- Updated app version to 0.8.110 and database schema version to 20260512057, reflecting recent enhancements. - Revised project status documentation to include new versioning and next steps for development. - Enhanced the functional specification for training modules and combination exercises, detailing upcoming features and improvements. - Improved technical specifications to align with the latest code changes, ensuring consistency across documentation. - Introduced new UI elements for toast notifications and unsaved changes prompts to enhance user experience. Co-Authored-By: Claude Sonnet 4.6 <noreply@anthropic.com>
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Trainingsmodule und Kombinationsübungen — fachliche Spezifikation V3
Status: fachlicher Spezifikationsentwurf
Stand: 2026-05-12 (Anhang A App 0.8.110; Zeit‑Pfad COMBINATION_TIMING_PROFILE_PLAN.md) · Coaching/Archetypen: § 10.2.1, § 10.4–10.6, § 5.4/§ 6.3 Methoden/Archetypen/Zeitschicht · Anhang A
Zweck: Produkt- und Fachspezifikation für Trainingsmodule, Kombinationsübungen, Trainingsmethodenbezug, Planungsintegration und Coaching-Modus in Shinkan.
Wichtige Leitlinie dieser Version: Diese Spezifikation beschreibt bewusst keine verbindlichen Tabellen, API-Pfade, Spaltennamen oder konkrete Implementierungsdetails. Die technische Umsetzung soll durch den Coding Agent auf Basis der bestehenden Codebasis geplant werden. Ziel dieses Dokuments ist es, die fachliche Zielarchitektur, Nutzerlogik, Datenbedeutung und Produktentscheidungen so klar zu beschreiben, dass spätere große Refactorings vermieden werden, ohne die bestehende Anwendung durch zu frühe technische Festlegungen zu destabilisieren.
1. Ausgangslage
Shinkan ist eine trainerzentrierte App für Übungsverwaltung, Trainingsplanung, Rahmenprogramme und Durchführung. Die bestehende Planung arbeitet fachlich mit Trainingseinheiten, Trainingsabschnitten und Einträgen wie Übungen oder Notizen.
Für die nächste Ausbaustufe werden zwei zusätzliche fachliche Bausteine benötigt:
-
Kombinationsübungen Strukturierte Übungsformen, bei denen mehrere Einzelübungen, Stationen, Rollen oder Schritte methodisch zusammenwirken.
-
Trainingsmodule Wiederverwendbare Planungsbausteine, also gespeicherte Übungsfolgen oder Trainingsblöcke, die in konkrete Trainings oder Rahmenprogramme übernommen werden können.
Zusätzlich muss geklärt werden, wie Trainingsmethoden, Methoden-Archetypen und konkrete Ablaufprofile fachlich voneinander getrennt werden.
2. Fachliche Grundentscheidungen
2.1 Trainingsabschnitte bleiben Makrostruktur
Trainingsabschnitte beschreiben die grobe Struktur einer Trainingseinheit, z. B.:
- Aufwärmen,
- Hauptteil,
- Kumite,
- Kata,
- Selbstschutz,
- Abschluss.
Ein Abschnitt ist damit ein Gliederungselement der gesamten Trainingseinheit.
2.2 Kombinationsübungen sind nicht an genau einen Abschnitt gebunden
Eine Kombinationsübung darf nicht fachlich oder technisch auf genau einen Trainingsabschnitt reduziert werden.
Sie kann:
- innerhalb eines Abschnitts verwendet werden,
- einen Abschnitt faktisch ausfüllen,
- zwischen zwei Abschnitten stehen,
- als zentraler Block der Einheit auf Trainingsebene liegen,
- Bestandteil eines Trainingsmoduls sein,
- Bestandteil eines Rahmenprogramms oder Rahmen-Slots sein.
Der Abschnitt kann ein sinnvoller Anzeige- oder Planungskontext sein, ist aber nicht die fachliche Heimat der Kombinationsübung.
2.3 Kombinationsübungen gehören fachlich zum Übungsbereich
Eine Kombinationsübung ist eine Sonderform einer Übung. Sie besitzt daher die typischen Eigenschaften einer Übung:
- Titel,
- Ziel,
- Durchführung,
- Trainerhinweise,
- Vorbereitung,
- Hilfsmittel,
- Dauer,
- Zielgruppe,
- Fähigkeiten,
- Methodenbezug,
- Medien,
- Sichtbarkeit,
- Freigabestatus.
Zusätzlich besitzt sie eine interne Struktur:
- Slots,
- Stationen,
- Rollen,
- Schritte,
- Übungspools,
- Methoden-Archetyp,
- Ablaufprofil für Planung und Coaching.
2.4 Trainingsmodule gehören fachlich zur Planung
Trainingsmodule sind keine Übungen, sondern wiederverwendbare Planungsbausteine.
Ein Trainingsmodul kann enthalten:
- einzelne Übungen,
- Kombinationsübungen,
- Notizen,
- methodische Hinweise,
- kurze wiederverwendbare Übungsfolgen,
- größere Blöcke innerhalb einer Einheit.
Trainingsmodule sollten deshalb fachlich unter Planung / Bibliothek / Module verortet werden.
2.5 Einfügen bedeutet Kopie mit Herkunft, nicht Live-Verknüpfung
Wenn ein Trainingsmodul oder eine Kombinationsübung in eine konkrete Trainingseinheit übernommen wird, entsteht eine bearbeitbare Planungsinstanz.
Grundsatz:
Bibliothek = Vorlage. Planung = lokal bearbeitbare Übernahme. Durchführung = tatsächliche Nutzung im Training.
Spätere Änderungen an der Vorlage dürfen bereits geplante oder historische Einheiten nicht ungefragt verändern.
3. Zentrale Begriffe
| Begriff | Fachliche Bedeutung |
|---|---|
| Trainingseinheit | Konkretes geplantes oder durchgeführtes Training. |
| Trainingsabschnitt | Makrostruktur der Einheit, z. B. Aufwärmen oder Hauptteil. |
| Planungsblock | Zusammenhängender Inhalt innerhalb einer Einheit, z. B. Modul, Kombinationsübung oder manuell gruppierter Block. |
| Kombinationsübung | Sonderform einer Übung mit interner Struktur aus Slots, Stationen, Rollen oder Schritten. |
| Trainingsmodul | Wiederverwendbarer Planungsbaustein aus Übungen, Kombinationsübungen und Notizen. |
| Trainingsmethode | Fachlicher Katalogeintrag, der beschreibt, wie eine Trainingsform didaktisch oder sportmethodisch einzuordnen ist. |
| Methoden-Archetyp | Ablaufmuster für Planung und Coaching, z. B. rotierender Zirkel oder lineare Sequenz. |
| Ablaufprofil | Konkrete Ausprägung eines Archetyps, z. B. Arbeitszeit, Wechselzeit, Runden oder Erklärphase. |
| Slot | Platzhalter innerhalb einer Kombinationsübung, z. B. Station 1, Rolle A oder Schritt 2. |
| Slot-Pool | Menge möglicher Übungen für einen Slot, aus denen bei der Planung eine konkrete Auswahl getroffen werden kann. |
4. Trainingsmethoden: Ablage und Beschreibung
4.1 Rolle des Methodenkatalogs
Trainingsmethoden sollen als eigenständige fachliche Katalogobjekte geführt werden.
Sie beschreiben nicht eine konkrete Übung, sondern die methodische Qualität einer Trainingsform.
Beispiele:
- Zirkeltraining,
- Rollenspiel,
- strukturierte Übung,
- Koordinationstraining,
- plyometrisches Training,
- Dauermethode,
- extensive Intervallmethode,
- Partnerübung,
- freie Anwendung,
- Reflexionsformat.
Der Methodenkatalog dient:
- der Übungsbeschreibung,
- der Suche und Filterung,
- der Trainingsplanung,
- der fachlichen Standardisierung im Verein,
- der späteren KI- oder Assistenzunterstützung,
- der Qualitätssicherung bei offiziellen Inhalten.
4.2 Abgrenzung: Methode, Archetyp, Ablaufprofil
Die drei Begriffe müssen getrennt bleiben.
| Ebene | Frage | Beispiel |
|---|---|---|
| Trainingsmethode | Welche fachliche Methode wird verwendet? | Zirkeltraining, Rollenspiel, Intervalltraining. |
| Methoden-Archetyp | Nach welchem Ablaufmuster wird gesteuert? | rotierender Zirkel, parallele Stationen, lineare Sequenz. |
| Ablaufprofil | Wie ist die konkrete Durchführung eingestellt? | 45 Sekunden Arbeit, 15 Sekunden Wechsel, 3 Runden. |
Wichtig:
Der Methoden-Archetyp ersetzt nicht die Trainingsmethode. Er ergänzt sie nur dort, wo der Ablauf für Planung oder Coaching maschinenlesbar interpretiert werden muss.
4.3 Fachliche Beschreibung einer Trainingsmethode
Eine Trainingsmethode sollte aus Trainersicht so beschrieben werden, dass sie zuverlässig angewendet, gesucht und von anderen Methoden unterschieden werden kann.
Empfohlene fachliche Beschreibungsfelder:
| Feld | Zweck |
|---|---|
| Name | Eindeutige Bezeichnung der Methode. |
| Kurzbeschreibung | Schnelle Orientierung in Listen und Auswahlfeldern. |
| Langbeschreibung | Fachliche Erklärung der Methode. |
| Ziel / Nutzen | Wofür diese Methode besonders geeignet ist. |
| Typische Einsatzsituationen | Wann die Methode sinnvoll eingesetzt wird. |
| Geeignete Zielgruppen | Altersgruppen, Leistungsgruppen oder Trainingskontexte. |
| Organisationsform | Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppe, Stationen, Kreis, freie Fläche usw. |
| Belastungscharakter | locker, technisch, koordinativ, intensiv, intervallartig, spielerisch usw. |
| Typische Dauer | Orientierung für Planung und Zeitmanagement. |
| Benötigte Rahmenbedingungen | Platz, Material, Gruppengröße, Sicherheitsabstände. |
| Trainerhinweise | Wichtige Hinweise für Anleitung und Steuerung. |
| Risiken / typische Fehler | Was bei falscher Anwendung problematisch sein kann. |
| Geeignete Fähigkeiten | Fähigkeiten, die mit der Methode häufig adressiert werden. |
| Verwandte Methoden | Ähnliche oder kombinierbare Methoden. |
| Abgrenzung zu anderen Methoden | Wann eine andere Methode passender wäre. |
| Optionale Standard-Archetypen | Falls die Methode häufig mit bestimmten Ablaufmustern genutzt wird. |
| Status und Sichtbarkeit | Entwurf, freigegeben, offiziell, vereinsintern usw. |
Diese Felder sind fachliche Anforderungen. Die konkrete technische Ablage soll der Coding Agent anhand der bestehenden Methodendomäne planen.
4.4 Haupt- und Nebenmethoden
Eine Übung sollte fachlich mindestens eine Hauptmethode haben können.
Zusätzlich können Nebenmethoden sinnvoll sein, weil eine Übung aus mehreren methodischen Perspektiven beschrieben werden kann.
Beispiel:
- Hauptmethode: Zirkeltraining
- Nebenmethode: plyometrisches Training
- weitere Nebenmethode: Koordinationstraining
Produktentscheidung:
Übungen und Kombinationsübungen sollen eine Hauptmethode und optional weitere Nebenmethoden unterstützen.
Perspektivisch kann zusätzlich unterschieden werden zwischen:
- sportmethodischer Methode,
- didaktischer Vermittlungsmethode,
- organisatorischer Durchführungsform.
Diese Unterscheidung sollte aber im MVP nicht übermodelliert werden.
4.5 Trainingsmethoden in Kombinationsübungen
Bei Kombinationsübungen ist der Methodenbezug besonders wichtig.
Eine Kombinationsübung sollte daher fachlich drei Dinge besitzen:
-
Methode Beispiel: Zirkeltraining.
-
Archetyp Beispiel: rotierender Zeit-Zirkel.
-
Ablaufprofil Beispiel: 6 Stationen, 45 Sekunden Arbeit, 15 Sekunden Wechsel, 3 Runden.
So kann dieselbe Methode unterschiedlich angewendet werden:
| Methode | Archetyp | Beispiel |
|---|---|---|
| Zirkeltraining | rotierender Zirkel | Alle Gruppen wechseln gemeinsam weiter. |
| Zirkeltraining | parallele Stationen | Stationen laufen parallel, kein gemeinsamer Umlauf. |
| Intervalltraining | Intervallblock | Gemeinsame Zeitdomäne ohne Stationen. |
| Strukturierte Übung | lineare Sequenz | Schritt 1, Schritt 2, Schritt 3. |
4.6 Methoden in Trainingsmodulen
Trainingsmodule können ebenfalls einen Methodenbezug besitzen, aber anders als Übungen.
Ein Modul kann:
- eine dominante Methode haben,
- mehrere Methoden enthalten,
- methodisch neutral sein,
- nur aus einzelnen Übungen bestehen, die selbst Methoden besitzen.
Empfehlung:
Ein Trainingsmodul darf optional eine primäre methodische Ausrichtung besitzen, sollte aber nicht zwingend eine Methode erzwingen.
Beispiel:
- Modul: „Aktivierung und Reaktion“
- Primäre methodische Ausrichtung: Koordinationstraining
- Enthaltene Übungen: Reaktionsspiel, Sprintsignal, Partneraufgabe
4.7 Methoden in der Suche und Planung
Der Methodenkatalog soll in der Nutzung sichtbar werden.
Benötigte Such- und Planungsfunktionen:
- Übungen nach Methode filtern,
- Kombinationsübungen nach Methode und Archetyp filtern,
- Trainingsmodule nach methodischer Ausrichtung filtern,
- in der Planung passende Methoden für ein Trainingsziel finden,
- Methoden als Qualitätsmerkmal offizieller Vereinsinhalte nutzen,
- bei der Auswahl einer Kombinationsübung passende Ablaufmuster vorschlagen.
Beispiel aus Trainersicht:
„Ich suche eine Übung für Kumite, Jugendliche, Schwerpunkt Beinarbeit, Methode Zirkeltraining oder Koordinationstraining, Dauer maximal 15 Minuten.“
4.8 Governance des Methodenkatalogs
Trainingsmethoden sind fachliche Standardobjekte. Daher sollten sie stärker kontrolliert werden als private Trainingsnotizen.
Empfehlung:
- offizielle Methoden werden durch Administratoren oder Inhaltsverantwortliche gepflegt,
- Vereine können eigene Ergänzungen oder Spezialisierungen anlegen,
- Trainer können Vorschläge oder private methodische Hinweise erfassen,
- Änderungen an offiziellen Methoden sollten nicht ungeprüft globale Inhalte verändern.
5. Methoden-Archetypen für Kombinationsübungen
5.1 Zweck
Archetypen beschreiben wiederkehrende Ablaufmuster, die für Planung und Coaching relevant sind.
Sie beantworten nicht die Frage „Welche Methode ist das?“, sondern:
Wie soll dieser Block im Training durchlaufen oder angezeigt werden?
5.2 Empfohlene Start-Archetypen
| Archetyp | Fachliche Bedeutung | Coaching-Idee |
|---|---|---|
| Lineare Sequenz | Übungen bauen nacheinander aufeinander auf. | Schrittfolge mit optionalem Timer. |
| Rotierender Zirkel | Mehrere Stationen, Gruppen wechseln nach Zeit weiter. | Gemeinsamer Timer, Wechselhinweis, Rundenzähler. |
| Parallele Stationen | Mehrere Stationen laufen gleichzeitig, aber ohne zwingende Rotation. | Vorher erklären, dann paralleler Betrieb. |
| Parcours | Stationen oder Aufgaben entlang eines Wegs oder Ablaufs. | Navigation, Abhaken, flexible Reihenfolge möglich. |
| Partner-/Paarwechsel | Rollen oder Aufgaben wechseln gekoppelt. | A/B-Logik, Rollenhinweise, Wechselimpulse. |
| Intervallblock | Gemeinsame Zeitdomäne mit wiederholten Belastungsphasen. | Globale Uhr, Intervallanzeige. |
| Freier Methodenblock | Methodischer Zusammenhang ohne harte Steuerungslogik. | Kompakte Anzeige, manuelles Abhaken. |
5.3 Mindestanforderung an Archetypen
Für jeden Archetyp muss fachlich beschrieben sein:
- wann er verwendet wird,
- welche Informationen der Trainer bei der Planung benötigt,
- welche Informationen im Coaching-Modus angezeigt werden,
- welche Angaben verpflichtend sind,
- welche Angaben optional sind,
- wann ein anderer Archetyp besser geeignet wäre.
Die technische Validierung und konkrete Ablage dieser Angaben soll der Coding Agent planen.
5.4 Einordnung: Trainingsformen wie HIIT, Dauer, plyometrisch ↔ Archetypen
Wichtige Trennung (bleibt fachlich zwingend):
- Trainingsmethode im Methodenkatalog (z. B. HIIT, extensive Intervallmethode, Dauermethode, plyometrisches Training) beschreibt primär den didaktisch/belastungsmethodischen Kontext („was für eine Trainingsqualität ist das?“).
method_archetypebeschreibt das Ablaufmuster („wie soll der Trainer den Block strukturieren und im Coach geführt werden?“) — insbesondere Parallelität, Rotation, Sequenz, Zeitdomänen.
Dieselbe Methode kann in der Praxis mit mehreren Archetypen sinnvoll kombiniert sein; das ist kein Widerspruch.
| Beispiel (Methoden-/Belastungsbegriff) | Typischer Archetyp (Orientierung), nicht Pflicht |
|---|---|
| HIIT, Tabata-ähnlich, Kurzintervalle oft mit hoher Intention | sehr oft time_domain_interval oder innerhalb eines Zirkels circuit_rotate_time mit kurzen Arbeitsphasen; Partnerformen zusätzlich pair_superset. |
| Klassisches Intervalltraining (längere Arbeit, definierte Erholung, N Wiederholungen) | überwiegend time_domain_interval oder circuit_rotate_time, wenn die „Intervallschicht“ an Stationen gebunden ist. |
| Dauermethode (überwiegend durchgehend ohne harte Arbeit-Erholung-Takte) | eher free_method_block oder sequence_linear mit optionalen Hinweiten; weniger time_domain_interval, sofern kein geregeltes Intervallschema gemeint ist. |
| Plyometrisch, Explosivblöcke, Technik-Schichtung | häufig sequence_linear (Progression vor Ort) oder circuit_rotate_time / time_domain_interval, wenn klar Zeitfenster oder Wiederholungsblöcke vorgegeben sind. |
| Rein organisatorisches Stationslaufen ohne gemeinsamen Intervalltakt | circuit_rotate_time oder station_parcours, circuit_all_parallel, je nach ob rotiert wird oder parallel aktiv ist. |
Shinkan-Zielrichtung bleibt trainerzentriert: Es geht nicht um individuelle Pulsonomie eines Sportlers, sondern darum, dass der Trainer Belastungs- und Erholungsphasen, Durchläufe und ggf. Umlauf-/Parallellogik vorgibt und der Coach diese Vorgaben sichtbar und später steuerbar macht
(siehe § 6.3 zu Phasen jenseits „nur Gesamtminuten auf dem Planungsitem“).
5.5 Erweiterbarkeit von Archetypen (aktuell zurückgestellt)
Die Idee einer von Superadmins zur Laufzeit editierbare Archetyp-Registry, die den Coaching-Modus völlig frei parametrierbar macht, wird zurückgestellt. Vorerst reicht die festgelegte, versionierte Liste kanonischer Archetyp-IDs (§ 10.2.1); weitere Archetypen können später wie bisher durch Produkt-/Release entschieden ergänzt werden (Code oder kuratierter Import), ohne freies „Beliebig-Neuanlegen“ ohne definierten Coach-Verhaltens-Anker.
6. Kombinationsübungen
6.1 Fachliche Beschreibung
Eine Kombinationsübung ist eine wiederverwendbare Übungsform mit interner Struktur.
Beispiele:
- Kumite-Zirkel mit fünf Stationen,
- Koordinationsparcours,
- Selbstschutz-Parcours,
- Partnerwechselübung,
- methodische Sequenz zur Distanzkontrolle,
- Reaktions- und Explosivitätsblock,
- Aufwärmparcours für Kinder.
6.2 Bestandteile
Eine Kombinationsübung sollte fachlich enthalten:
- allgemeine Übungsbeschreibung,
- Ziel,
- Durchführung,
- Trainerhinweise,
- Vorbereitung,
- Hilfsmittel,
- Zielgruppe,
- Fähigkeiten,
- Hauptmethode,
- optionale Nebenmethoden,
- Archetyp,
- Slots / Stationen / Rollen / Schritte,
- mögliche Übungen je Slot,
- strukturierte Zeitphasen und Belastungs-/Erholungsvorgaben innerhalb der Kombination (
method_profile, Überblick § 6.3; Details § 10.5) — zusätzlich zu allenfalls geplanten Gesamtminuten am Planungseintrag, - optionale klassische Hinweise zu Dauer, Runden oder Wechsel aus der Übung heraus,
- Hinweise für den Coaching-Modus.
6.3 Zeitschicht: Phasen innerhalb der Kombination (Bibliothek) und Anpassungen in der Planung
Ein einzelnes Feld „Geplante Minuten für diesen Eintrag in der Einheit“ kann die innenliegende zeitliche Logik einer Kombinationsübung nicht ersetzen. Für Trainersteuerung (und später für Coaching Stufe C) soll die Kombination in der Bibliotheksbeschreibung vorsehen können:
A) Kombinationseinheit („global“ über die Slots)
- Arbeits- und Erholungszeiten (Sekunden/Minuten) und Anzahl der Durchläufe oder Intervalle,
- ggf. gemeinsamer Takt für alle Teilnehmenden (z. B. rotierender Zirkel oder eine gemeinsame Intervalluhr),
- Erklär- oder Aufbauzeit vor dem eigentlichen Start,
- dort, wo der Archetyp passt: Runden-/Umlaufzahl oder vergleichbare Strukturen.
Alle diese Angaben sind Anweisungen an den Trainer und Coach‑Assistenz, keine individuelle Pulssonde oder ähnliche Personenmessung.
B) Optional pro Slot oder Schritt
- wenn fachlich sinnvoll: von Station zu Station variierende Arbeitsphasen oder Mini‑Sequenzen innerhalb eines Slots — technisch z. B. als strukturierte Liste in
method_profilemit Bezug zumslot_index(Ausarbeitung Coding Agent).
Nach Einplanung in eine konkrete Trainingseinheit muss diese Zeitschicht (oder ihr Abgleich mit der Einheitsposition) für den Trainer bearbeitbar bleiben, ohne die Bibliotheksvorlage still zu überschreiben (kopier-/instanzbasierte Anpassungen — siehe bereits § 2.5 und § 8.3).
Umsetzung in der App (Stand 0.8.110): Pro Übungszeile in einer Trainingseinheit kann optional ein JSON-Snapshot des Ablaufprofils gespeichert werden (planning_method_profile in der DB, Migration 057). null oder fehlender Key: für Anzeige und Editor wirkt das Zusammenführen aus Katalog (exercises.method_profile bzw. Join catalog_method_profile) + Snapshot — der Katalog wird nicht durch ein leeres Planungsobjekt verworfen; fehlende bzw. JSON-null-Werte im Snapshot überschreiben keine Katalogfelder; slot_profiles_v1 wird je slot_index zusammengeführt (inkl. konsistenter Steuerungslogik Zeit vs. Ziel‑Wdh.). Persistenz: der Snapshot speichert nur die vom Trainer gesetzten Planungsdaten (nach STZ-„Runde“ können leere Objekte als null normalisiert werden). Konkrete Logik: Frontend effectiveComboMethodProfile / merge in frontend/src/utils/comboPlanningMethodProfile.js (Coach, Planungseditor, Druck/Vorschau konsistent). Bearbeitung in der Planungs-UI: Modal „Ablauf bearbeiten…“ mit CombinationMethodProfileEditor + Vorschau CombinationPlanBracket.
Coach: soll die wirksamen Werte nach Übernahme und Einheitsübersteuerungen konsistent nachvollziehen (§ 10.4).
Geplantes kanonisches Zeitmodell: Globale Eckwerte (z. B. Anzahl der Durchläufe / Runden, optionale Gesamt-/Einführungszeit als Ziel oder Rechenhilfe) und pro Platz (Slot) die Dimensionen „Belastung“, „wie viele gleiche Übung hintereinander“, „kurze Pause dazwischen“, „Übergangszeit zur nächsten Übung/arbeitstation“ — dokumentiert für die technische Angleichung in .claude/docs/working/COMBINATION_TIMING_PROFILE_PLAN.md (Felder slot_profiles_v1, timing_schema). Archetypen können Strukturen und typische Schnellwahlen vorgeben (z. B. Zirkel: Relation Belastungszeit = Übergangszeit oder Erholungsanteil ≈ 2/3 der Belastung); der Archetyp Freier Methodenblock bildet den Maximal‑Pfad ohne stärkere stille Annahmen. Pyramidale/abhängige Pausen (Pause abhängig von vorheriger Belastung) sind nicht Teil des aktuellen Umsetzungspfads, können später als eigener Untertyp ergänzt werden.
Fortschritt pro Slot (Stand 0.8.109): optional advance_mode je Eintrag in slot_profiles_v1: timed — Standard (load_sec = geplante Arbeitsdauer für Timer im Coach; fehlende Angabe entspricht timed ohne Sekundenfeld), rep — mengenorientiert (Zielzahl über consecutive_reps; keine verbindliche Arbeitsuhr), manual — coachgeführt (Fortschritt bewusst per Schritt später im Coach, optional Richtwert über consecutive_reps). Optional rep_series_count: Standard 1 (wird im Formular/API explizit geführt); Ausnahmen nur, wenn der Methoden‑Archetyp in ARCHETYPE_DEFAULT_REP_SERIES_COUNT eine andere Vorgabe definiert oder der Nutzer eine andere Zahl setzt. ≥ 2 ermöglicht Pause zwischen Serien (intra_rep_rest_sec). Bei nur einer Serie: kein intra_rep_rest_sec in UI und Payload; transition_after_sec = Wechsel zur nächsten Station.
6.4 Slot- und Pool-Logik
Slots können fest oder variabel sein.
Beispiel fest:
- Station 1 = Seilspringen
- Station 2 = Liegestütz
- Station 3 = Beinarbeit
Beispiel variabel:
- Station 1 = eine Übung aus Pool „Beinarbeit“
- Station 2 = eine Übung aus Pool „Reaktion“
- Station 3 = eine Übung aus Pool „Konter“
Die konkrete Auswahl kann bei der Planung angepasst werden, ohne die Bibliotheksvorlage zu ändern.
7. Trainingsmodule
7.1 Fachliche Beschreibung
Ein Trainingsmodul ist ein wiederverwendbarer Planungsbaustein.
Beispiele:
- Standard-Aufwärmen für Kinder,
- Mobilisation und Aktivierung,
- Kumite-Beinarbeit 20 Minuten,
- SV-Einstieg Wahrnehmung und Distanz,
- Abschlussritual mit Reflexion,
- prüfungsnaher Kihon-Block.
7.2 Bestandteile
Ein Trainingsmodul sollte fachlich enthalten:
- Titel,
- Kurzbeschreibung,
- Ziel,
- empfohlene Dauer,
- empfohlene Zielgruppe,
- optional empfohlener Einsatzbereich,
- optionale methodische Ausrichtung,
- enthaltene Übungen,
- enthaltene Kombinationsübungen,
- Notizen oder Trainerhinweise,
- Sichtbarkeit,
- Freigabestatus.
7.3 Keine harte Abschnittsbindung
Ein Modul kann für einen Abschnitt empfohlen sein, z. B. „Aufwärmen“, darf aber nicht technisch darauf beschränkt werden.
Ein Modul kann:
- in einen Abschnitt eingefügt werden,
- als eigener Block auf Einheitsebene eingefügt werden,
- zwischen Abschnitten eingefügt werden,
- in ein Rahmenprogramm übernommen werden.
8. Planungslogik
8.1 Planungsblöcke
Für die Produktlogik braucht Shinkan den Begriff des Planungsblocks.
Ein Planungsblock ist ein zusammengehöriger Inhalt in einer Trainingseinheit.
Planungsblöcke können sein:
- eingefügtes Trainingsmodul,
- eingefügte Kombinationsübung,
- manuell gruppierter Block,
- später ggf. weitere Blocktypen.
8.2 Verhältnis zu Abschnitten
Ein Planungsblock kann einem Abschnitt zugeordnet sein, muss aber nicht vollständig in einem Abschnitt aufgehen.
Produktregel:
Abschnitte gliedern die Einheit. Planungsblöcke gliedern den konkreten Trainingsinhalt.
8.3 Lokale Anpassbarkeit
Nach dem Einfügen muss ein Planungsblock lokal angepasst werden können:
- Dauer ändern,
- bei Kombinationsübungen: Ablaufprofil optional nur für diese Platzierung überschreiben (aktuell: Snapshot parallel zum Katalog-
method_profile, z. B. Arbeit-, Erholungs- und Runden-/Intervallangaben über die gleichen strukturierten Felder wie im Übungskatalog) — zusätzlich zu den Gepl.-Min. am Eintrag; Stations-/Slot-Austausch am konkreten Vorkommen weiter über die bestehende Übungs-/Planungslogik, nicht gesondert als „Kombi-Programmierung“ je Zeile, - Übung austauschen,
- Station ergänzen,
- Hinweise anpassen,
- Reihenfolge ändern,
- Block auflösen,
- Block duplizieren,
- Block als neues Modul speichern.
Diese Änderungen betreffen nur die konkrete Einheit oder den konkreten Rahmen-Slot, nicht automatisch das Bibliotheksexemplar.
9. UX-Anforderungen
9.1 Inhalt hinzufügen
Im Planungseditor sollte der Trainer fachlich klar wählen können:
- Übung hinzufügen,
- Kombinationsübung hinzufügen,
- Trainingsmodul hinzufügen,
- Notiz hinzufügen,
- manuellen Block erstellen.
9.2 Modul erstellen
Ein Modul sollte auf mehreren Wegen entstehen können:
- leer anlegen,
- aus bestehendem Abschnitt speichern,
- aus markierten Übungen speichern,
- aus einem Teil eines alten Trainings speichern.
9.3 Kombinationsübung erstellen
Eine Kombinationsübung sollte geführt angelegt werden:
- Grunddaten erfassen,
- Methode wählen,
- Archetyp wählen,
- Slots / Stationen / Rollen definieren,
- Übungen oder Pools zuordnen,
- Ablaufprofil festlegen,
- Coaching-Vorschau prüfen,
- speichern.
9.4 Methoden auswählen
Die Methodenauswahl sollte Trainer unterstützen, nicht belasten.
Empfohlene UX:
- Hauptmethode prominent,
- Nebenmethoden optional,
- passende Methoden vorschlagen,
- Methoden kurz erklären,
- bei Kombinationsübungen passende Archetypen vorschlagen,
- keine Pflicht zur Überklassifizierung bei einfachen Übungen.
10. Coaching- und Assistenzmodus
10.1 Ziel
Der Coaching-Modus soll die Durchführung unterstützen, ohne den Trainer zu zwingen, exakt dem Plan zu folgen.
Grundsatz:
Der Coaching-Modus gibt Orientierung, Zeitstruktur und Ablaufhilfe, bleibt aber in der Praxis flexibel.
10.2 Unterschiedliche Anzeige je Archetyp
| Archetyp | Coaching-Anzeige |
|---|---|
| Lineare Sequenz | Schrittfolge mit Weiter/Zurück. |
| Rotierender Zirkel | Stationen, Arbeitszeit, Wechselzeit, Runden. |
| Parallele Stationen | Erst Erklärübersicht, dann Parallelbetrieb. |
| Parcours | Stationen oder Wegpunkte zum Abhaken. |
| Partner-/Paarwechsel | Rollen, Aufgaben und Wechselhinweise. |
| Intervallblock | Globale Zeit, Intervallzähler, Aufgaben. |
| Freier Methodenblock | Kompakte Übersicht und manuelle Steuerung. |
10.2.1 Kanonische Archetyp-IDs (Abgleich Fachbegriff, UI und API)
Damit Produktbeschreibung, Formularfelder (method_archetype), Trainingscoach und Backend‑Validierung dieselben Werte nutzen und es keinen dokumentationsbedingten Drift gibt, gelten diese festen Schlüssel (Maschinen‑IDs):
| Archetyp (fachlicher Name in § 5.2) | Schlüssel method_archetype (exercises.method_archetype) |
|---|---|
| Lineare Sequenz | sequence_linear |
| Rotierender Zirkel (Zeit) | circuit_rotate_time |
| Parallele Stationen | circuit_all_parallel |
| Parcours | station_parcour |
| Partner- / Paarwechsel | pair_superset |
| Intervallblock (Zeitdomäne) | time_domain_interval |
| Freier Methodenblock | free_method_block |
Änderungen an dieser Zuordnung nur gemeinsam (Produkt, Backend‑Enum und UI‑Konstanten); siehe Implementierungsanhang weiter unten.
10.3 Durchführungsdokumentation
Perspektivisch sollte dokumentierbar sein:
- was durchgeführt wurde,
- was übersprungen wurde,
- was verändert wurde,
- tatsächliche Dauer,
- Trainerhinweise,
- Reflexion,
- Vorschläge zur Verbesserung einer Übung oder eines Moduls.
Die konkrete technische Umsetzung wird nicht in dieser Spezifikation festgelegt.
10.4 Coaching-Reifegrade (Normierung ohne technisches Pflichtenheft)
Archetyp-spezifisches Coaching soll nicht als ein einziges UX-„Monolith“ gebaut werden, sondern in nachvollziehbaren Stufen, damit frühere Umsetzungen nicht überschrieben wirken und der Fortschritt in Doku/Umsetzungsplan nachverfolgt werden kann:
| Stufe | Bezeichnung (Arbeitstitel) | Inhalt aus Trainersicht | Abgrenzung |
|---|---|---|---|
| A | Informations-/Struktursicht | Pro Kombinationsübung: Kopf‑Kontext aus Katalog plus strukturierte Darstellung der Slots und der einzelnen Kandidatenübungen (Titel, Kurztext, Detail aufklappbar); ein zeitlicher Schritt im Coach entspricht weiter einem Planungseintrag (ein Item in der Einheit). | Kein eigener Rundenzähler, kein eigener Stations‑Timer‑State pro Archetyp. |
| B | Archetyp-Steuerung in der bestehenden Zeitleiste | Optionale Aufspaltung: z. B. bei sequence_linear pro Slot ein Coach‑Schritt (Weiter/Zurück pro Station), ohne die Datenbank-Semantik der Einheit zu zerstückeln (Virtuelle Schritte oder materialisierte Hilfs‑Einträge – technische Variante dokumentieren). |
Bewusste Produkt-/Architekturentscheidung nötig, damit IST‑Zeiten und Abschluss‑PUT konsistent bleiben. |
| C | Interaktive Assistenz je Archetyp | Gemeinschafts-/Stations‑Timer, Wechselimpulse (circuit_rotate_time), Vorab‑„Erklärphase“‑Flag (circuit_all_parallel), Abhaken (station_parcour), gekoppelte A/B‑Ansicht (pair_superset), globale Intervalluhr (time_domain_interval) — jeweils an Parameter aus method_profile angebunden, wo diese in Stufe A/B bereits sichtbar gepflegt werden. |
Keine verpflichtende KI‑Steuerung; Trainer kann überspringen (Grundsatz § 10.1). |
Aktuelle Zielrichtung: Stufe A soll für alle in § 10.2.1 genannten Archetypen inhaltsgleich die Slot‑ und Kandidateninformation liefern; unterschiedliche Kopf-/Hilfstexte und UI-Mikrolayouts nach Archetyp sind Teil von A und sollten gemeinsam mit Stufe B/C wachsen (kein „still“ abweichendes Verhalten ohne Doku‑Update).
10.5 Fachliche Mindestinfos im Ablaufprofil (method_profile) pro Archetyp
method_profile ist das konkretisierende JSON (o. ä.) zum gewählten Archetyp: Zeiten, Runden, Schalter. Technische Pflichtfelder und Validierung regelt die technische Umsetzung — fachlich gilt folgende Minimal-Erwartung, damit Stufe B/C sinnvoll nutzbar ist:
| Archetyp-Schlüssel | Mindest-Parameter (fachlich sinnvoll; Benennung in der Umsetzung kanonisch festlegen). Typische Zuordnung methodischer Überbegriffe: § 5.4 |
|---|---|
sequence_linear |
Orientierungs-Arbeits-/Pausenhinweise je Schritt oder global; Reihenfolge = Slotreihenfolge — u. a. für Skillschichtungen, Aufwärmserien ohne festen Rotationstakt oder Ausdauer-/Technikketten ohne Intervalltakt. |
circuit_rotate_time |
Arbeit je Station oder Umlauf, optional Wechsel/Transition, optional Erholung zwischen Runden, optional Rundenanzahl; Kern für rotierenden Zirkel inkl. vieler HIIT-/Zirkelmischformen über Stationen hinweg (§ 5.4). |
circuit_all_parallel |
„Erst gemeinsame Erklärung, dann gleichzeitiger Betrieb aller Stationen“; Zeitfenster Vorab‑Erklärung optional — z. B. wenn keine Rotation, aber gemeinsamer Startzeitpunkt gewünscht ist. |
station_parcour |
Fokus Stationsbeschreibung; optional freie Besuchsreihenfolge (Profil/Archetyp); weniger zentral feste Arbeit/Erholung-Takte, mehr Navigation/Abhaken (später Stufe C). |
pair_superset |
Arbeit und Wechsel bei gekoppelten Rollen; typisch wenn zwei Linien oder Partnerblöcke im Takt gewechselt werden. |
time_domain_interval |
Klare Zeitdomäne: Belastungs-, Erholungsblöcke und Anzahl Wiederholungen der Domäne bzw. Gesamtblockbegrenzung — zentrale Schicht für viele Formen aus „Intervall/HIIT/Zeitschachtelungs“‑Methodenkatalog ohne individuelle Messung (§ 5.4). |
free_method_block |
Keine zusätzlichen Pflichtparameter; unterstützt etwa reibungsarmere Dauer- oder Spielformen, wo der Trainer keine starke Taktuhr braucht, aber Stationsideen strukturiert bündeln will. |
10.5.1 Mehrschichtiges Planen (Überblick)
| Ebene | Inhalt zeitlicher Art |
|---|---|
| Einheit / Planungsitem | z. B. geplante Gesamtminuten dieser Platzierung („der Block soll heute etwa 25 Min einnehmen“). |
| Kombinationsübung (Bibliothek) | strukturierte Phasen in method_profile (arbeiten, pausieren, Runden…) — § 6.3. |
| Einheitliche Planungsinstanz | optionale Abweiche vom Bibliotheksprofil nur für dieses Training (§ 8.3). |
| Coach | liest wirksamen Stand (Bibliothek + Overrides) zur Orientierung, später automatisierte Taktassistenz (§ 10.4). |
Solange diese Mindestinfos in der Datenpflege noch nicht validiert oder nicht geführt erfasst werden, bleibt Coaching bei Informations-Schicht und manuellen Timern des bestehenden Coach-Dialogs die fachlich ehrliche Darstellung (siehe Anhang A).
10.6 Offene und geplante Erweiterungen (Produkt-Backlog, Stand 2026-05-12)
Die folgenden Punkte stammen aus Session-/Chat-Arbeit an Planung, Klammerdarstellung und Coach Stufe A; sie sind noch nicht als vollständige Produktfunktion abgeschlossen bzw. bewusst zurückgestellt:
| Thema | Kurzbeschreibung | Status |
|---|---|---|
| Coaching Stufe B/C (individuelle Archetyp-Steuerung) | Über Stufe A (lesend: Slots, Zeiten, Archetyp-Hinweis, Kandidaten-Texte) hinaus: pro Archetyp gesteuerte Durchführung (z. B. Substeps bei Sequenz, Stations-/Rotations-Timer beim Zirkel, Erklärphase bei parallelen Stationen, Abhaken Parcours, Intervalluhr). § 10.4 Stufe B (Zeitleiste) und C (Assistenz). | Offen — aktuell nur informativ/Orientierung; kein archetypspezifischer Zustand im Coach. |
| Administrierbarkeit der Archetypen | Archetypen sind fest im Code (COMBINATION_ARCHETYPE_IDS Backend, COMBINATION_ARCHETYPE_OPTIONS Frontend); keine DB-/Admin-Oberfläche für Labels, Defaults, Sichtbarkeit oder club-spezifische Erweiterungen. |
Offen — Änderungen nur per Release/Code-Review. |
| Einfache Vorbelegung aller Zeit- und Anzahlfelder | Teilweise: Schnellwahlen (Zirkel, Intervall), Serien-Default 1, Archetyp-Map ARCHETYPE_DEFAULT_REP_SERIES_COUNT. Fehlt: ein Klick „alle Stationen aus globalen Eckwerten / Archetyp-Muster füllen“, Profil-weite Reset/Übernehmen-Presets über alle Slots. |
Teilweise — Ausbau siehe COMBINATION_TIMING_PROFILE_PLAN.md § 1 („Archetyp = Struktur + Defaults“). |
| Archetypbedingte Restriktionen & Server-Validierung | Client führt geführte Felder; keine verbindliche Backend-Prüfung „Profil passt zu Archetyp“ (Pflichtschlüssel, Wertebereiche, unzulässige Slot-Kombinationen). | Offen — erhöht Datenqualität und Coach-Verlässlichkeit vor Stufe C. |
| Governance Archetyp ↔ offizielle Inhalte | Noch keine getrennte Policy „nur Superadmin darf neue Archetyp-IDs einführen“ (derzeit ohnehin nur Code). | Offen — relevant sobald Archetypen konfigurierbar werden. |
Hinweis: § 13.1 nennt Stufe A als MVP-Pflicht und B/C als Ausbauschritte — die Tabelle oben präzisiert die noch offenen Arbeitspakete aus der Umsetzungspraxis.
11. Rahmenprogramm-Integration
Trainingsmodule und Kombinationsübungen müssen auch in Rahmenprogrammen nutzbar sein.
Regel:
Was in einer konkreten Trainingseinheit geplant werden kann, sollte grundsätzlich auch in einem Rahmenprogramm oder Rahmen-Slot vorbereitet werden können, sofern es keine echte Durchführung voraussetzt.
Das betrifft insbesondere:
- Modul einfügen,
- Kombinationsübung einfügen,
- methodische Ausrichtung übernehmen,
- Slot-Pools vorbelegen,
- Dauer anpassen,
- später konkrete Einheit daraus ableiten.
Nicht in den Rahmen gehört:
- echte Durchführung,
- tatsächliche Dauer,
- spontane Trainingsnotizen,
- Nachbereitungsreflexion.
12. Governance
Für Methoden, Übungen, Kombinationsübungen und Module gelten abgestufte Sichtbarkeiten und Verantwortlichkeiten.
Empfohlene fachliche Ebenen:
- privat,
- Verein,
- offiziell,
- archiviert,
- Entwurf,
- freigegeben.
Normale Trainer sollen Inhalte nutzen und lokal anpassen können. Offizielle oder vereinsweite Vorlagen sollen nicht ungeprüft überschrieben werden.
Für Methoden ist eine besondere Qualitätskontrolle sinnvoll, weil sie als fachlicher Katalog für viele Übungen und Planungen wirken.
13. MVP-Empfehlung
13.1 Muss enthalten sein
-
Trainingsmodule anlegen und wiederverwenden,
-
Kombinationsübungen als fachliche Sonderform von Übungen,
-
Methodenbezug mit Hauptmethode und optionalen Nebenmethoden,
-
klare Trennung zwischen Methode, Archetyp und Ablaufprofil,
-
mindestens folgende Archetypen:
- lineare Sequenz,
- rotierender Zirkel,
- freier Methodenblock,
-
Planungsblöcke als fachliches Konzept,
-
lokale Anpassbarkeit nach Einfügen,
-
Coaching: mindestens Stufe A nach § 10.4 für alle Archetypen aus § 10.2.1 (strukturierte Slot-/Kombi-Darstellung; Archetyp-Hilfstexte); zeitliche/mechanische Archetyp-Steuerung (Stufen B/C) ausdrücklich als Ausbauschritte.
13.2 Sollte vorbereitet werden
- parallele Stationen,
- Parcours,
- Partner-/Paarwechsel,
- Intervallblock,
- Durchführungsdokumentation,
- Rückfluss von Erfahrungswissen,
- Offline-/PWA-Nutzung,
- stärkere Suche nach Methoden und Archetypen.
13.3 Nicht im MVP
- vollständige technische Event-Historie jeder Planänderung,
- automatische Synchronisation alter Einheiten bei Vorlagenänderung,
- komplexe Verschachtelung von Modulen in Modulen,
- individuelles Athleten-Tracking,
- KI-generierte Trainingsplanung,
- verbindliche technische Tabellen- oder API-Architektur.
14. Arbeitsauftrag an den Coding Agent — fachliche Leitplanken
Der Coding Agent soll die bestehende Codebasis prüfen und auf dieser Grundlage eine technische Umsetzungsplanung erstellen.
Dabei soll er ausdrücklich:
- bestehende Strukturen wiederverwenden, soweit sinnvoll,
- keine unnötigen Refactorings auslösen,
- bestehende Trainingsplanung nicht destabilisieren,
- Migrationen schrittweise und rückwärtskompatibel planen,
- vorhandene Methodendomäne berücksichtigen,
- die Trennung zwischen Trainingsmethode, Archetyp und Ablaufprofil fachlich erhalten,
- technische Alternativen mit Vor- und Nachteilen darstellen,
- erst danach konkrete Tabellen, APIs und UI-Komponenten vorschlagen.
Die Spezifikation ist daher kein technisches Pflichtenheft, sondern ein fachlicher Rahmen.
15. Zusammenfassung der verbindlichen Produktlogik
- Trainingsabschnitte sind die Makrostruktur der Einheit.
- Kombinationsübungen sind keine Abschnitte.
- Kombinationsübungen sind Sonderformen von Übungen.
- Trainingsmodule sind Planungsbausteine.
- Trainingsmethoden sind eigenständige fachliche Katalogobjekte.
- Eine Übung hat eine Hauptmethode und optional Nebenmethoden.
- Methoden-Archetypen beschreiben Ablaufmuster, nicht die Methode selbst.
- Ablaufprofile konkretisieren den Archetyp für Planung und Coaching (siehe § 10.5).
- Einfügen aus Bibliotheken erzeugt lokal bearbeitbare Planungsinhalte.
- Vorlagenänderungen verändern historische oder konkrete Planungen nicht automatisch.
- Rahmenprogramme sollen dieselbe Planungslogik nutzen wie konkrete Einheiten.
- Der Coding Agent entscheidet die technische Umsetzung anhand der bestehenden Codebasis.
- Archetyp-IDs und Coaching-Stufen (§ 10.2.1, § 10.4) sind die Referenz gegen Code-Drift; Änderungen nur mit Anhang A und technischer Doku.
- Zeitliche Phasen einer Kombination liegen vorrangig in
method_profileund Gesamtzeit am Planungseintrag; Übersteuerungen nur in der Planungsinstanz, nicht still in der Bibliothek (§ 6.3, § 8.3, § 10.5.1).
Anhang A — Implementierungsabgleich (Stand Code: App 0.8.110)
Zweck: dieselbe Tabelle für Produkt / Architekt / Agent beim nächsten Schritt; verhindert „wir haben X gebaut, die Spec sagt aber Y“ ohne dass es dokumentiert wird.
| Thema (fachliche Headline aus dieser Spez) | Kurz beschrieben | Stand Code / UX (Referenz nur) | Lücke / nächste sinnvolle Schritte |
|---|---|---|---|
| Trainingsmodule (Bibliothek) | Wiederverwendbare Blöcke, Kopier-Einfügen in Einheit | Bibliothek, API, Übernahme-Modal, Lineage-Spalte | Phase 3 des Umsetzungsplans: erweiterter Übernahmemodus |
| Kombinationsübung im Katalog | exercise_kind=combination, Slots, Pools (Kandidaten) |
Migration 056, CRUD Übung mit combination_slots, GET liefert Slots + Kandidatentitel |
Fachbezug Haupt-/Nebenmethoden aus § 4/§ 6 dort umsetzen, wo die Domäne es noch nicht abdeckt |
| Archetyp + Ablaufprofil am Katalogobjekt | method_archetype, JSON method_profile + slot_profiles_v1 |
Geführtes Profil (CombinationMethodProfileEditor), advance_mode je Slot (Zeit / Ziel‑Wdh. / Coach), API-Build aus ExerciseFormPage |
Admin-UI für Archetypen fehlt (nur Code-Konstanten); serverseitige Validierung Profil↔Archetyp offen; volle Vorbelegung aller Slots aus Preset/Archetyp nur teilweise (Schnellwahl) |
| Einplanbarkeit (normale Planung) | Kombi in Sektionen; Overrides § 8.3 | planning_method_profile JSONB; Modal „Ablauf bearbeiten“; Merge Katalog+Planung im Frontend (effectiveComboMethodProfile); Payload-Sanitisierung; Backend Json() beim Insert |
Planungsblöcke Phase 3; serverseitige Zusammenführung/Validierung optional (aktuell Merge nur Client) |
| Darstellung Planung / Lauf / Druck | Konsistente Zeiten & Wdh. | CombinationPlanBracket, effectiveStationTimingSummary, Belastungs-Badge je Station; kompakte Kombi-Zeile in TrainingUnitSectionsEditor |
Feintuning nach Nutzerfeedback |
| Zeitphasen (global / pro Slot) | § 6.3 | slot_profiles_v1, globale Archetyp-Felder, inferAdvanceModeFromStoredSlotRow für Legacy-Zeilen |
timing_schema-Konvergenz laut COMBINATION_TIMING_PROFILE_PLAN.md |
| Coaching Stufe A | Slots + Kandidaten, Archetyp, Profil lesbar | ExerciseFullContent + CombinationCoachSlots: Merge Katalog+Planung; globale Eckdaten mit fachlichen Labels (describeGlobalComboProfile); Stationstexte inkl. „Wdh. ohne Wechsel zur nächsten Station“ / Pausen-Hinweis |
Stufe B/C weiterhin offen (§ 10.6) |
| Coaching Stufe B | Zeitleiste archetypnah | Nein — ein Coach‑Schritt = ein Planungsitem | Designentscheid: virtuelle Substeps vs. DB‑Materialisierung; Auswirkung auf Ist‑Zeit pro Item |
| Coaching Stufe C | Timer/Wechsel/Abhaken nach Archetyp | Nur generischer Minuten-/Ist-Input pro Item; kein Stations-Timer-State | Pro Archetyp UI + method_profile — Haupt-Backlog |
| Rahmenprogramm | Gleiche Inhalte wie Einheit | Slot‑Blueprint, from-framework-slot |
Modul-/Kombi‑UX in Rahmen wie in Einheit konsolidieren (Phase 5) |
| Coaching-Vorschau im Editor | § 9.3 Schritt 7 | Peek / Run nutzen CombinationPlanBracket; kein eigener „Coach-Sim“-Modus im Übungseditor |
Optional: eingebettete read-only Coach-Ansicht |
Pflege: Bei jeder relevanten Codeänderung diese Tabelle in demselben PR / derselben Session anpassen (kein stiller Drift).