
  • was verändert wurde,
  • tatsächliche Dauer,
  • Trainerhinweise,
  • Reflexion,
  • Vorschläge zur Verbesserung einer Übung oder eines Moduls.

Die konkrete technische Umsetzung wird nicht in dieser Spezifikation festgelegt.


11. Rahmenprogramm-Integration

Trainingsmodule und Kombinationsübungen müssen auch in Rahmenprogrammen nutzbar sein.

Regel:

Was in einer konkreten Trainingseinheit geplant werden kann, sollte grundsätzlich auch in einem Rahmenprogramm oder Rahmen-Slot vorbereitet werden können, sofern es keine echte Durchführung voraussetzt.

Das betrifft insbesondere:

  • Modul einfügen,
  • Kombinationsübung einfügen,
  • methodische Ausrichtung übernehmen,
  • Slot-Pools vorbelegen,
  • Dauer anpassen,
  • später konkrete Einheit daraus ableiten.

Nicht in den Rahmen gehört:

  • echte Durchführung,
  • tatsächliche Dauer,
  • spontane Trainingsnotizen,
  • Nachbereitungsreflexion.

12. Governance

Für Methoden, Übungen, Kombinationsübungen und Module gelten abgestufte Sichtbarkeiten und Verantwortlichkeiten.

Empfohlene fachliche Ebenen:

  • privat,
  • Verein,
  • offiziell,
  • archiviert,
  • Entwurf,
  • freigegeben.

Normale Trainer sollen Inhalte nutzen und lokal anpassen können. Offizielle oder vereinsweite Vorlagen sollen nicht ungeprüft überschrieben werden.

Für Methoden ist eine besondere Qualitätskontrolle sinnvoll, weil sie als fachlicher Katalog für viele Übungen und Planungen wirken.


13. MVP-Empfehlung

13.1 Muss enthalten sein

  • Trainingsmodule anlegen und wiederverwenden,

  • Kombinationsübungen als fachliche Sonderform von Übungen,

  • Methodenbezug mit Hauptmethode und optionalen Nebenmethoden,

  • klare Trennung zwischen Methode, Archetyp und Ablaufprofil,

  • mindestens folgende Archetypen:

    • lineare Sequenz,
    • rotierender Zirkel,
    • freier Methodenblock,
  • Planungsblöcke als fachliches Konzept,

  • lokale Anpassbarkeit nach Einfügen,

  • einfache Coaching-Ansicht.

13.2 Sollte vorbereitet werden

  • parallele Stationen,
  • Parcours,
  • Partner-/Paarwechsel,
  • Intervallblock,
  • Durchführungsdokumentation,
  • Rückfluss von Erfahrungswissen,
  • Offline-/PWA-Nutzung,
  • stärkere Suche nach Methoden und Archetypen.

13.3 Nicht im MVP

  • vollständige technische Event-Historie jeder Planänderung,
  • automatische Synchronisation alter Einheiten bei Vorlagenänderung,
  • komplexe Verschachtelung von Modulen in Modulen,
  • individuelles Athleten-Tracking,
  • KI-generierte Trainingsplanung,
  • verbindliche technische Tabellen- oder API-Architektur.

14. Arbeitsauftrag an den Coding Agent — fachliche Leitplanken

Der Coding Agent soll die bestehende Codebasis prüfen und auf dieser Grundlage eine technische Umsetzungsplanung erstellen.

Dabei soll er ausdrücklich:

  1. bestehende Strukturen wiederverwenden, soweit sinnvoll,
  2. keine unnötigen Refactorings auslösen,
  3. bestehende Trainingsplanung nicht destabilisieren,
  4. Migrationen schrittweise und rückwärtskompatibel planen,
  5. vorhandene Methodendomäne berücksichtigen,
  6. die Trennung zwischen Trainingsmethode, Archetyp und Ablaufprofil fachlich erhalten,
  7. technische Alternativen mit Vor- und Nachteilen darstellen,
  8. erst danach konkrete Tabellen, APIs und UI-Komponenten vorschlagen.

Die Spezifikation ist daher kein technisches Pflichtenheft, sondern ein fachlicher Rahmen.


15. Zusammenfassung der verbindlichen Produktlogik

  1. Trainingsabschnitte sind die Makrostruktur der Einheit.
  2. Kombinationsübungen sind keine Abschnitte.
  3. Kombinationsübungen sind Sonderformen von Übungen.
  4. Trainingsmodule sind Planungsbausteine.
  5. Trainingsmethoden sind eigenständige fachliche Katalogobjekte.
  6. Eine Übung hat eine Hauptmethode und optional Nebenmethoden.
  7. Methoden-Archetypen beschreiben Ablaufmuster, nicht die Methode selbst.
  8. Ablaufprofile konkretisieren den Archetyp für Planung und Coaching.
  9. Einfügen aus Bibliotheken erzeugt lokal bearbeitbare Planungsinhalte.
  10. Vorlagenänderungen verändern historische oder konkrete Planungen nicht automatisch.
  11. Rahmenprogramme sollen dieselbe Planungslogik nutzen wie konkrete Einheiten.
  12. Der Coding Agent entscheidet die technische Umsetzung anhand der bestehenden Codebasis.