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title: "Kanshō – Dialogmodell und Gesprächsführung"
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status: "Arbeitsstand"
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date: "2026-08-18"
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product_family: "Jinkendo"
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document_role: "Fachkapitel / Dialogue Model"
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parent_document: "fachliche_zielarchitektur.md"
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# Kanshō – Dialogmodell und Gesprächsführung
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Dieses Dokument ist das kanonische Home für Kerninteraktion, Gesprächseinstieg, Reflection Intent, Dialogführung und Dialogfäden.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 6 Kerninteraktion. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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## 6. Kerninteraktion
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Die wichtigste Funktion von Kanshō ist nicht das Speichern eines Tagebucheintrags, sondern ein **geführter Reflexionsdialog**.
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Die App soll deshalb dialogzentriert gedacht werden.
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Ein Dialog kann beispielsweise ausgelöst werden durch:
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- ein aktuelles Erlebnis,
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- einen Tagesrückblick,
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- eine emotionale Reaktion,
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- eine offene persönliche Frage,
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- eine Erinnerung,
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- ein wiederkehrendes Muster,
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- einen beruflichen Konflikt,
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- eine Idee,
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- eine Zukunftsvision,
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- eine bewusste Achtsamkeitsphase,
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- eine Meditation,
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- eine frühere offene Reflexion.
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Die KI soll nicht nur generische Fragen stellen, sondern den bestehenden Kontext nutzen.
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Für den laufenden Dialog gilt als fachliche Anforderung:
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- Der Gesprächsfluss soll sich auch über längere Reflexionen hinweg natürlich und zusammenhängend anfühlen.
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- Wichtige Informationen aus dem aktuellen Gespräch dürfen nicht allein deshalb verloren gehen, weil sich mehrere Themen oder Threads entwickeln.
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- Der Nutzer soll relevante Informationen nicht regelmäßig wiederholen müssen.
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- Aktiver Reflection Intent, aktuelle Threads und wesentliche Aussagen müssen im Arbeitskontext erhalten beziehungsweise bei Bedarf gezielt wiederhergestellt werden.
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Diese Kontinuitätsarbeit erfolgt bei Bedarf bereits während eines langen Dialogs und nicht erst an dessen sichtbarem Ende. Summaries beziehungsweise Working- und Thread-Memory-Strukturen dürfen laufend fortgeschrieben werden, müssen aber quellengebunden bleiben und unterliegen den Re-Grounding-Regeln aus `context_fidelity_and_regrounding.md`.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 8 Einleitung Kontextbezogener Gesprächseinstieg. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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## 8. Kontextbezogener Gesprächseinstieg
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Ein neuer Dialog soll nicht mit einer beliebigen oder immer gleichen Standardfrage beginnen.
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Die Eingangsfrage soll sich aus dem vorhandenen Kontext ergeben.
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Dazu kann Kanshō beispielsweise berücksichtigen:
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- aktuellen Reflexionsraum,
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- letzten Dialog in diesem Kontext,
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- offene Dialogfäden,
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- kürzlich gespeicherte Erlebnisse,
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- relevante Einträge aus mindnet,
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- Werte und Leitbild,
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- zeitliche Zusammenhänge,
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- ggf. Informationen anderer Jinkendo-Anwendungen.
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Ziel ist ein Einstieg, der sich wie die Fortsetzung eines bestehenden persönlichen Denkprozesses anfühlt.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 8.1 Adaptives Entry-Modell. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 8.1 Adaptives Entry-Modell
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Für den Einstieg in Kanshō wurde ein abgestuftes Modell festgelegt.
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#### Stufe 1 – Contextual Continuation (Default)
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Kanshō eröffnet die Nutzung primär mit einem intelligent priorisierten Vorschlag, der an den bisherigen persönlichen Kontext anknüpft.
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Mögliche Ausgangspunkte sind beispielsweise:
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- der letzte Dialog,
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- ein noch offener Dialogfaden,
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- eine unbeantwortete Frage,
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- ein aktueller Reflection Space,
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- ein naheliegender Tagesrückblick,
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- ein länger offenes, aktuell relevantes Thema.
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Der Vorschlag ist immer als Einladung formuliert und nicht als Vorgabe.
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Kanshō priorisiert grundsätzlich **einen Hauptvorschlag**. Daneben können wenige diskrete Alternativen angeboten werden.
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#### Stufe 2 – Free Reflection
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Der Nutzer kann jederzeit ohne vorherige Auswahl frei sprechen oder schreiben.
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Kanshō versucht dann aus dem Gespräch heraus:
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- den passenden Kontext,
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- einen vorhandenen Reflection Space,
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- mögliche Threads,
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- die aktuelle Nutzungsabsicht
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zu erkennen.
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#### Stufe 3 – Explicit Navigation
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Wenn der Nutzer gezielt an etwas anknüpfen möchte, kann er bewusst navigieren, beispielsweise zu:
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- einem früheren Dialog,
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- einer offenen Frage,
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- einem offenen Thread,
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- einem Reflection Space,
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- einem bestimmten Tagebucheintrag,
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- einem konkreten Urlaubstag.
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Die Reihenfolge C → B/A ist keine starre Prozesslogik, sondern die bevorzugte Interaktionshierarchie. Der Nutzer kann jederzeit direkt in Stufe 2 oder 3 wechseln.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 8.2 Reflection Intent. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 8.2 Reflection Intent
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Neben dem Kontext wird eine zweite Dimension benötigt: die **aktuelle Absicht der Reflexion**.
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Ein Reflection Space beschreibt, **worüber beziehungsweise in welchem Lebenszusammenhang** reflektiert wird.
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Der Reflection Intent beschreibt, **was der Nutzer in diesem Moment mit der Interaktion erreichen möchte**.
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Beispiele:
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- `Space: Urlaub / Lošinj 2026` + `Intent: Tageserlebnisse festhalten`
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- `Space: Urlaub / Lošinj 2026` + `Intent: tiefer reflektieren`
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- `Space: Persönliche Entwicklung / Gestaltungsdrang` + `Intent: offenen Thread fortsetzen`
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- `Space: Beruf / aktuelle Rolle` + `Intent: Entscheidung einordnen`
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Der Intent kann:
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- explizit gewählt werden,
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- aus dem Einstieg erkannt werden,
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- sich im Verlauf des Gesprächs verändern.
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Kanshō soll sein Dialogverhalten am Intent ausrichten.
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Beispielsweise:
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- beim autobiografischen Festhalten stärker zuhören und strukturieren,
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- bei tiefer Reflexion gezielter nachfragen,
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- beim Fortsetzen eines Threads den bisherigen Denkstand rekonstruieren,
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- bei einer offenen Frage vorhandene Perspektiven und frühere Erkenntnisse einbeziehen.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 8.3 Konsequenz für die Startoberfläche. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 8.3 Konsequenz für die Startoberfläche
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Die Startoberfläche soll nicht primär als klassische Funktionsnavigation mit gleichwertigen Modulen wie „Tagebuch“, „Meditation“, „Reflexion“ und „Achtsamkeit“ aufgebaut werden.
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Primär soll sie die **Kontinuität des persönlichen Dialogs** sichtbar machen.
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Ein mögliches Muster ist:
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- ein intelligent priorisierter Hauptvorschlag,
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- wenige Alternativen wie freie Reflexion, Tagebuch, offene Threads oder Reflection Spaces,
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- jederzeitiger Wechsel in gezielte Navigation.
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Damit wird Kanshō als langfristiger Begleiter erlebt und nicht als Sammlung einzelner Tools.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 8.5 Fachliche Ebene versus technische Umsetzung. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 8.5 Fachliche Ebene versus technische Umsetzung
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Für die weitere Konzeption wird grundsätzlich zwischen zwei Ebenen getrennt:
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#### Fachliche Zielarchitektur
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Sie beschreibt:
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- welches Verhalten Kanshō aus Sicht des Nutzers zeigen soll,
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- welche fachlichen Objekte und Verantwortlichkeiten benötigt werden,
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- welche Entscheidungen der Nutzer treffen können muss,
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- welche Informationen und Beziehungen grundsätzlich relevant sind.
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#### Technische Architektur
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Sie beschreibt später:
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- wie diese Anforderungen implementiert werden,
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- welche Datenmodelle und Speicher verwendet werden,
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- wie Agenten, Modelle, Retrieval und Synchronisation funktionieren,
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- welche Heuristiken oder Algorithmen eingesetzt werden.
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Technische Architekturentscheidungen werden im fachlichen Konzept nur dann vorgezogen, wenn sie eine wesentliche Produktgrenze oder eine später kaum reversible Grundentscheidung darstellen.
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Die fachliche Konzeption soll bewusst vermeiden, aus jeder Produktidee frühzeitig ein komplexes technisches Subsystem abzuleiten.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 9 Dialogfäden. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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## 9. Dialogfäden
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Ein Gespräch kann mehrere Themen oder Reflexionsfäden enthalten.
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Beispiel:
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Ein Dialog beginnt im Kontext `Urlaub → Lošinj 2026`.
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Während des Gesprächs entstehen möglicherweise mehrere Fäden:
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- körperliches Befinden,
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- Erholung,
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- Familie,
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- Arbeiten während des Urlaubs,
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- persönlicher Gestaltungsdrang,
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- Zukunftsfragen.
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Diese Themen sollen nicht zwangsläufig in getrennten Chats gestartet werden.
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Kanshō soll im Dialog erkennen können, wenn sich ein eigener Reflexionsfaden entwickelt.
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Mögliche Verhaltensweisen:
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- Faden zunächst nur intern markieren,
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- später wieder aufnehmen,
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- bei deutlicher thematischer Abzweigung eine Trennung vorschlagen,
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- Faden bewusst parken,
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- Faden mit vorhandenem mindnet-Kontext verbinden.
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Die KI darf die Dialogstruktur unterstützen, soll den Gesprächsfluss aber nicht unnötig fragmentieren.
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