docs: close reflection continuation concept blocks

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Lars 2026-08-20 12:13:16 +02:00
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@ -195,6 +195,7 @@ Die ausführlichen Herleitungen der querschnittlichen Fachinvarianten werden nic
- **Thread Resurfacing / Reflection Saturation:** `resurfacing_and_saturation.md` - **Thread Resurfacing / Reflection Saturation:** `resurfacing_and_saturation.md`
- **Session Lifecycle ≠ Thread Lifecycle:** `reflection_outputs.md` und `resurfacing_and_saturation.md` - **Session Lifecycle ≠ Thread Lifecycle:** `reflection_outputs.md` und `resurfacing_and_saturation.md`
- **Point-in-Time Self / Lived Experience:** `self_model_and_lived_experience.md` - **Point-in-Time Self / Lived Experience:** `self_model_and_lived_experience.md`
- **Default-Quellbewahrung / skalierbare Informationsorganisation:** `memory_and_context.md`
- **Privacy Gateway / External-AI-Guardrails:** `guardrails.md` - **Privacy Gateway / External-AI-Guardrails:** `guardrails.md`
> **Keine dieser Invarianten darf durch spätere technische Vereinfachungen stillschweigend abgeschwächt werden.** > **Keine dieser Invarianten darf durch spätere technische Vereinfachungen stillschweigend abgeschwächt werden.**

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@ -562,6 +562,19 @@ Nicht automatisch in Audit Logs gespeichert werden sollen:
- echte Namen, - echte Namen,
- Identity Mapping. - Identity Mapping.
## 18.1 Interne Quellbewahrung und Löschhoheit
**Status: fachliche Baseline entschieden; technische Umsetzung offen**
Die für Kanshō entschiedene Default-Quellbewahrung findet innerhalb der vertrauenswürdigen internen Datenhaltung statt und ist von externer Provider-Retention zu unterscheiden.
- Inhaltliche Originalquellen werden standardmäßig bewahrt und nicht allein wegen Alter, Menge, geringer aktueller Relevanz oder vorhandener Verdichtungen automatisch gelöscht.
- Eine Löschung erfolgt nur auf konkrete Nutzeraufforderung beziehungsweise durch eine dafür berechtigte administrative Handlung.
- Administrative Löschung ist keine automatische Speicherbereinigung und darf nicht mit dem Zurückstufen, Archivieren oder Ausblenden derzeit irrelevanter Inhalte verwechselt werden.
- Die genaue Autorisierung, Nachvollziehbarkeit und Weitergabe einer Löschung an Ableitungen, Indizes, Backlinks und Integrationen bleibt auszuarbeiten.
Die vollständige fachliche Abgrenzung zwischen Quellbewahrung, aktiver Relevanz und skalierbarer Informationsorganisation wird in `memory_and_context.md` geführt.
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# 19. Guardrail-Priorität # 19. Guardrail-Priorität
@ -611,7 +624,7 @@ Die Konfiguration soll weitgehend als Policy hinterlegt sein.
9. Welche lokale Fallback-Funktion wird benötigt? 9. Welche lokale Fallback-Funktion wird benötigt?
10. Wie wird Voice/Transcription in dieselbe Trust-Architektur integriert? 10. Wie wird Voice/Transcription in dieselbe Trust-Architektur integriert?
11. Welche Policies gelten für Web Search und Plugins? 11. Welche Policies gelten für Web Search und Plugins?
12. Wie werden Retention und vollständiges Löschen umgesetzt? 12. Wie werden die entschiedene Default-Quellbewahrung und ausdrückliche vollständige beziehungsweise selektive Löschungen technisch umgesetzt und auf Ableitungen, Indizes und Integrationen propagiert?
13. Wie wird das Identity Mapping verschlüsselt und gesichert? 13. Wie wird das Identity Mapping verschlüsselt und gesichert?
14. Welche Funktionen benötigt die Admin-/Developer View? 14. Welche Funktionen benötigt die Admin-/Developer View?
15. Welche Guardrails müssen deterministisch sein und welche dürfen KI-gestützt arbeiten? 15. Welche Guardrails müssen deterministisch sein und welche dürfen KI-gestützt arbeiten?
@ -643,6 +656,8 @@ Die Konfiguration soll weitgehend als Policy hinterlegt sein.
| Response Validation | lokale Prüfung vor Demasking | entschieden | | Response Validation | lokale Prüfung vor Demasking | entschieden |
| Rehydration | ausschließlich lokal | entschieden | | Rehydration | ausschließlich lokal | entschieden |
| Guardrails | providerunabhängig definieren | entschieden | | Guardrails | providerunabhängig definieren | entschieden |
| Interne Originalquellen | standardmäßig bewahren; keine automatische Löschung wegen Alter, Menge oder geringer Relevanz | entschieden |
| Löschhoheit | konkrete Nutzeraufforderung oder berechtigte administrative Handlung; Ausprägung und Löschkaskade offen | fachliche Baseline entschieden |
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@ -564,6 +564,18 @@ Bevorzugte Verantwortungsverteilung:
Technisch ist noch zu validieren, welcher Speicher Working-/Dialog-Memory übernimmt. Technisch ist noch zu validieren, welcher Speicher Working-/Dialog-Memory übernimmt.
## Default-Quellbewahrung und wachsende Textmengen
**Status: fachliche Baseline entschieden; konkrete Organisationslogik offen**
- Bewusst in Kanshō eingebrachte Texte und der inhaltliche Dialogverlauf werden intern standardmäßig unmittelbar als zeitgebundene Originalquelle beziehungsweise verlässliche Originalrepräsentation bewahrt.
- Originalquellen werden nicht wegen Alter, Umfang, geringer aktueller Relevanz oder vorhandener Summaries automatisch gelöscht oder überschrieben.
- Eine Löschung erfolgt nur auf konkrete Nutzeraufforderung beziehungsweise durch eine dafür berechtigte administrative Handlung.
- Quellbewahrung bedeutet nicht, dass jeder Text als sichtbarer Eintrag, eigener Thread, Reflection Space, aktives Memory oder mindnet-Knoten behandelt wird.
- Sichtbarkeit, aktive Relevanz, Modellkontext, abgeleitete Memories und Integrationspersistenz bleiben selektiv. Re-Grounding und Wiederfinden müssen dennoch bis zur Quelle reichen können.
Die langfristige Organisation sehr großer Textmengen ist ein echter, bisher nicht ausreichend ausgearbeiteter Memory-/Datenarchitekturpunkt. Konsolidierung, Retrieval, Speicherstufen, Versionierung und Löschkaskaden sind später zu klären, ohne die Default-Quellbewahrung in eine automatische Löschlogik umzudeuten. Das kanonische Home ist `memory_and_context.md`.
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# 12. Self Model, Lived Experience und digitaler Zwilling # 12. Self Model, Lived Experience und digitaler Zwilling
@ -989,7 +1001,7 @@ Spätere Konkretisierung erfolgt in Journaling-, Dialog- und UX-Kapiteln.
# 20. Nutzungssituation „Tagesreflexion“ aktueller Stand # 20. Nutzungssituation „Tagesreflexion“ aktueller Stand
Dies ist der **aktive Interviewblock**. Dieser Interviewblock ist **vorläufig ausreichend geklärt**. Die folgende Baseline bleibt für spätere Journaling-, Memory-, Integrations- und UX-Kapitel verbindlich.
Bereits entschieden beziehungsweise als fachliche Baseline akzeptiert: Bereits entschieden beziehungsweise als fachliche Baseline akzeptiert:
@ -1249,24 +1261,41 @@ Die frühere Dreiteilung `Session Output / Narrative Output / Long-Term Output`
Die neue Session soll **nicht** mit einer allgemeinen Projektfrage beginnen. Die neue Session soll **nicht** mit einer allgemeinen Projektfrage beginnen.
Sie soll direkt fortsetzen bei: Die Nutzungssituation **3. Spontaner Gedanke / Moment** ist vorläufig ausreichend geklärt.
> **Tagesreflexion Abschluss und Outputs** Zusätzlich zur bereits dokumentierten reibungsarmen Erfassung ist entschieden:
Zu entscheiden beziehungsweise zu bestätigen sind: - Jeder bewusst übermittelte spontane Gedanke wird intern standardmäßig unmittelbar als zeitgebundene Originalquelle beziehungsweise verlässliche Originalrepräsentation bewahrt.
- Die spätere Einordnung, Verknüpfung, Verdichtung oder Förderung zu einem sichtbaren beziehungsweise langfristigen Objekt ist davon getrennt.
- Eine Löschung erfolgt nur auf konkrete Nutzeraufforderung beziehungsweise durch eine dafür berechtigte administrative Handlung.
- Das noch offene Problem sehr großer Textmengen wird querschnittlich in `memory_and_context.md` und nicht künstlich innerhalb dieser Nutzungssituation ausgearbeitet.
1. Welche Inhalte verbleiben als quellengebundene Kontinuitätsstruktur und wann werden daraus Reflection Memory, Knowledge Delta oder andere langfristige Ableitungen? Die Nutzungssituation **4. Früheren Faden fortsetzen** ist nach einem gezielten Dokumentationsaudit ebenfalls vorläufig ausreichend geklärt.
2. Nach welchen Kriterien entstehen Reflection Memory, Knowledge Delta und Action Candidate tatsächlich?
3. Wann wird ein Journal Entry:
- automatisch vorbereitet,
- angeboten,
- bewusst nicht erzeugt?
Erst **nach** vorläufigem Abschluss dieser Punkte wird die Tagesreflexion fachlich geschlossen. Die vorhandenen kanonischen Kapitel legen gemeinsam bereits fest:
Danach folgt: - `Contextual Continuation` ist der bevorzugte Default; freie Fortsetzung und explizite Navigation bleiben möglich.
- Kanshō rekonstruiert den relevanten früheren Denkstand aus Thread Memory, offenen Fragen, Zwischenständen, aktuellem quellengebundenem Space-Zustand und bei Bedarf Ursprungsquellen. Der Nutzer soll Wesentliches nicht wiederholen müssen.
- Die sichtbare Orientierung bleibt kompakt und bedarfsbezogen. Bei eindeutiger direkter Fortsetzung reagiert Kanshō auf den neuen Impuls, ohne einen langen oder formalen Summary-Block vorzuschalten.
- Vollständige Historie und Nutzer-Provenance bleiben zugänglich.
- Bei Drift-Risiko, Widerspruch, Unsicherheit oder Nutzerwunsch gilt Re-Grounding aus den Ursprungsquellen.
- Automatisches Resurfacing setzt aktuelle Relevanz voraus; die explizite Nutzerabsicht hat Vorrang.
> **Nutzungssituation 3 Spontaner Gedanke / Moment** Die zuvor als offen markierte Frage nach dem genauen sichtbaren Umfang der Rekonstruktion war damit keine neue fachliche Grundsatzentscheidung, sondern eine spätere UX-Ausprägung. Sie wird nicht erneut interviewt.
Die Konzeptarbeit soll jetzt fortsetzen bei:
> **Nutzungssituation 5 Tiefe Reflexion / biografische Frage**
Vor einer neuen Fachfrage wird auch für diesen Block zunächst gezielt geprüft, welche Entscheidungen bereits in `dialogue_model.md`, `reflection_intelligence.md`, `self_model_and_lived_experience.md` und den Guardrails enthalten sind. Erst danach wird der nächste tatsächlich offene, praxisrelevante Entscheidungspunkt bestimmt.
Die Rollen von Thread Memory, Reflection Frontier, Reflection Memory, Knowledge Delta und Action Candidate sind für die Tagesreflexion ausreichend voneinander abgegrenzt. Detaillierte Heuristiken werden später in ihren jeweiligen Fachkapiteln ausgearbeitet und nicht als Voraussetzung für den Abschluss dieses Nutzungsszenarios vorgezogen.
Der Journal-Default ist entschieden: Bei einer substanziellen Tagesreflexion wird standardmäßig im Hintergrund ein persönlicher Entwurf vorbereitet und am natürlichen Abschluss dezent angeboten. Kurze Check-ins, reine Achtsamkeitssequenzen, fehlender erzählerischer Gehalt oder ein ausdrücklicher Gegenwunsch erzeugen keinen erzwungenen Entwurf. Vorbereitung bedeutet noch keine ungeprüfte endgültige Ablage.
Je nach Inhalt können zusätzlich oder später geeignete quellengebundene Persistierungen in Obsidian und mindnet entstehen, etwa bei Entscheidungen mit Tragweite, bedeutsamen Gedanken zu Ideen oder relevanten neuen Zusammenhängen. Verlässliche Langzeitkommunikation, Originalquellen und Re-Grounding haben Vorrang vor maximaler Extraktion und schützen gegen Verwässerung oder Halluzination von Erkenntnissen.
Die Tagesreflexion ist damit **vorläufig ausreichend geklärt** und wird nicht erneut geöffnet, sofern ein späteres Kapitel keinen echten Widerspruch oder Konkretisierungsbedarf erzeugt.
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@ -1280,12 +1309,14 @@ Danach folgt:
| Reflection Spaces | Baseline vorläufig ausreichend geklärt | | Reflection Spaces | Baseline vorläufig ausreichend geklärt |
| Nutzungstypologie | 11 Situationen als vorläufig vollständige Baseline | | Nutzungstypologie | 11 Situationen als vorläufig vollständige Baseline |
| Erleben festhalten | vorläufig ausreichend geklärt | | Erleben festhalten | vorläufig ausreichend geklärt |
| Tagesreflexion | in Bearbeitung; Session-/Thread-Trennung, natürlicher sichtbarer Abschluss, kein zwingendes Ergebnisartefakt und laufende Kontinuitätsarbeit entschieden | | Tagesreflexion | vorläufig ausreichend geklärt; Abschluss, Session-/Thread-Trennung, Kontinuität, Journal-Default und inhaltsabhängige Persistenz entschieden |
| Spontaner Gedanke / Moment | vorläufig ausreichend geklärt; reibungsarme Erfassung und unmittelbare Default-Quellbewahrung entschieden |
| Früheren Faden fortsetzen | vorläufig ausreichend geklärt; Contextual Continuation, kompakte Orientierung, Quellenzugang und Re-Grounding bereits entschieden |
| Dialogmodell | wesentliche Baseline vorhanden | | Dialogmodell | wesentliche Baseline vorhanden |
| Threads | Grundmodell vorhanden; technisches State Model offen | | Threads | Grundmodell vorhanden; technisches State Model offen |
| Thread Resurfacing | entschieden | | Thread Resurfacing | entschieden |
| Reflection Saturation | entschieden; technische Berechnung offen | | Reflection Saturation | entschieden; technische Berechnung offen |
| Memory Architecture | erstes Schichtenmodell vorhanden | | Memory Architecture | erstes Schichtenmodell und Default-Quellbewahrung entschieden; Organisation sehr großer Textmengen offen |
| Context Fidelity / Re-Grounding | Root Cause + Invariante entschieden | | Context Fidelity / Re-Grounding | Root Cause + Invariante entschieden |
| Self Model | erste verbindliche Prinzipien | | Self Model | erste verbindliche Prinzipien |
| Lived Experience / Point-in-Time Self | entschieden | | Lived Experience / Point-in-Time Self | entschieden |
@ -1350,14 +1381,14 @@ Für den aktuellen Interviewblock anschließend laden:
3. `docs/architecture/functional/produktvision_und_produktidentitaet.md` 3. `docs/architecture/functional/produktvision_und_produktidentitaet.md`
4. `docs/architecture/functional/interview_plan.md` 4. `docs/architecture/functional/interview_plan.md`
5. `docs/architecture/functional/usage_situations.md` 5. `docs/architecture/functional/usage_situations.md`
6. `docs/architecture/functional/reflection_outputs.md` 6. `docs/architecture/functional/dialogue_model.md`
7. `docs/architecture/functional/resurfacing_and_saturation.md` 7. `docs/architecture/functional/reflection_intelligence.md`
8. `docs/architecture/functional/self_model_and_lived_experience.md`
Nur wenn eine konkrete Entscheidung es benötigt zusätzlich: Nur wenn eine konkrete Entscheidung es benötigt zusätzlich:
- `docs/architecture/functional/dialogue_model.md` - `docs/architecture/functional/context_fidelity_and_regrounding.md`
- `docs/architecture/functional/writing_profile_and_journaling.md` - `docs/architecture/functional/guardrails.md`
- `docs/architecture/functional/memory_and_context.md`
Nicht vorsorglich alle Kanshō-Dateien laden. Nicht vorsorglich alle Kanshō-Dateien laden.
@ -1476,9 +1507,9 @@ Wenn dieses Dokument in einer neuen Session geladen wird, soll die Session sinng
> >
> Erhalte Entscheidungen, Root Causes, Beispiele, Einschränkungen und offene Punkte vollständig; keine stillschweigende Verdichtung. > Erhalte Entscheidungen, Root Causes, Beispiele, Einschränkungen und offene Punkte vollständig; keine stillschweigende Verdichtung.
> >
> Der aktive Interviewblock ist **Tagesreflexion Abschluss und Outputs**. > Der aktive Interviewblock ist **Nutzungssituation 5 Tiefe Reflexion / biografische Frage**.
> >
> Beginne nicht mit einer allgemeinen Projektzusammenfassung oder einer bereits beantworteten Frage. Setze direkt bei der noch offenen Abgrenzung zwischen quellengebundener Kontinuitätsstruktur und optionalen langfristigen Ableitungen an. > Beginne nicht mit einer allgemeinen Projektzusammenfassung oder einer bereits beantworteten Frage. Prüfe vor der ersten neuen Frage gezielt die bereits dokumentierten Entscheidungen zu tiefer Reflexion, Hypothesen, Kausalitätsvorsicht, Self Model und Guardrails. Tagesreflexion, spontaner Gedanke und Fortsetzen eines früheren Fadens sind vorläufig ausreichend geklärt.
> >
> Vor der ersten fachlichen Frage bestätige kurz: > Vor der ersten fachlichen Frage bestätige kurz:
> 1. welche kanonischen Repository-Dateien für diesen Schritt gelesen wurden, > 1. welche kanonischen Repository-Dateien für diesen Schritt gelesen wurden,
@ -1507,15 +1538,19 @@ Wichtig:
**Repository:** `C:\dev\Kansho`<br> **Repository:** `C:\dev\Kansho`<br>
**Kanonische Fachdateien:** `docs/architecture/functional/`<br> **Kanonische Fachdateien:** `docs/architecture/functional/`<br>
**Arbeitsmodus:** kanonische Dateien direkt lesen/schreiben; keine parallelen Chat-Kopien als Source of Truth<br> **Arbeitsmodus:** kanonische Dateien direkt lesen/schreiben; keine parallelen Chat-Kopien als Source of Truth<br>
**Aktives Thema:** Tagesreflexion<br> **Aktives Thema:** Tiefe Reflexion / biografische Frage<br>
**Status:** fast fachlich abgeschlossen<br> **Status Tagesreflexion:** vorläufig ausreichend geklärt<br>
**Nächste Entscheidung:** Kontinuitätsstrukturen vs. optionale langfristige Ableitungen<br> **Status spontaner Gedanke:** vorläufig ausreichend geklärt; unmittelbare Default-Quellbewahrung entschieden<br>
**Danach:** Spontaner Gedanke / Moment<br> **Status früheren Faden fortsetzen:** vorläufig ausreichend geklärt; Contextual Continuation, kompakte Orientierung, Quellenzugang und Re-Grounding entschieden<br>
**Nächster Interviewblock:** Nutzungssituation 5 Tiefe Reflexion / biografische Frage<br>
**Nächster Schritt:** zuerst gezielter Audit der bereits dokumentierten Entscheidungen; danach nur den nächsten tatsächlich offenen praxisrelevanten Punkt fragen<br>
**Entschiedene Architekturregel:** `Session Lifecycle ≠ Thread Lifecycle`<br> **Entschiedene Architekturregel:** `Session Lifecycle ≠ Thread Lifecycle`<br>
**Entschieden:** kein zwingendes Ergebnisartefakt; laufende, quellengebundene Kontinuitätsarbeit mit Re-Grounding<br> **Entschieden:** kein zwingendes Ergebnisartefakt; laufende, quellengebundene Kontinuitätsarbeit mit Re-Grounding<br>
**Output-Frage:** Kriterien für Reflection Memory, Knowledge Delta und Action Candidate<br> **Entschieden:** interne Originalquellen standardmäßig bewahren; keine automatische Löschung wegen Alter, Menge oder geringer Relevanz; Löschung nur auf Nutzeraufforderung oder berechtigte administrative Handlung<br>
**Journal-Frage:** automatisch vorbereiten vs. anbieten vs. nicht erzeugen<br> **Offen:** skalierbare Organisation sehr großer Textmengen, Retrieval, Speicherstufen und Löschkaskaden<br>
**Dokumente primär zu ändern:** `usage_situations.md`, `reflection_outputs.md`, `memory_and_context.md`, `interview_plan.md`. **Output-Abgrenzung:** für die Tagesreflexion ausreichend geklärt; Detailheuristiken später in den zuständigen Fachkapiteln<br>
**Journal-Default:** bei substanzieller Tagesreflexion automatisch vorbereiten und dezent anbieten; Ausnahmen für kurze, rein achtsame, nicht erzählbare oder ausdrücklich journalfreie Dialoge<br>
**Dokumente des nächsten Blocks:** `usage_situations.md`, `dialogue_model.md`, `reflection_intelligence.md` und `self_model_and_lived_experience.md`; bei Bedarf `context_fidelity_and_regrounding.md` und `guardrails.md`.
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@ -145,6 +145,8 @@ Kanshō kann:
- neue Reflection Memories erzeugen, - neue Reflection Memories erzeugen,
- Knowledge Deltas vorschlagen. - Knowledge Deltas vorschlagen.
Nicht jede Reflexion muss eine neue mindnet-Persistierung erzeugen. Abhängig vom Inhalt können jedoch auch zusätzlich oder später langfristig relevante Ableitungen entstehen, beispielsweise aus Entscheidungen mit Tragweite, bedeutsamen Gedanken zu Ideen, relevanten Erkenntnissen oder veränderten Zusammenhängen. Diese Ableitungen müssen auf ihre Quellen zurückführbar bleiben und dürfen vorläufige Gedanken oder Hypothesen nicht als bestätigtes Wissen ausgeben.
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### 20.3 Obsidian ### 20.3 Obsidian
@ -155,9 +157,12 @@ Kanshō soll insbesondere:
- Tagebucheinträge erzeugen, - Tagebucheinträge erzeugen,
- strukturierte Reflexionen ablegen, - strukturierte Reflexionen ablegen,
- geeignete menschenlesbare Entscheidungs- und Gedankeninhalte bewahren,
- bestehende Inhalte referenzieren, - bestehende Inhalte referenzieren,
- kein proprietäres geschlossenes Archiv erzeugen. - kein proprietäres geschlossenes Archiv erzeugen.
Welche Inhalte nach Obsidian gelangen, richtet sich nach ihrem autobiografischen beziehungsweise menschenlesbaren Langzeitnutzen. Eine schematische Ablage jedes internen Memory-, Thread- oder Knowledge-Objekts ist nicht vorgesehen.
Der genaue Ablage- und Synchronisationsmechanismus ist noch zu bestimmen. Der genaue Ablage- und Synchronisationsmechanismus ist noch zu bestimmen.
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@ -240,15 +240,24 @@ Festlegen, was am Ende einer Reflexion geschieht.
Die Gedächtnisebenen endgültig definieren. Die Gedächtnisebenen endgültig definieren.
**Bereits entschieden:**
- Bewusst eingebrachte inhaltliche Texte und Dialogquellen werden intern standardmäßig unmittelbar bewahrt.
- Alter, Menge, geringe aktuelle Relevanz oder vorhandene Verdichtungen lösen keine automatische Quellenlöschung aus.
- Löschung erfolgt nur auf konkrete Nutzeraufforderung beziehungsweise durch eine dafür berechtigte administrative Handlung.
- Quellbewahrung ist von sichtbaren Objekten, aktiven Memories, aktivem Modellkontext sowie Persistierung nach Obsidian oder mindnet zu unterscheiden.
**Leitfragen:** **Leitfragen:**
- Was gehört in Working Context? - Was gehört in Working Context?
- Was gehört in Thread Memory? - Was gehört in Thread Memory?
- Was wird episodische Erinnerung? - Was wird episodische Erinnerung?
- Was wird dauerhaftes Wissen? - Was wird dauerhaftes Wissen?
- Was darf automatisch gespeichert werden? - Welche abgeleiteten Memory-Strukturen dürfen automatisch erzeugt oder aktualisiert werden?
- Was benötigt Bestätigung? - Was benötigt Bestätigung?
- Was darf später vergessen werden? - Welche Inhalte beziehungsweise Ableitungen dürfen aus aktiver Relevanz oder sichtbaren Sichten zurücktreten, ohne ihre Quellen zu löschen?
- Wie werden sehr große Textmengen langfristig konsolidiert, indexiert, wiedergefunden und reaktiviert, ohne eine unüberschaubare Anzahl sichtbarer Einzelobjekte zu erzeugen?
- Wie wirkt sich eine ausdrückliche Löschung auf Ableitungen, Indizes, Backlinks und Integrationen aus?
**Zieldateien:** **Zieldateien:**
@ -950,12 +959,14 @@ Technische Kapitel erhalten zusätzlich:
| Reflection Spaces | fachliche Baseline vorläufig ausreichend geklärt; spätere Konkretisierung aus Dialog-, UX- und Memory-Kapiteln vorgesehen | | Reflection Spaces | fachliche Baseline vorläufig ausreichend geklärt; spätere Konkretisierung aus Dialog-, UX- und Memory-Kapiteln vorgesehen |
| Nutzungssituationen | Typologie mit elf Situationen als vorläufig vollständige Baseline festgelegt | | Nutzungssituationen | Typologie mit elf Situationen als vorläufig vollständige Baseline festgelegt |
| Erleben festhalten | vorläufig ausreichend geklärt | | Erleben festhalten | vorläufig ausreichend geklärt |
| Tagesreflexion | in Bearbeitung; Einstieg, Priorisierung, Fokuswahl, adaptive Tiefe, Wiedervorlage, Resurfacing und Trennung von Session-/Thread-Lebenszyklus geklärt | | Tagesreflexion | vorläufig ausreichend geklärt; Einstieg, adaptive Führung, Abschluss, Session-/Thread-Trennung, Kontinuität, Journal-Default und inhaltsabhängige Persistenz entschieden |
| Spontaner Gedanke / Moment | vorläufig ausreichend geklärt; reibungsarme Erfassung und unmittelbare Default-Quellbewahrung entschieden |
| Früheren Faden fortsetzen | vorläufig ausreichend geklärt; Contextual Continuation, kompakte bedarfsbezogene Orientierung, Quellenzugang und Re-Grounding bereits querschnittlich entschieden |
| Dialogmodell | wesentliche Baseline vorhanden; weitere Nutzungssituationen noch auszuarbeiten | | Dialogmodell | wesentliche Baseline vorhanden; weitere Nutzungssituationen noch auszuarbeiten |
| Threads | Grundmodell vorhanden; technisches State Model bewusst offen | | Threads | Grundmodell vorhanden; technisches State Model bewusst offen |
| Thread Resurfacing | querschnittliches Fachkonzept entschieden | | Thread Resurfacing | querschnittliches Fachkonzept entschieden |
| Reflection Saturation | querschnittliches Fachkonzept entschieden; konkrete technische Berechnung später | | Reflection Saturation | querschnittliches Fachkonzept entschieden; konkrete technische Berechnung später |
| Memory Architecture | erstes Schichtenmodell vorhanden | | Memory Architecture | erstes Schichtenmodell und Default-Quellbewahrung entschieden; skalierbare Organisation sehr großer Textmengen offen |
| Context Fidelity / Re-Grounding | Root Cause und fachliche Invariante entschieden | | Context Fidelity / Re-Grounding | Root Cause und fachliche Invariante entschieden |
| mindnet-Rolle | Grundrichtung vorhanden | | mindnet-Rolle | Grundrichtung vorhanden |
| Self Model | erste verbindliche Prinzipien vorhanden | | Self Model | erste verbindliche Prinzipien vorhanden |
@ -979,7 +990,7 @@ Technische Kapitel erhalten zusätzlich:
## 9. Nächster Interviewblock ## 9. Nächster Interviewblock
Aktiv ist weiterhin die Nutzungssituation **2. Tagesreflexion**. Die Nutzungssituation **2. Tagesreflexion** ist vorläufig ausreichend geklärt.
Bereits geklärt sind insbesondere: Bereits geklärt sind insbesondere:
@ -997,7 +1008,7 @@ Bereits geklärt sind insbesondere:
- `Session Lifecycle ≠ Thread Lifecycle` als verbindliche Architekturregel; ein Session-Ende löst offene Threads nicht automatisch auf. - `Session Lifecycle ≠ Thread Lifecycle` als verbindliche Architekturregel; ein Session-Ende löst offene Threads nicht automatisch auf.
- die bisher benannten Thread-Zustände sind eine nicht abschließende fachliche Baseline; weitere Zustände und Metainformationen bleiben im späteren Thread-/Datenmodell zu prüfen. - die bisher benannten Thread-Zustände sind eine nicht abschließende fachliche Baseline; weitere Zustände und Metainformationen bleiben im späteren Thread-/Datenmodell zu prüfen.
### Als Nächstes: Abschluss und Outputs der Tagesreflexion ### Tagesreflexion vorläufig ausreichend geklärt
Im aktuellen Block wurde entschieden: Im aktuellen Block wurde entschieden:
@ -1010,16 +1021,43 @@ Im aktuellen Block wurde entschieden:
- Davon getrennt bleibt interne Kontinuitätsarbeit notwendig: Originalquelle, quellengebundene Summaries beziehungsweise Thread Memories, relevante Erkenntnisse, offene Fragen, mögliche Nebenfäden und tatsächliche Thread-Änderungen werden angemessen erhalten. - Davon getrennt bleibt interne Kontinuitätsarbeit notwendig: Originalquelle, quellengebundene Summaries beziehungsweise Thread Memories, relevante Erkenntnisse, offene Fragen, mögliche Nebenfäden und tatsächliche Thread-Änderungen werden angemessen erhalten.
- Interne Verdichtungen ersetzen die Originalquelle nicht. Bei Drift, Abweichung, möglicher Fehlinterpretation oder Nutzeranforderung gilt automatisches beziehungsweise nutzerinitiiertes Re-Grounding gemäß `context_fidelity_and_regrounding.md`. - Interne Verdichtungen ersetzen die Originalquelle nicht. Bei Drift, Abweichung, möglicher Fehlinterpretation oder Nutzeranforderung gilt automatisches beziehungsweise nutzerinitiiertes Re-Grounding gemäß `context_fidelity_and_regrounding.md`.
- Kontinuitätsarbeit ist eine laufende Systemverantwortung und nicht an das Session-Ende gebunden. Das Session-Ende dient als zusätzlicher Prüfpunkt; nur tatsächliche Änderungen werden fortgeschrieben, ohne Erkenntnisse, Nebenfäden oder sichtbare Outputs zu erzwingen. - Kontinuitätsarbeit ist eine laufende Systemverantwortung und nicht an das Session-Ende gebunden. Das Session-Ende dient als zusätzlicher Prüfpunkt; nur tatsächliche Änderungen werden fortgeschrieben, ohne Erkenntnisse, Nebenfäden oder sichtbare Outputs zu erzwingen.
- Die Rollen von Thread Memory, Reflection Frontier, Reflection Memory, Knowledge Delta und Action Candidate sind bereits ausreichend getrennt dokumentiert. Genauere Erkennungs-, Bestätigungs-, Promotion- und Persistenzheuristiken gehören in die späteren Memory-, Daten-, Integrations- und Reflection-Intelligence-Kapitel und werden nicht im Nutzungsszenario vorgezogen.
- Bei einer substanziellen Tagesreflexion wird standardmäßig ein persönlicher Journal-Entwurf vorbereitet und am natürlichen Abschluss dezent angeboten; kurze Check-ins, reine Achtsamkeitssequenzen, fehlender erzählerischer Gehalt oder ein ausdrücklicher Gegenwunsch erzeugen keinen erzwungenen Entwurf.
- Abhängig vom Inhalt können zusätzlich oder später geeignete quellengebundene Persistierungen in Obsidian und mindnet entstehen, insbesondere bei Entscheidungen mit Tragweite, bedeutsamen Gedanken zu Ideen oder relevanten neuen Zusammenhängen.
- Verlässliche Langzeitkommunikation, Originalquellen und Re-Grounding haben Vorrang vor maximaler Extraktion und schützen gegen schrittweise Verwässerung oder Halluzination von Erkenntnissen.
Noch fachlich zu entscheiden beziehungsweise zu bestätigen sind insbesondere: Detailheuristiken und technische Ausprägungen werden später in ihren zuständigen Kapiteln behandelt. Sie sind keine Voraussetzung mehr für den Abschluss dieser Nutzungssituation.
1. Welche Inhalte verbleiben als quellengebundene Kontinuitätsstruktur und wann werden daraus Reflection Memory, Knowledge Delta oder andere langfristige Ableitungen? ### Nutzungssituation 3 Spontaner Gedanke / Moment: vorläufig ausreichend geklärt
2. Nach welchen Kriterien entstehen Reflection Memory, Knowledge Delta und Action Candidate tatsächlich?
3. Wann wird ein Journal Entry automatisch vorbereitet, wann nur angeboten und wann bewusst nicht erzeugt?
Nach vorläufigem Abschluss der Tagesreflexion folgt: Bereits entschieden:
### Nutzungssituation 3 Spontaner Gedanke / Moment - Der spontane Gedanke, das Gefühl oder die Beobachtung wird zuerst zuverlässig und mit minimaler Reibung erfasst.
- Kanshō bestätigt die Erfassung kurz und macht daraus nicht ungefragt ein Interview oder eine tiefe Reflexion.
- Eine Vertiefung darf diskret angeboten werden, beginnt aber nur bei entsprechender Nutzerfortsetzung oder erkennbarem Mehrwert.
- Kontextzuordnung, mögliche Verknüpfungen und Thread-Kandidaten können im Hintergrund erkannt werden, ohne den Erfassungsmoment zu verlangsamen.
- Jeder bewusst übermittelte spontane Gedanke wird standardmäßig unmittelbar als zeitgebundene Originalquelle beziehungsweise verlässliche Originalrepräsentation bewahrt.
- Quellbewahrung ist von späterer Einordnung, Verdichtung, sichtbarer Struktur sowie einer möglichen Persistierung nach Obsidian oder mindnet getrennt.
- Eine Löschung erfolgt nur auf konkrete Nutzeraufforderung beziehungsweise durch eine dafür berechtigte administrative Handlung; Alter, Menge oder geringe aktuelle Relevanz bewirken keine automatische Quellenlöschung.
Die dauerhafte Organisation sehr großer Textmengen ist als echter, bisher nicht ausreichend behandelter Querschnittspunkt für die spätere Memory-, Daten- und Integrationskonzeption aufgenommen. Sie wird nicht künstlich im Nutzungsszenario ausdetailliert.
### Nutzungssituation 4 Früheren Faden fortsetzen: vorläufig ausreichend geklärt
Der Dokumentationsaudit hat ergeben, dass das Wiederaufnahmeverhalten bereits durch mehrere kanonische Entscheidungen hinreichend bestimmt ist:
- `Contextual Continuation` ist der bevorzugte Default; freie Fortsetzung und explizite Navigation bleiben jederzeit möglich.
- Kanshō rekonstruiert Thread Memory, offene Fragen, Zwischenstände und den aktuellen quellengebundenen Space-Zustand, sodass der Nutzer nicht wieder bei null beginnen oder Wesentliches wiederholen muss.
- Die sichtbare Orientierung bleibt kompakt und bedarfsbezogen. Ein langer Summary-Block ist keine Voraussetzung für die Fortsetzung; bei eindeutigem Nutzerimpuls wird direkt natürlich weiterdialogisiert.
- Vollständige Historie und Nutzer-Provenance bleiben zugänglich.
- Bei Drift-Risiko, Widerspruch, Unsicherheit oder Nutzerwunsch gilt Re-Grounding aus den Ursprungsquellen.
- Automatisches Resurfacing setzt aktuelle Relevanz voraus; die explizite Nutzerintention besitzt Vorrang.
Die zuvor als offen formulierte Frage nach dem Umfang der sichtbaren Rekonstruktion war damit keine noch ungeklärte fachliche Grundsatzentscheidung, sondern eine spätere UX-Ausprägung. Sie wird im Nutzungssituationsinterview nicht erneut gestellt.
### Aktiver Interviewblock: Nutzungssituation 5 Tiefe Reflexion / biografische Frage
Vor der ersten neuen Fachfrage wird auch für diesen Block ein gezielter Audit der bereits dokumentierten Entscheidungen durchgeführt. Erst danach wird der nächste tatsächlich offene, praxisrelevante Entscheidungspunkt bestimmt.
Danach werden die verbleibenden Nutzungssituationen schrittweise nach derselben Interviewmethode ausgearbeitet. Danach werden die verbleibenden Nutzungssituationen schrittweise nach derselben Interviewmethode ausgearbeitet.

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@ -169,7 +169,56 @@ Das Session-Ende ist ein zusätzlicher fachlicher Kontinuitäts-Checkpoint. Dabe
Nur tatsächlich notwendige beziehungsweise entstandene Änderungen werden fortgeschrieben. Der Checkpoint erzeugt weder künstlich eine Erkenntnis noch einen Nebenfaden und verlangt kein sichtbares Output-Artefakt. Nur tatsächlich notwendige beziehungsweise entstandene Änderungen werden fortgeschrieben. Der Checkpoint erzeugt weder künstlich eine Erkenntnis noch einen Nebenfaden und verlangt kein sichtbares Output-Artefakt.
Für die Produktqualität besitzt die verlässliche Langzeitkommunikation höhere Priorität als die maximale Extraktion möglichst vieler Memories oder Wissenselemente. Verdichtungen sollen Kontinuität ermöglichen, dürfen Erkenntnisse aber nicht schrittweise verwässern, vorläufige Deutungen stabilisieren oder fehlende Zusammenhänge halluzinieren. Die verbindlichen Gegenmaßnahmen werden in `context_fidelity_and_regrounding.md` geführt.
Die konkrete technische Granularität, Speicherform und Aktualisierungslogik dieser Strukturen bleibt später auszuarbeiten. Die konkrete technische Granularität, Speicherform und Aktualisierungslogik dieser Strukturen bleibt später auszuarbeiten.
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## Default-Quellbewahrung und skalierbare Informationsorganisation
**Status: fachliche Baseline entschieden; konkrete Organisations- und Speicherlogik offen**
### Root Cause
Kanshō ist auf langfristige Kommunikation, spätere Rekonstruktion und Re-Grounding ausgelegt. Dafür müssen auch kurze, zunächst unscheinbare oder erst später bedeutsame Äußerungen als zeitgebundene Quellen verfügbar bleiben. Gleichzeitig kann über Jahre eine sehr große Menge an Dialog- und Textmaterial entstehen.
### Risiko
Eine relevance-, alters- oder mengengetriebene automatische Löschung könnte Quellen vernichten, deren Bedeutung erst später sichtbar wird, und Re-Grounding sowie Point-in-Time-Rekonstruktion beschädigen. Umgekehrt würde eine undifferenzierte Behandlung jedes Textes als sichtbares Objekt, aktives Memory oder eigener mindnet-Knoten das System fachlich und in der Nutzung zumüllen.
### Fachliche Konsequenz
Quellbewahrung und Informationsorganisation sind getrennte Verantwortungen:
> **Alles als Quelle bewahren bedeutet nicht, alles sichtbar, aktiv oder semantisch gleichrangig zu halten.**
### Abgeleitete Entscheidungen
- Vom Nutzer bewusst in Kanshō eingebrachte Texte und der inhaltliche Dialogverlauf werden standardmäßig unmittelbar als zeitgebundene Originalquelle beziehungsweise verlässliche Originalrepräsentation in der internen vertrauenswürdigen Datenhaltung bewahrt.
- Dies gilt auch für kurze spontane Gedanken. Ihre spätere Einordnung, Verknüpfung oder Verdichtung ist von der unmittelbaren Quellbewahrung getrennt.
- Originalquellen werden nicht allein wegen Alter, Umfang, derzeit geringer Relevanz, Konsolidierung oder vorhandener Summaries automatisch gelöscht oder überschrieben.
- Eine Löschung erfolgt nur auf konkrete Nutzeraufforderung beziehungsweise durch eine dafür berechtigte administrative Handlung. Administrative Löschung ist kein automatisches Mittel zur Relevanz- oder Mengenbereinigung.
- Summaries, Thread Memories, Reflection Memories, Knowledge Deltas, Indizes und andere abgeleitete Strukturen dürfen selektiv erzeugt, aktualisiert, konsolidiert, zurückgestuft oder aus dem aktiven Kontext entfernt werden. Sie ersetzen und löschen dadurch nicht ihre Quellen.
- Nicht jeder gespeicherte Text wird zu einem sichtbaren Eintrag, Thread, Reflection Space, Journal Entry, Reflection Memory oder mindnet-Knoten.
- Nur der für die aktuelle Situation relevante Ausschnitt wird in den aktiven Modellkontext geladen. Langfristig gespeichert bedeutet weder dauerhaft aktiv noch dauerhaft sichtbar.
- Wiederfinden und Re-Grounding müssen bei Bedarf bis auf die bewahrte Quellenebene reichen können.
Diese Baseline bezieht sich auf die interne Kanshō-Quellhaltung. Sie erlaubt weder eine unminimierte Weitergabe an externe Modelle noch externe Provider-Speicherung; hierfür gelten weiterhin die Regeln aus `guardrails.md`.
### Später auszuarbeitende Fragen
Die dauerhafte Organisation sehr großer Textmengen wurde bisher noch nicht im erforderlichen Umfang konzipiert. Später zu klären sind insbesondere:
- fachliche Lebenszyklen zwischen aktiv, ruhend, archiviert und bei Bedarf reaktiviert,
- konsolidierte Sichten und Retrieval über viele Jahre, ohne eine unüberschaubare Zahl sichtbarer Einzelobjekte zu erzeugen,
- Granularität, Versionierung, Indexierung und technische Speicherstufen der Quellen,
- Umgang mit echten Duplikaten, Varianten und Korrekturen, ohne zeitliche Perspektiven oder Provenance zu verlieren,
- Auswirkungen einer ausdrücklichen Löschung auf Ableitungen, Indizes, Backlinks, Exporte sowie bereits nach Obsidian oder mindnet überführte Inhalte,
- Rollen, Berechtigungen, Nachvollziehbarkeit und technische Ausführung administrativer Löschungen,
- Kapazitäts-, Kosten-, Offline- und Synchronisationsgrenzen über sehr lange Nutzungszeiträume.
Diese offenen Punkte dürfen die entschiedene Default-Quellbewahrung nicht stillschweigend in eine automatische inhaltliche Lösch- oder Vergessenslogik umdeuten.
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@ -25,6 +25,8 @@ Diese Ergebnisse müssen voneinander getrennt behandelt werden.
Ein menschenlesbarer autobiografischer Text. Ein menschenlesbarer autobiografischer Text.
Bei einer substanziellen Tagesreflexion wird standardmäßig ein persönlicher Entwurf im Hintergrund vorbereitet und am natürlichen Abschluss dezent zur Ansicht, Bearbeitung oder Übernahme angeboten. Kurze Check-ins, reine Achtsamkeitssequenzen, fehlender erzählerischer Gehalt oder ein ausdrücklicher Nutzerwunsch gegen einen Eintrag führen bewusst nicht zu einem erzwungenen Entwurf. Automatische Vorbereitung ist nicht mit ungeprüfter endgültiger Ablage gleichzusetzen.
Zielsystem: Zielsystem:
- primär Obsidian, - primär Obsidian,
@ -176,7 +178,30 @@ Kontinuitätsarbeit ist eine **laufende Systemverantwortung** und nicht ausschli
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## Inhaltsabhängige langfristige Persistenz
## Noch auszuarbeiten **Status: entschieden**
Beim Abschluss der laufenden Ausarbeitung der Nutzungssituation Tagesreflexion werden hier noch Session Output, Narrative Output und Long-Term Output sowie ihre konkreten Erzeugungs- und Persistenzregeln ergänzt. Die sichtbare Abschluss-Baseline ist entschieden; die genaue spätere UX-Darstellung bleibt konkretisierbar. Der Journal Entry ist ein häufiger, aber nicht der einzige mögliche persistierte Ausdruck eines Dialogs. Abhängig vom tatsächlichen Inhalt können zusätzlich oder zu einem späteren Zeitpunkt weitere quellengebundene Ableitungen entstehen, beispielsweise bei:
- Entscheidungen mit persönlicher Tragweite,
- bedeutsamen Gedanken zu Ideen oder Vorhaben,
- relevanten Erkenntnissen oder Perspektivveränderungen,
- neuen, korrigierten oder anders gewichteten Zusammenhängen.
Die fachliche Ablage folgt der bestehenden Verantwortungsverteilung:
- Kanshō bewahrt den Dialog und die zeitgebundene Innenperspektive als Primärquelle.
- Obsidian dient für geeignete menschenlesbare Tagebuch-, Reflexions-, Entscheidungs- oder Gedankeninhalte.
- mindnet übernimmt geeignete langfristige Vernetzung, Retrieval und strukturierte Ableitungen wie Reflection Memories oder Knowledge Deltas.
Nicht jeder relevante Inhalt muss gleichzeitig in allen Systemen abgelegt werden. Maßgeblich sind fachlicher Nutzen, spätere Wiederauffindbarkeit und die jeweilige Systemverantwortung; eine rein schematische Vervielfältigung wird nicht verlangt.
Alle abgeleiteten Persistierungen müssen auf den ursprünglichen Dialog beziehungsweise andere verlässliche Quellen zurückführbar bleiben und ihren epistemischen Status erhalten. Für die langfristige Qualität gilt `context_fidelity_and_regrounding.md`: Verlässliche Kommunikation über Monate und Jahre hat Vorrang vor maximaler Extraktion. Erkenntnisse dürfen durch wiederholte Verdichtung weder verwässert noch durch scheinbar plausible Halluzinationen ersetzt werden.
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## Später auszuarbeiten
Die fachlichen Rollen von Thread Memory, Reflection Frontier, Reflection Memory, Knowledge Delta und Action Candidate sind für diesen Nutzungsschritt ausreichend voneinander abgegrenzt. Genauere Erkennungs-, Bestätigungs-, Promotion- und Persistenzheuristiken werden erst in den jeweils zuständigen Memory-, Daten-, Integrations- und Reflection-Intelligence-Kapiteln ausgearbeitet. Sie werden nicht als Voraussetzung für den praktischen Abschluss der Nutzungssituation Tagesreflexion vorgezogen.

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@ -98,6 +98,8 @@ Dabei werden nicht nur Ergebnisse einer Reflexion gespeichert, sondern sowei
- welche Aussagen nur Hypothesen oder Momentaufnahmen waren, - welche Aussagen nur Hypothesen oder Momentaufnahmen waren,
- welche Sprache und Denkstruktur zu diesem Zeitpunkt verwendet wurde. - welche Sprache und Denkstruktur zu diesem Zeitpunkt verwendet wurde.
„Soweit vom Nutzer vorgesehen“ bedeutet dabei keine erneute Opt-in-Entscheidung für jeden Dialog. Die fachliche Baseline ist die unmittelbare Bewahrung der vollständigen inhaltlichen Dialogquelle beziehungsweise einer verlässlichen Originalrepräsentation. Davon kann der Nutzer ausdrücklich abweichen oder eine Löschung verlangen; eine dafür berechtigte administrative Löschung bleibt ebenfalls möglich. Alter, Datenmenge, geringe aktuelle Relevanz oder eine vorhandene Summary sind für sich allein kein Löschgrund. Die skalierbare Organisation der wachsenden Quellenmenge wird in `memory_and_context.md` geführt.
Diese Ebene wird vorläufig als **Lived Experience / Inner-State Layer** bezeichnet. Diese Ebene wird vorläufig als **Lived Experience / Inner-State Layer** bezeichnet.
#### Keine Behauptung eines objektiven inneren Zustands #### Keine Behauptung eines objektiven inneren Zustands

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@ -363,6 +363,29 @@ Kernanforderung:
Eine spätere Vertiefung kann angeboten werden, muss aber nicht unmittelbar erfolgen. Eine spätere Vertiefung kann angeboten werden, muss aber nicht unmittelbar erfolgen.
### Default-Verhalten beim spontanen Festhalten
**Status: entschieden**
Kanshō erfasst den Gedanken, das Gefühl oder die Beobachtung zuerst zuverlässig und mit minimaler Reibung. Es macht aus dem Einstieg nicht ungefragt ein Interview oder eine tiefe Reflexion.
Nach der Erfassung gilt:
- Kanshō bestätigt kurz und unaufdringlich, dass der Inhalt festgehalten wurde.
- Eine Vertiefung darf diskret angeboten werden, beginnt aber nur bei einer entsprechenden Nutzerfortsetzung oder erkennbarem Mehrwert.
- Interne Kontextzuordnung, mögliche Verknüpfungen und die Erkennung eines Thread-Kandidaten können im Hintergrund erfolgen.
- Die interne Strukturierung darf den unmittelbaren Erfassungsmoment nicht verlangsamen oder den Nutzer zu Verwaltungsentscheidungen zwingen.
### Unmittelbare Speicherung
**Status: entschieden**
Jeder bewusst übermittelte spontane Gedanke wird standardmäßig unmittelbar als zeitgebundene Originalquelle beziehungsweise verlässliche Originalrepräsentation bewahrt. Die spätere Einordnung, Verknüpfung, Verdichtung oder mögliche Förderung zu einem Thread, Journal Entry, Reflection Memory oder Knowledge Delta ist davon getrennt und erfolgt nur, soweit sie fachlich sinnvoll ist.
Die Quellbewahrung erzeugt daher nicht automatisch ein weiteres sichtbares Objekt und nicht automatisch einen mindnet-Knoten. Eine Löschung erfolgt nur auf konkrete Nutzeraufforderung beziehungsweise durch eine dafür berechtigte administrative Handlung. Die querschnittliche Baseline und die noch offene Organisation großer Textmengen werden in `memory_and_context.md` geführt.
Mit dieser Entscheidung ist die Nutzungssituation **Spontaner Gedanke / Moment** vorläufig ausreichend geklärt. Weitere Speicher-, Retrieval- und Integrationsdetails werden in ihren jeweiligen Fachkapiteln behandelt und nicht in diesem Nutzungsszenario vorgezogen.
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## 3.4 Früheren Faden fortsetzen ## 3.4 Früheren Faden fortsetzen
@ -377,6 +400,24 @@ Mögliche Einstiege:
- „Ich habe noch einmal über unsere Diskussion nachgedacht.“ - „Ich habe noch einmal über unsere Diskussion nachgedacht.“
- „Ich glaube, ich habe eine Antwort auf die offene Frage.“ - „Ich glaube, ich habe eine Antwort auf die offene Frage.“
### Wiederaufnahme-Baseline
**Status: entschieden; aus den bestehenden Dialog-, Space-, Memory-, Resurfacing- und Re-Grounding-Entscheidungen konsolidiert**
Für diese Nutzungssituation gelten bereits folgende fachliche Entscheidungen:
- `Contextual Continuation` ist der bevorzugte Default. Der Nutzer kann zugleich jederzeit frei fortsetzen oder gezielt zu einem früheren Dialog, Thread, Reflection Space, Tagebucheintrag oder anderen konkreten Kontext navigieren.
- Kanshō rekonstruiert den relevanten bisherigen Denkstand aus Thread Memory, offenen Fragen, Zwischenständen, dem aktuellen quellengebundenen Space-Zustand und bei Bedarf den zugrunde liegenden Quellen. Der Nutzer soll wesentliche Informationen nicht regelmäßig wiederholen müssen.
- Die sichtbare Orientierung bleibt kompakt und bedarfsbezogen. Maßgeblich sind der aktuelle Stand, derzeit relevante offene Punkte und ein sinnvoller Fortsetzungspunkt nicht die ungefragte Wiedergabe der vollständigen Historie oder eines langen Summary-Blocks.
- Bei einer eindeutigen direkten Fortsetzung reagiert Kanshō unmittelbar auf den neuen Nutzerimpuls und macht eine formale Zusammenfassung nicht zur Voraussetzung des Dialogs. Benötigter früherer Kontext wird natürlich in die Antwort integriert.
- Die vollständige Historie bleibt zugänglich. Verdichtete Aussagen und sichtbare aktuelle Zustände müssen für den Nutzer auf ihre Quellen aufklappbar sein.
- Bei Unsicherheit, Widerspruch, längeren Verdichtungsketten, möglicher Fehlinterpretation oder Nutzeranforderung muss Kanshō den relevanten Ursprungskontext re-grounden, statt eine frühere Summary lediglich erneut zu interpretieren.
- Langfristig gespeicherte Threads werden nicht allein deshalb ungefragt hervorgeholt. Automatisches Resurfacing setzt aktuelle Relevanz voraus; die explizite Nutzerabsicht hat Vorrang.
Damit ist die fachliche Kernfrage des Fortsetzens bereits beantwortet. Die genaue visuelle Darstellung, Textlänge und Interaktionsgestaltung bleiben spätere UX-Ausprägungen und werden nicht als neue fachliche Grundsatzentscheidung im Nutzungsszenario vorgezogen.
Die Nutzungssituation **Früheren Faden fortsetzen** ist damit vorläufig ausreichend geklärt.
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## 3.5 Tiefe Reflexion / biografische Frage ## 3.5 Tiefe Reflexion / biografische Frage
@ -584,7 +625,7 @@ Zusätzlich werden je Situation geprüft:
Für diese Nutzungssituation liegt eine fachliche Baseline vor. Spätere Konkretisierungen erfolgen in Journaling-, Dialog- und UX-Kapiteln. Für diese Nutzungssituation liegt eine fachliche Baseline vor. Spätere Konkretisierungen erfolgen in Journaling-, Dialog- und UX-Kapiteln.
## 2. Tagesreflexion in Bearbeitung ## 2. Tagesreflexion vorläufig ausreichend geklärt
Bereits entschieden: Bereits entschieden:
@ -602,13 +643,17 @@ Bereits entschieden:
- Eine Tagesreflexion benötigt kein zwingendes Ergebnisartefakt. Unabhängig davon darf und muss Kanshō die für Kontinuität relevanten Originalquellen, Summaries, Erkenntnisse, offenen Fragen, Thread-Änderungen und möglichen Nebenfäden angemessen erhalten. - Eine Tagesreflexion benötigt kein zwingendes Ergebnisartefakt. Unabhängig davon darf und muss Kanshō die für Kontinuität relevanten Originalquellen, Summaries, Erkenntnisse, offenen Fragen, Thread-Änderungen und möglichen Nebenfäden angemessen erhalten.
- Interne Summaries sind abgeleitete, quellengebundene Kontinuitätsstrukturen und keine automatisch bestätigten Erkenntnisse. Bei Drift, Abweichung, möglicher Fehlinterpretation oder auf Nutzerwunsch gilt das Re-Grounding aus `context_fidelity_and_regrounding.md`. - Interne Summaries sind abgeleitete, quellengebundene Kontinuitätsstrukturen und keine automatisch bestätigten Erkenntnisse. Bei Drift, Abweichung, möglicher Fehlinterpretation oder auf Nutzerwunsch gilt das Re-Grounding aus `context_fidelity_and_regrounding.md`.
- Kontinuitätsarbeit kann bereits während einer langen Tagesreflexion erfolgen. Das Session-Ende ist ein zusätzlicher Prüfpunkt, aber weder der einzige Auslöser für Memory-/Summary-Pflege noch ein Zwang zur Erzeugung neuer Inhalte. - Kontinuitätsarbeit kann bereits während einer langen Tagesreflexion erfolgen. Das Session-Ende ist ein zusätzlicher Prüfpunkt, aber weder der einzige Auslöser für Memory-/Summary-Pflege noch ein Zwang zur Erzeugung neuer Inhalte.
- Bei einer substanziellen Tagesreflexion wird standardmäßig im Hintergrund ein persönlicher Journal-Entwurf vorbereitet und am natürlichen Abschluss dezent angeboten. Kurze Check-ins, reine Achtsamkeitssequenzen, fehlender erzählerischer Gehalt oder ein ausdrückliches „kein Tagebuch“ erzwingen keinen Entwurf; Vorbereitung bedeutet noch keine ungeprüfte endgültige Ablage.
- Je nach Inhalt können zusätzlich oder später geeignete quellengebundene Persistierungen in Obsidian und mindnet entstehen, etwa bei Entscheidungen mit Tragweite, bedeutsamen Gedanken zu Ideen oder relevanten neuen Zusammenhängen.
- Die verlässliche Langzeitkommunikation und Rückführbarkeit auf den Dialog haben Vorrang vor maximaler Extraktion. Summaries und Ableitungen dürfen Erkenntnisse nicht verwässern oder durch Halluzinationen ersetzen.
Frühere offene Punkte und aktualisierter Stand: Frühere offene Punkte und aktualisierter Stand:
- Die frühere Frage „Wie erkennt Kanshō, dass heute eher keine tiefe Reflexion sinnvoll oder erwünscht ist?“ ist fachlich durch Intent-Abhängigkeit, persönliche Dialogtiefe, Gesprächssignale und Nutzerhoheit eingegrenzt. Die konkrete Erkennungslogik bleibt später technisch auszuarbeiten. - Die frühere Frage „Wie erkennt Kanshō, dass heute eher keine tiefe Reflexion sinnvoll oder erwünscht ist?“ ist fachlich durch Intent-Abhängigkeit, persönliche Dialogtiefe, Gesprächssignale und Nutzerhoheit eingegrenzt. Die konkrete Erkennungslogik bleibt später technisch auszuarbeiten.
- Die frühere Frage „Wie soll Kanshō mit unscharfen Wiedervorlagen wie später umgehen, ohne unnötig nachzufragen?“ ist durch kontextbezogene Ableitung und gezieltes Nachfragen nur bei notwendiger Verlässlichkeit eingegrenzt. Die konkrete Ausprägung bleibt später in Dialog- und UX-Konzeption zu prüfen. - Die frühere Frage „Wie soll Kanshō mit unscharfen Wiedervorlagen wie später umgehen, ohne unnötig nachzufragen?“ ist durch kontextbezogene Ableitung und gezieltes Nachfragen nur bei notwendiger Verlässlichkeit eingegrenzt. Die konkrete Ausprägung bleibt später in Dialog- und UX-Konzeption zu prüfen.
- Der Lebenszyklus der aktuellen Sitzung ist vom Lebenszyklus ihrer Threads getrennt. Die natürliche sichtbare Abschluss-Baseline ist entschieden; ihre genaue spätere UX-Darstellung bleibt konkretisierbar. - Der Lebenszyklus der aktuellen Sitzung ist vom Lebenszyklus ihrer Threads getrennt. Die natürliche sichtbare Abschluss-Baseline ist entschieden; ihre genaue spätere UX-Darstellung bleibt konkretisierbar.
- Die Trennung zwischen optionalen Ergebnisartefakten und notwendiger interner Kontinuitätsarbeit ist entschieden. Noch offen sind die konkreten Erzeugungs- und Persistenzregeln der einzelnen Artefakte. - Die Trennung zwischen optionalen Ergebnisartefakten und notwendiger interner Kontinuitätsarbeit ist entschieden. Die Rollen von Thread Memory, Reflection Frontier, Reflection Memory, Knowledge Delta und Action Candidate sind für die Tagesreflexion ausreichend geklärt; Detailheuristiken folgen später in ihren jeweiligen Fachkapiteln.
- Das Default-Verhalten des Journal Entry und die Möglichkeit weiterer inhaltsabhängiger Persistierungen sind entschieden. Die Nutzungssituation ist damit vorläufig ausreichend geklärt; spätere Journaling-, Memory-, Integrations- und UX-Kapitel dürfen sie konkretisieren, aber nicht stillschweigend umdeuten.
## 7.2 Querverweis: Thread Resurfacing und Reflection Saturation ## 7.2 Querverweis: Thread Resurfacing und Reflection Saturation
@ -711,3 +756,6 @@ Ein umfassendes technisches Trigger-System wird daraus zu diesem Zeitpunkt noch
| Dialogführung | explizit wählbar und zusätzlich durch Kanshō adaptiv erkennbar | bevorzugte Richtung | | Dialogführung | explizit wählbar und zusätzlich durch Kanshō adaptiv erkennbar | bevorzugte Richtung |
| Journal Entry | Ergebnis des Erfassungs-/Dialogprozesses, nicht zwingend direkte Eingabeform | bevorzugte Richtung | | Journal Entry | Ergebnis des Erfassungs-/Dialogprozesses, nicht zwingend direkte Eingabeform | bevorzugte Richtung |
| Erleben festhalten konkretes Dialogverhalten | differenziertes Arbeitsmodell vorhanden | in Bearbeitung | | Erleben festhalten konkretes Dialogverhalten | differenziertes Arbeitsmodell vorhanden | in Bearbeitung |
| Spontaner Gedanke Erfassung | zuerst zuverlässig, reibungsarm und ohne ungefragtes Interview | entschieden |
| Spontaner Gedanke Quellbewahrung | unmittelbar und standardmäßig; spätere Einordnung davon getrennt | entschieden |
| Früheren Faden fortsetzen | Contextual Continuation mit rekonstruiertem Denkstand; kompakte bedarfsbezogene Orientierung, Quellenzugang und Re-Grounding | entschieden |

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@ -97,6 +97,24 @@ Damit werden Inhaltstreue und sprachliche Gestaltung bewusst getrennt.
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## Journal Entry als häufiger, aber nicht zwingender Abschluss einer Tagesreflexion
**Status: entschieden**
Bei einer substanziellen Tagesreflexion wird standardmäßig im Hintergrund ein persönlicher Journal-Entwurf vorbereitet. Am natürlichen Abschluss wird dezent angeboten, ihn anzusehen, zu bearbeiten oder zu übernehmen.
Dabei gilt:
- Häufig wird aus einer Tagesreflexion ein Journal Entry entstehen.
- Ein kurzer Check-in, eine reine Achtsamkeitssequenz oder ein Dialog ohne ausreichenden erzählerischen Inhalt erzwingt keinen Entwurf.
- Wenn der Nutzer ausdrücklich nur reflektieren oder keinen Tagebucheintrag erzeugen möchte, entsteht keiner.
- Automatische Vorbereitung bedeutet noch keine ungeprüfte endgültige Ablage.
- Für den Entwurf gilt weiterhin die zweistufige Trennung zwischen inhaltlicher Rekonstruktion und persönlicher Narration.
Der Journal Entry ist damit ein häufiger und hochwertiger Ausdruck der Tagesreflexion, aber weder ihr notwendiger Erfolgsnachweis noch ihr einzig möglicher persistierter Inhalt.
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## Querverweise ## Querverweise