Gewaltschutzkurs-Frauen/docs/02_aktuelle_planung/einheiten/E04.md

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title: "Einheit 4 - vollständiger aktueller Planungsstand"
source_workbook: "Phase_B_10_Einheiten_E4_ausgewogen_abgeleitet_v2_1.xlsx"
source_sheet: "E4"
migration_mode: "vollständiger Zellinhalt"
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# Einheit 4 - vollständiger aktueller Planungsstand
Quelle: `sources/raw/Phase_B_10_Einheiten_E4_ausgewogen_abgeleitet_v2_1.xlsx` - Blatt `E4`.
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## E4 Öffentlichkeit, Hilfe und körperlichen Zugriff unterbrechen
| Leitfrage | Wie übertrage ich die Fähigkeiten aus E3 auf eine öffentliche Situation, aktiviere konkrete Hilfe und wechsle bei körperlichem Zugriff zu Schutz, Kontaktunterbrechung und Ausstieg? |
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| Lernbewegung | E3-Erkenntnisse aktivieren → sexualisierte Grenzüberschreitung unterwegs bearbeiten → Öffentlichkeit und Hilfe praktisch nutzen → Griffansatz beziehungsweise unerwünschten Kontakt unterbrechen → bekannte Griffprinzipien unter moderatem Zug anwenden → vollständigen Ausstieg verbinden |
| Belastung | moderat; sexualisierter öffentlicher Kontext transparent und wählbar, körperlicher Teil kooperativ bis moderat |
| SV-Zeit ca. | 50 Minuten Technikaufbau/Vertiefung plus 20 Minuten integrierte Anwendung |
| Status | E4 v2.1: ausgewogene Ableitung aus Kompetenzmatrix und ursprünglicher Architektur. Kontexttransfer, Hilfe/Drittintervention und körperlicher Strategiewechsel sind gleichwertige Lernstränge; kein zweiter Grundlagenblock zu sexualisierter Gewalt. |
| Zeit | Dauer | Baustein / Übung | Funktion | Lernschleife / Anschluss | Status | Hinweis / Grenze | Prüfstatus | Eigene Anmerkung |
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| 00:0000:10 | 10 | Rückbezug auf E3 und transparenter Sicherheitsrahmen | Die in E3 erarbeiteten Grundlagen aktivieren und den neuen Transfer in Öffentlichkeit, Hilfe und körperlichen Zielwechsel öffnen. | E3-Kernbotschaften → heutige Leitfrage → Rollen-, Kontakt- und Wahlregeln. | Rahmen | Keine erneute allgemeine Einführung in sexualisierte Gewalt. Beobachterrolle, Stopprecht und kontaktfreie Alternative bleiben gleichwertig. | | |
| 00:1000:45 | 35 | Rollentraining: Sexuelle Belästigung unterwegs | Die bekannten verbalen Werkzeuge aus E2/E3 auf Fremdkontakt, Öffentlichkeit, Höflichkeitshemmnis und zunehmende Nähe übertragen. | Prebriefing → ausgewählte Situation(en) → unmittelbare Rollenreflexion. | Bestandsübung U01 / Kontexttransfer | Nicht alle drei Stufen automatisch vollständig spielen. Körperkontakt nur angekündigt und vereinbart; Situation 3 mit Überzahl nur bei passender Gruppe und klarer Begrenzung. | einsatzfähig; Auswahl und Zeitpilot offen | |
| 00:4501:00 | 15 | Fokussierte Auswertung und kurze Wiedererprobung | Einen entscheidenden Moment auswählen und eine veränderte Handlung mit Öffentlichkeit, Ortswechsel oder Hilfe erneut erproben. | Wahrnehmung → Hemmnis → Ziel → eine Veränderung → kurzer zweiter Durchgang. | Vertiefung | Kein Sammeln aller denkbaren Tipps. Keine Bewertung automatischer Stressreaktionen; ein realer Engpass genügt. | Pilot offen | |
| 01:0001:25 | 25 | Hilfe und Öffentlichkeit konkret aktivieren | Eine konkrete Person aus der Zuschauerrolle holen, eindeutig adressieren und einen einfachen Auftrag geben. | Person auswählen → Blick/Ansprache → Auftrag → Rückmeldung beziehungsweise Begleitung. | Fertigkeitsdrill Hilfe / SB6SB7 | Direkte, indirekte und delegierte Hilfe sind gleichwertig. Noch kein vollständiger Notruf- und Übergabedrill; Eigenschutz bleibt verbindlich. | Grundform zu entwickeln und zu pilotieren | |
| 01:2501:35 | 10 | Pause | Entlastung und Übergang vom sozialen Anwendungsteil zum körperlichen Lernfenster. | Unterbrechung. | Pause | Nach der Pause kurzer körperlicher Check-in und erneute Kontaktfreigabe. | | |
| 01:3502:00 | 25 | Körperliche Grundlage: Griffansatz vermeiden und unerwünschten Kontakt unterbrechen | Arme verfügbar halten, eine angekündigte Zugriffslinie verlassen und definierten Kontakt an Arm oder Schulter körperlich lösen. | Schwimmbewegung/Innenposition → Schritt/Winkel → Kontaktlösung → Bewegungsweg. | Neuer SV-/Kontaktbaustein | Kein intimer Kontakt, kein Handfang, keine freie Angriffskombination. Bewegungsrichtung praktisch validieren; kein absolutes Vorwärtsgebot. | Technikvalidierung offen | |
| 02:0002:25 | 25 | Bekannte Griffprinzipien unter moderatem Zug vertiefen | Die in E1/E2 erlernten Griffbefreiungen bei genau einem zusätzlichen Druckparameter anwenden und Kraftkampf vermeiden. | Bekannte Grundform aktivieren → moderater Zug beim Weggehen → lösen → Winkel/Distanz. | SV-Vertiefung | Keine weitere neue Griffvariante als Pflicht. Nur Zug beziehungsweise Griffkraft verändern; nicht gleichzeitig Tempo, Überraschung und Gegenwehr erhöhen. | Praxis- und Zeitpilot offen | |
| 02:2502:45 | 20 | Integrierte Anwendung: Grenze/Abbruch → Zugriff → Ausstieg → Hilfe | Verbale, räumliche und körperliche Optionen in einer begrenzten Handlungskette verbinden und Hilfe tatsächlich auslösen. | Abbruch → Weggehen → definierter Griffansatz, Kontakt oder bekannter Griff → unterbrechen/lösen → Distanz → konkrete Person adressieren. | Begrenzte Integrationsübung | Kein freies Eskalationsrollenspiel. Die Gegenrolle nutzt nur ein vorher vereinbartes Muster; neutraler Kontext bleibt möglich. | zu entwickeln und zu pilotieren | |
| 02:4503:00 | 15 | Auswertung, Nachsorge-Minimum und Brücke zu E5 | Kernfortschritt sichern: Öffentlichkeit und Hilfe nutzen, körperlichen Zielwechsel vollziehen und nach einem Vorfall Sicherheit herstellen. | Wirkung → Unterstützungsweg → persönlicher Anker → Vorschau auf Enge/Wand. | Transfer | Keine Rechts- oder Nachsorgevorlesung. E5 übernimmt die neue Lage Enge/Wand; E4 schafft dafür nur die Griff-, Raum- und Hilfegrundlage. | | |
| Summe | 180 | E4 v2.1: 60 Min. Rollenspiel/Auswertung, 25 Min. Hilfe und Öffentlichkeit, 10 Min. Pause, 50 Min. körperlicher Aufbau/Vertiefung, 20 Min. integrierte Anwendung, 15 Min. Abschluss. Die Einheit ist nicht primär SV-orientiert. |
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| E4 Lehrpfad und Kompetenzfortschritt | | | | | | | | |
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| Stufe | Lernmodus | Ausgangskompetenz | Neue Kompetenz / Erfahrung | Nicht behaupten | Anschluss | Beobachtbarer Nachweis | Risiko | Anti-Drift-Regel |
| Unterwegs-Kontext | Rollentraining / Anwendung | E3: Grundlagen sexualisierte Gewalt; Arbeitsplatz; E2-Werkzeuge | Grenze, Abbruch, Ortswechsel und Hilfe in öffentlichem Fremdkontakt auswählen | Keine lineare Steigerung vom Arbeitsplatz zur schweren Gewalt | Hilfe/Öffentlichkeit | Teilnehmerinnen können mindestens zwei legitime Ziele und reale Ressourcen benennen | Szenarienkonsum ohne Lernschleife | Ein Hauptengpass und ein kurzer zweiter Durchgang |
| Adressierte Hilfe | Fertigkeitsdrill | Hilfe ist legitim und institutionelle Wege sind bekannt | Konkrete Person aus der Zuschauerrolle holen und einen einfachen Auftrag geben | Noch keine vollständige Notruf-/Übergabekompetenz | Körperlicher Zielwechsel | Ansprache enthält Personbezug und klaren Auftrag | Hilfe bleibt abstrakt | Wiederholbare Kurzsequenzen mit Rollenwechsel |
| Griffansatz/Kontakt | Motorischer Grundaufbau | Stand, Distanz, offene Hände und Ausstieg | Zugriffslinie verlassen und definierten Kontakt unterbrechen | Keine Universaltechnik und keine intime Kontaktübung | Griffvertiefung | Arme bleiben verfügbar und Bewegungsweg entsteht | Zu viele Techniken | Nur Schwimm-/Kontaktprinzip als neuer Baustein |
| Bekannter Griff unter Zug | Variationslernen | E1/E2-Griffgrundformen | Bei moderatem Zug Wirkung prüfen und ohne Kraftkampf lösen | Keine neue Griffsammlung und kein Belastungstest | Integrationskette | Teilnehmerin löst oder stoppt und orientiert neu | Tempo, Kraft und Überraschung gleichzeitig | Nur ein zusätzlicher Druckparameter |
| Integrierte Handlungskette | Begrenzte Anwendung | Abbruch, Ausstieg, Hilfe und körperliche Grundformen | Je nach Lage verbal, räumlich oder körperlich wechseln und Hilfe tatsächlich auslösen | Keine freie Aggressorinnenrolle | E5 Enge/Wand | Kette endet mit Distanz, sicherem Bereich und adressierter Hilfe | Technik endet am Griff | Endpunkt ist Sicherheit, nicht Konter |