--- title: "Kanshō – Reflection Intelligence" status: "Arbeitsstand" date: "2026-08-18" product_family: "Jinkendo" document_role: "Fachkapitel / Reflection Frontiers / Hypothesen / Kausalität" parent_document: "fachliche_zielarchitektur.md" --- # Kanshō – Reflection Intelligence Dieses Dokument ist das kanonische Home für offene Bedeutungs- und Zusammenhangsketten, Reflection Frontiers sowie die Trennung von Beobachtung, Interpretation, Hypothese und Kausalitätsbehauptung. ## 12. Offene Enden und unvollständige Zusammenhänge in mindnet In mindnet existieren bereits offene Enden, für die noch keine erschöpfende Kausal- oder Bedeutungskette aufgebaut wurde. Diese Eigenschaft kann für Kanshō besonders wertvoll sein. Arbeitstitel für solche offenen Stellen: ### Reflection Frontiers Reflection Frontiers sind Themen, Beziehungen oder Erfahrungen, die noch nicht vollständig verstanden oder eingeordnet sind. Beispiele: - Ein Ereignis und eine Reaktion stehen nebeneinander, aber die Bedeutung ist unklar. - Ein Wert scheint mit einer späteren Entscheidung in Spannung zu stehen. - Mehrere Erlebnisse ähneln sich, ohne dass ein belastbares Muster bestätigt ist. - Eine frühere Reflexion wurde nicht abgeschlossen. - Eine Annahme über sich selbst ist noch nicht geprüft. Kanshō kann solche Stellen bei passendem Kontext erneut anbieten. --- ## 13. Vorsicht bei Kausalität und psychologischer Interpretation Kanshō darf keine ungesicherten Kausalzusammenhänge als Tatsachen darstellen. Zu unterscheiden sind mindestens: - beobachtete Tatsache, - eigene Aussage des Nutzers, - bestätigte Erkenntnis, - Interpretation, - Hypothese, - vermuteter Zusammenhang, - offene Frage. Beispielsweise sollte die App nicht vorschnell speichern: `A verursacht B` sondern gegebenenfalls: - `A trat gemeinsam mit B auf` - `A könnte mit B zusammenhängen` - `B erinnert an A` - `A steht möglicherweise in Spannung zu B` - `Hypothese: A beeinflusst B` - `Zusammenhang ungeklärt` Dies ist eine zentrale Qualitäts- und Vertrauensanforderung. ---