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| Uebungsfamilien | Audit_Arbeitsmappe_Gefahrenvermeidung_Selbstbehauptung_v1_25.xlsx | Uebungsfamilien | vollständiger Zellinhalt |
Uebungsfamilien
Quelle: sources/raw/Audit_Arbeitsmappe_Gefahrenvermeidung_Selbstbehauptung_v1_25.xlsx - Blatt Uebungsfamilien.
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| ÜBUNGSFAMILIEN – VORLÄUFIGE STRUKTUR UND FAMILIENREVIEW |
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| Die Familienzuordnung ist in Phase A zunächst eine Arbeitshypothese. Endgültige Progressionslinien, Redundanzen und Zusammenlegungen werden erst nach den Einzelaudits aller Familienmitglieder im Familienreview entschieden. |
| Familien-ID | Arbeitsname | Gemeinsamer Übungskern | Mitglieder | Mehrfachzuordnungen | Vorläufige Funktion der Familie | Progressionshypothese | Abgrenzung / Komplementarität | Familienstatus | Nächster Reviewpunkt | Offene Familienfragen | Review-Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| F1 | Nonverbale Wahrnehmung und Körperwirkung | Wirkung von Blick, Körperhaltung, Körperspannung und äußerem Ausdruck wahrnehmen und einordnen. | U10 Täterrolle/Opferrolle; U12 Flüchtiger und intensiver Blick; U16 Kampfeshaltung | U16 zusätzlich F2 | Komplementäre Familie: U12 macht unterschiedliche Blickformen und Wahrnehmungsunterschiede sichtbar; U10 verbindet mehrere nonverbale Merkmale zu zugespitzter Außenwirkung und gemeinsamem Plenumsvergleich; U16 vermittelt den stabilen Stand. | Keine zwingende Progressionskette. U12 und U10 sind eigenständige Wahrnehmungsbausteine. U16 gehört funktional stärker zu F2 und kann unabhängig eingesetzt werden. | Keine Redundanz: U12 = Blickwahrnehmung; U10 = zusammengesetzte Rollen- und Außenwirkung mit Plenumslernen; U16 = stabiler Stand. | Familienreview abgeschlossen | Phase B: Priorisierung von U10 im Frauenkurs | Kein offener Auditpunkt. In Phase B ist nur zu entscheiden, ob der Lernwert von U10 im begrenzten Zeitbudget ausreichend hoch priorisiert wird. | F1 bleibt als komplementäre Familie tragfähig. U12, U10 und U16 bleiben eigenständig; U16 ist zugleich und stärker F2 zugeordnet. |
| F2 | Abstand, Bewegungsraum und Grenzhandlung | Persönliche Distanz wahrnehmen, räumliche Grenze anzeigen, Bewegungsfreiheit erhalten und Grenzhandlung steigern. | U11 Guter und schlechter Abstand; U07 Bedrängnis; U18 STOP!; U16 Kampfeshaltung | U07 zusätzlich F6; U16 zusätzlich F1 | Zusammenhängende Familie mit klar getrennten Lernkernen: U11 nimmt persönliche Distanz und Signalwirkung wahr; U16 vermittelt den stabilen Stand; U18 trainiert deutlichen Grenzausdruck; U07 macht räumliche Bedrängnis erfahrbar. | Besonders plausible direkte Lernverbindung: U11 → U18. U16 kann davor, dazwischen oder als kurze Reaktivierung den stabilen Stand sichern. U07 bleibt eine eigenständige Brücken- und Wahrnehmungsübung. | Keine Redundanz: U11 = Distanzwahrnehmung; U16 = stabiler Stand; U18 = aktive Grenzhandlung; U07 = Nähe, Wegsteuerung und Bewegungsbegrenzung. | Familienreview abgeschlossen | Einheitenzuordnung in Phase B | Keine offene Strukturfrage. | F2 ist tragfähig. U11 und U18 können im Kurs unmittelbar verbunden werden, ohne ihre Lernkerne zu vermischen. U16 unterstützt den stabilen Stand; U07 wird je nach Kursdramaturgie separat oder im Zusammenhang mit F6 genutzt. |
| F3 | Wahrnehmung, Risikoeinordnung und frühe Entscheidung | Aufmerksamkeit öffnen, Situationen differenziert einordnen und mehrere frühe Handlungsoptionen entwickeln. | U13 Gewaltthermometer; U14 Risikobilder, Realitätsabgleich und Handlungsoptionen; U15 Aufmerksamkeitsfenster | Komplementäre Grundlagenfamilie: U13 macht subjektive Gewaltbewertungen, Perspektiven und gemeinsame Fixpunkte sichtbar; U15 macht Aufmerksamkeitsbindung erfahrbar; U14 verbindet Risikobilder, Realitätsabgleich und frühe Handlungsoptionen. | Keine starre Reihenfolge. Plausibel ist U13 als Perspektiv- und Einordnungsgrundlage, U15 als Aufmerksamkeitserfahrung und U14 als Verbindung von Lageeinordnung und Optionsbildung. U13 und U15 können getauscht werden. | Keine Redundanz: U13 = Empathie, Perspektivnachvollzug und Fixpunkte; U15 = Aufmerksamkeitsbindung und Übersehen; U14 = Realitätsabgleich, Risikofaktoren und Optionsbildung. | Familienreview abgeschlossen | U14/U15: Materialrevision und Pilotierung | Die Familienlogik ist abgeschlossen; offen sind nur die praktische Reife von U14 und U15 sowie die Materialprobe von U13. | F3 ist als komplementäre Familie tragfähig. Handlungsoptionen sind nur Kern von U14; U13 und U15 bleiben Wahrnehmungs- beziehungsweise Reflexionsübungen. | |
| F4 | Sexualisierte Grenzüberschreitungen in unterschiedlichen Kontexten | Schrittweise Grenzüberschreitungen erkennen und Handlungsoptionen unter unterschiedlichen Macht-, Raum- und Abhängigkeitsbedingungen prüfen. | U01 unterwegs; U02 Arbeitsplatz; U03 Wohnungssuche | Gemeinsamer Kern: Reaktion der betroffenen Frau sichtbar machen, ihre Wirkung analysieren, erschwerende Faktoren verstehen und weitere Handlungsoptionen entwickeln. Die Übungen übertragen diesen Kern auf drei qualitativ unterschiedliche Kontexte. | Keine lineare Schwierigkeitsskala. Sinnvolle Kontextfolge: U01 öffentlicher Raum/Fremdkontakt → U02 Arbeitsplatz/fortbestehende Beziehung und Institution → U03 privater Innenraum/Abhängigkeit und Ausstieg. Die Reihenfolge kann kursdidaktisch variieren. | Keine Redundanz: U01 fokussiert Öffentlichkeit, Fremdkontakt, Höflichkeitshemmnis und Überzahl; U02 Hierarchie, Kollegialität, Wiederholungsrisiko und Nachsorge; U03 wirtschaftlichen Zielkonflikt, Raumkontrolle und sicheren Ausstieg. | Familienreview abgeschlossen | Review abgeschlossen am 23.06.2026 | Alle drei Übungen sind erprobt und fachlich tragfähig. Handlungsanalyse wurde in den überarbeiteten Beschreibungen ausdrücklich ergänzt. | F4 ist als Kontext- und Transferfamilie tragfähig. U01, U02 und U03 bleiben eigenständig; keine Zusammenlegung und keine starre Pflichtreihenfolge. | |
| F5 | Häuslicher Nahraum und drohende Gewalt | Eskalation, Kontrolle, Drohung und Grenzen von Deeskalation im privaten Nahraum erfahrbar machen. | U04 Streit Privat 1; U05 Streit Privat 2 | Gemeinsamer Kern: Die Reaktion der Frau in einer eskalierenden häuslichen Lage sichtbar machen, ihre Wirkung analysieren und den Wechsel von Konfliktklärung zu Eigenschutz verstehen. Deeskalation wird als situationsabhängige Sicherheitsoption, nicht als Pflicht behandelt. | Keine starre Progression. U04 eignet sich eher zur Analyse von Eifersucht, Beziehungsgeschichte und gegenseitiger Kommunikationswirkung; U05 fokussiert Alkohol, Unberechenbarkeit, Themenspringen und das Ende sachlicher Konfliktbearbeitung. Werden beide genutzt, ist U04 vor U05 plausibel, aber nicht zwingend. | Keine Redundanz: U04 = Eifersucht, Kränkung, Kontrolle und Verantwortungsfalle; U05 = Alkohol, Frustration, Mehrfachvorwürfe, Dominanz und Unberechenbarkeit. Gemeinsam sind nur der häusliche Kontext, der Dreistufenaufbau und der Zielwechsel zu Eigenschutz. | Familienreview abgeschlossen | Review abgeschlossen am 24.06.2026 | Beide Übungen sind erprobt und fachlich tragfähig. Die vorgesehenen Handlungsanalysen und Verantwortungsabgrenzungen sind in den aktuellen Fassungen enthalten. | F5 ist als komplementäre Kontextfamilie tragfähig. U04 und U05 bleiben eigenständig; keine Zusammenlegung. Bei engem Zeitbudget kann je nach Lernziel eine der beiden Übungen ausgewählt werden. | |
| F6 | Verbale und räumliche Bedrängnis | Handlungsspielraum unter wiederholter Abwertung, Gruppendruck, Nähe und Bewegungsbegrenzung wahrnehmen. | U06 Bedrängnis zuhause/am Arbeitsplatz; U07 Bedrängnis | U07 zusätzlich F2 | Gemeinsamer Kern: Bedrängnis über Körper- und Raumwirkung wahrnehmen, deren Einfluss auf Handlungsfähigkeit verstehen und mögliche Grenz-, Raum- und Unterstützungsoptionen reflektieren. U06 ergänzt Sprache, Gruppendruck und Kontext; U07 isoliert die räumlich-nonverbale Wirkung. | Plausible, aber nicht zwingende Lernlogik: U07 als reduzierte räumliche Grundlagen- und Diagnoseübung → U06 als komplexere Mehrpersonen- und Kontextübung mit verbaler Abwertung. U06 kann bei entsprechend vorbereiteter Gruppe auch eigenständig eingesetzt werden. | Keine Redundanz: U07 = Nähe, Bewegungsbegrenzung und nonverbaler Raumdruck; U06 = wiederholte verbale Abwertung, Gruppeneffekt, Perspektivvergleich sowie häuslicher und beruflicher Kontext. Die Mehrfachzuordnung von U07 zu F2 und F6 bleibt fachlich sinnvoll. | Familienreview abgeschlossen | Review abgeschlossen am 24.06.2026 | U06 ist erprobt und ohne Anpassung tragfähig. U07 bleibt mit den bereits dokumentierten Sicherheits- und Steuerungsanpassungen tragfähig. | F6 ist als komplementäre Übungsfamilie tragfähig. U06 und U07 bleiben eigenständig; keine Zusammenlegung. U07 kann als reduzierte Vorstufe oder Diagnose genutzt werden, ist aber keine zwingende Voraussetzung. |
| F7 | Drittintervention und Opferhilfe | Als Drittperson Gefahr einschätzen, Öffentlichkeit und Hilfe organisieren und unter Eigenschutz intervenieren. | U08 Gewalt am Boden; U09 Streitgespräch auf der Straße; U17 Streit in der Bar | Gemeinsamer Kern: Als Drittperson eine unklare oder gefährliche Lage einschätzen, eine Intervention nach Schutzwirkung und Eigenrisiko wählen, Öffentlichkeit und Hilfe aktivieren und die Wirkung anschließend reflektieren. | Keine starre Pflichtreihenfolge. Plausible Lernlogik: U17 führt gestufte Interventionsschwellen und Arbeitsteilung zweier Helfender ein; U09 verdichtet die Entscheidung auf eine einzelne helfende Person bei unmittelbar drohender öffentlicher Gewalt; U08 behandelt bereits laufende schwere Gewalt mit der höchsten Eigengefährdung. Je nach Kursziel können U09 und U17 getauscht werden. | Keine Redundanz: U17 = drei Stufen, zwei Helfende, Teamkoordination, Barpersonal und halböffentlicher Raum; U09 = eine helfende Person, einzelne hoch eskalierte Straßenszene und unklare Vorgeschichte; U08 = bereits laufende Gewalt am Boden, Opferhilfe und sichere Alternativenerprobung. | Familienreview abgeschlossen | Review abgeschlossen am 24.06.2026 | Alle drei Übungen sind erprobt und fachlich tragfähig. U17 besitzt durch gestufte Interventionsschwellen und die Koordination zweier Helfender einen klar eigenständigen Lernbeitrag. | F7 ist als komplementäre Drittinterventionsfamilie tragfähig. U08, U09 und U17 bleiben eigenständig; keine Zusammenlegung. Die Übungswahl richtet sich nach Lernziel, Gruppe und vertretbarer Intensität. |