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Kanshō Integrationen und Produktgrenzen Arbeitsstand 2026-08-18 Jinkendo Fachkapitel / Jinkendo Integrations / Product Boundaries fachliche_zielarchitektur.md
# Kanshō  Integrationen und Produktgrenzen

Dieses Dokument ist das kanonische Home für die Rollen der bestehenden Jinkendo-Komponenten, Integrationsgrenzen und fachlichen Übergaben.

2. Ausgangslage

Innerhalb der Jinkendo-Produktfamilie existieren bereits mehrere Anwendungen mit klar abgegrenzten Aufgabenbereichen.

Die neue Anwendung entsteht daher nicht als isoliertes Einzelprodukt, sondern als weitere Komponente eines bereits vorhandenen persönlichen digitalen Ökosystems.

Bereits vorhandene Systeme übernehmen insbesondere folgende Aufgaben:

2.1 Kairo

Kairo ist primär für Planung, Steuerung und persönliche Entwicklung zuständig.

Dazu gehören unter anderem:

  • Ziele,
  • Vorhaben,
  • Initiativen,
  • Projekte,
  • persönliche Entwicklungspfade,
  • Rituale,
  • Roadmaps,
  • Meilensteine,
  • Aufgaben und Next Best Actions.

Für die neue Anwendung bedeutet dies:

Planung ist nicht ihre Kernaufgabe.

Erkenntnisse aus Reflexionen können später an Kairo übergeben werden, wenn daraus eine Absicht, ein Ziel, ein Ritual oder eine konkrete Maßnahme entsteht.


2.2 mindnet

mindnet bildet das persönliche Wissensnetz.

Der derzeitige Schwerpunkt liegt auf:

  • Obsidian als menschenlesbarer Wissens- und Notizbasis,
  • Qdrant als semantischer Retrieval-Schicht,
  • semantischer Suche,
  • Beziehungen zwischen Wissenselementen,
  • Edges wie beispielsweise belongs_to, next, prev, references und backlink,
  • perspektivisch der Abbildung tieferer Bedeutungs- und Zusammenhangsstrukturen.

mindnet ist für die neue Anwendung besonders relevant, weil dort langfristig unter anderem folgende Informationen liegen oder liegen können:

  • Erfahrungen,
  • Erlebnisse,
  • Entscheidungen,
  • Erkenntnisse,
  • Werte,
  • Leitbild,
  • persönliche Prinzipien,
  • autobiografische Zusammenhänge,
  • noch ungeklärte oder unvollständige Beziehungsketten.

Die neue Anwendung soll Informationen aus mindnet für Reflexionen nutzen und umgekehrt relevante Ergebnisse wieder in das langfristige Wissenssystem überführen.


2.3 Shinkan

Shinkan ist für Training und Trainingsorganisation zuständig.

Dazu gehören unter anderem:

  • Übungen,
  • Trainingsvorlagen,
  • Trainingsplanung,
  • Programme,
  • Medien,
  • Trainingsmethodik.

Für die neue Anwendung bedeutet dies:

Trainingsplanung und Übungsverwaltung werden nicht dupliziert.

Reflexionen zu Training, Lernen, Kampfkunst oder persönlichen Erfahrungen im Training können jedoch Bestandteil eines Reflexionsdialogs sein.


2.4 Mitai

Mitai bildet körperliche Entwicklung und Gesundheitskontext ab.

Dazu gehören unter anderem:

  • körperliche Entwicklung,
  • Fitness,
  • Ernährung,
  • Essverhalten,
  • Vitalwerte,
  • gesundheitsbezogene Verläufe.

Für die neue Anwendung bedeutet dies:

Körper- und Gesundheitsdaten werden nicht nochmals als eigenes Tracking-System aufgebaut.

Kanshō kann solche Informationen jedoch abhängig von Berechtigungen und Kontext in Reflexionen einbeziehen.


20. Integrationsprinzipien

20.1 Kairo

Kanshō kann:

  • relevante Ziele oder Entwicklungskontexte lesen,
  • Handlungsabsichten erkennen,
  • Action Candidates erzeugen,
  • Übergabe an Kairo anbieten.

Kanshō übernimmt keine dauerhafte Aufgaben- oder Zielverwaltung.


20.2 mindnet

Kanshō kann:

  • relevantes persönliches Wissen abrufen,
  • Werte und Leitbild einbeziehen,
  • frühere Erfahrungen finden,
  • ähnliche Themen erkennen,
  • offene Zusammenhänge aufnehmen,
  • neue Reflection Memories erzeugen,
  • Knowledge Deltas vorschlagen.

Nicht jede Reflexion muss eine neue mindnet-Persistierung erzeugen. Abhängig vom Inhalt können jedoch auch zusätzlich oder später langfristig relevante Ableitungen entstehen, beispielsweise aus Entscheidungen mit Tragweite, bedeutsamen Gedanken zu Ideen, relevanten Erkenntnissen oder veränderten Zusammenhängen. Diese Ableitungen müssen auf ihre Quellen zurückführbar bleiben und dürfen vorläufige Gedanken oder Hypothesen nicht als bestätigtes Wissen ausgeben.


20.3 Obsidian

Obsidian soll weiterhin eine zentrale menschenlesbare Wissens- und Tagebuchbasis darstellen.

Kanshō soll insbesondere:

  • Tagebucheinträge erzeugen,
  • strukturierte Reflexionen ablegen,
  • geeignete menschenlesbare Entscheidungs- und Gedankeninhalte bewahren,
  • bestehende Inhalte referenzieren,
  • kein proprietäres geschlossenes Archiv erzeugen.

Welche Inhalte nach Obsidian gelangen, richtet sich nach ihrem autobiografischen beziehungsweise menschenlesbaren Langzeitnutzen. Eine schematische Ablage jedes internen Memory-, Thread- oder Knowledge-Objekts ist nicht vorgesehen.

Der genaue Ablage- und Synchronisationsmechanismus ist noch zu bestimmen.


20.4 Shinkan

Shinkan kann Kontext liefern, wenn Reflexionen mit Training oder persönlicher Entwicklung im Training zusammenhängen.

Kanshō übernimmt keine Trainingsplanung.


20.5 Mitai

Mitai kann bei entsprechendem Kontext und Berechtigung körperliche oder gesundheitsbezogene Informationen liefern.

Kanshō übernimmt kein Vital-, Ernährungs- oder Gesundheitstracking.


Querverweis auf Action Candidates

Die fachliche Definition von Action Candidate und die Übergabe aus Reflexionen wird in reflection_outputs.md geführt; Kairo bleibt für die Operationalisierung zuständig.