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ed90291838
commit
61b23126e4
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@ -349,6 +349,148 @@ Dabei wurden keine bewussten fachlichen Entscheidungen verworfen. Es wurden jedo
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Dieser Checkpoint dokumentiert den Abgleich mit dem bis zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Konzeptdialog. Spätere Erkenntnisse können bestehende Punkte konkretisieren oder bewusst ändern, sollen diese Änderungen jedoch nachvollziehbar dokumentieren.
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Dieser Checkpoint dokumentiert den Abgleich mit dem bis zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Konzeptdialog. Spätere Erkenntnisse können bestehende Punkte konkretisieren oder bewusst ändern, sollen diese Änderungen jedoch nachvollziehbar dokumentieren.
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## 2.11 Konsistenzregel für Resurfacing und Saturation
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Aus dem Nutzungsszenario „Tagesreflexion“ wurden zwei querschnittliche Konzepte abgeleitet, die für die gesamte fachliche und spätere technische Architektur verbindlich berücksichtigt werden müssen.
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### Thread Resurfacing
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Beschreibt, **wann ein früherer oder offener Thread wieder aktiv relevant wird**.
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Relevanz kann insbesondere entstehen durch:
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- explizite Nutzeranfrage,
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- gesetzte Wiedervorlage,
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- zeitlichen oder örtlichen Kontext,
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- neues Ereignis im gleichen Kontext,
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- semantische Reaktivierung,
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- aktuellen Bezug zu einem Reflection Space.
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Grundprinzip:
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> **Langfristig gespeichert bedeutet nicht automatisch aktuell relevant.**
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Memory und Current Relevance sind getrennte Konzepte.
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### Reflection Saturation
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Beschreibt, **wann eine Reflexion für die aktuelle Sitzung wahrscheinlich ausreichend tief beziehungsweise weit bearbeitet ist**.
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Mögliche fachliche Signale sind:
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- Reflection Intent,
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- Nutzerwunsch,
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- individuelle typische Dialogtiefe,
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- Abdeckung aktiver Themen,
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- sinkender zusätzlicher Erkenntnisgewinn,
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- offene Randthemen,
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- Gesprächssignale.
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Grundprinzip:
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> **Kanshō darf Abschlussreife erkennen und anbieten, aber der Nutzer entscheidet über Weiterführen, Vertiefung, Wiedervorlage oder Abschluss.**
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### Architekturweite Konsistenz
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Diese beiden Konzepte müssen in späteren Kapiteln konsistent berücksichtigt werden, insbesondere in:
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- `dialogue_model.md`
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- `threads_and_branching.md`
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- `thread_memory.md`
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- `episodic_memory.md`
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- `context_builder.md`
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- `context_drift_and_regrounding.md`
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- `reflection_space_model.md`
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- `agent_roles.md`
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- `retrieval_strategy.md`
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- `memory_write_policy.md`
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- `conversation_ui.md`
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- `notifications_and_background_behaviour.md`
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- `kairo_integration.md`
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- `admin_developer_view.md`
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Keines dieser Kapitel soll eine eigene Logik einführen, die dem Grundmodell von Resurfacing oder Saturation widerspricht.
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### Konsistenzprüfung
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Bei der späteren Ausarbeitung der genannten Kapitel ist jeweils explizit zu prüfen:
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1. Wie wirkt die jeweilige Architekturentscheidung auf Thread Resurfacing?
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2. Wie wirkt sie auf Reflection Saturation?
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3. Bleibt die Trennung zwischen Memory und aktueller Relevanz erhalten?
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4. Bleibt die explizite Nutzerintention höher priorisiert als automatische KI-Vorschläge?
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5. Bleibt der Nutzer Herr über Vertiefung, Wiedervorlage und Abschluss?
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6. Ist die Entscheidung mit Re-Grounding, Provenance und Reflection Spaces konsistent?
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Diese Fragen werden Teil des architecture-wide Capability- und Drift-Checks.
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## 2.12 Zeitgebundene Innenperspektive und Digital-Twin-Layer
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Die Persistenz der vollständigen Kanshō-Dialoge wird als eigenständige Quelle des persönlichen digitalen Zwillings betrachtet.
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Kanshō ergänzt mindnet um eine **Lived Experience / Inner-State Layer**.
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Diese Ebene soll zeitgebunden rekonstruierbar machen:
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- geäußerte Gedanken,
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- beschriebene Gefühle,
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- Zweifel,
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- Ambivalenzen,
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- Bewertungsprozesse,
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- alternative Überlegungen,
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- offene Fragen,
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- Entwicklung einer Haltung innerhalb und zwischen Dialogen.
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### Architektur-Invarianten
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1. **Originalquelle bleibt erhalten**
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Rohdialog beziehungsweise verlässliche Originalrepräsentation darf nicht durch Summaries oder extrahierte Memories ersetzt werden.
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2. **Abgeleitete Schichten bleiben als solche gekennzeichnet**
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Emotionseinordnung, Hypothese, Pattern, Memory, Knowledge Delta oder Self-Model-Aussage sind Ableitungen mit Provenance.
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3. **Zeitbezug ist wesentlich**
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Aussagen müssen im späteren Memory-/Datenmodell zeitlich einordenbar sein.
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4. **Frühere Zustände werden nicht überschrieben**
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Eine heutige Sicht ersetzt nicht automatisch die frühere Innenperspektive.
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5. **Widerspruch ist zulässige Information**
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Unterschiedliche Sichtweisen zu verschiedenen Zeitpunkten dürfen nebeneinander bestehen.
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6. **Keine objektive Psychologisierung**
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Aus Dialogen wird die geäußerte Innenperspektive modelliert, nicht ein behaupteter „wahrer“ psychischer Zustand.
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7. **Re-Grounding muss bis zu dieser Quellenebene reichen können**
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Langfristige Ableitungen müssen bei Bedarf gegen die ursprünglichen Dialoge geprüft werden können.
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### Architekturweite Auswirkungen
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Dieses Prinzip muss später insbesondere berücksichtigt werden in:
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- `dialogue_data_model.md`
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- `memory_architecture.md`
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- `episodic_memory.md`
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- `self_model.md`
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- `temporal_memory.md`
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- `conflicts_forgetting_and_correction.md`
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- `context_builder.md`
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- `context_drift_and_regrounding.md`
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- `mindnet_integration.md`
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- `obsidian_integration.md`
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- `memory_write_policy.md`
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- `versioning_and_provenance.md`
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- `retention_and_deletion.md`
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- `privacy_principles.md`
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- `sensitive_personal_data.md`
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- `memory_transparency.md`
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Bei diesen Kapiteln ist jeweils zu prüfen, ob die Point-in-Time-Rekonstruktion der ursprünglichen Innenperspektive erhalten bleibt.
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# 3. Vorgeschlagene Repository-Struktur
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# 3. Vorgeschlagene Repository-Struktur
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@ -1450,7 +1592,7 @@ Technische Kapitel erhalten zusätzlich:
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| Produktidentität | weitgehend entschieden |
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| Produktidentität | weitgehend entschieden |
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| Produktgrenzen zu Jinkendo | weitgehend entschieden |
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| Produktgrenzen zu Jinkendo | weitgehend entschieden |
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| Reflection Spaces | fachliche Baseline zunächst ausreichend geklärt; spätere Konkretisierung aus Dialog-, UX- und Memory-Kapiteln ausdrücklich vorgesehen |
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| Reflection Spaces | fachliche Baseline zunächst ausreichend geklärt; spätere Konkretisierung aus Dialog-, UX- und Memory-Kapiteln ausdrücklich vorgesehen |
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| Dialogmodell | erste Leitplanken vorhanden |
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| Dialogmodell | Nutzungstypologie festgelegt; konkretes Verhalten je Nutzungssituation als nächster Schritt |
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| Threads | Grundidee vorhanden |
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| Threads | Grundidee vorhanden |
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| Memory Architecture | erstes Schichtenmodell vorhanden |
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| Memory Architecture | erstes Schichtenmodell vorhanden |
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| mindnet-Rolle | Grundrichtung vorhanden |
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| mindnet-Rolle | Grundrichtung vorhanden |
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@ -1473,30 +1615,46 @@ Technische Kapitel erhalten zusätzlich:
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# 9. Nächster Interviewblock
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# 9. Nächster Interviewblock
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Der Reflection-Space-Block ist für den aktuellen Konzeptstand **vorläufig ausreichend geklärt**.
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Die Typologie der **typischen Nutzungssituationen** ist als vorläufig vollständige fachliche Baseline festgelegt.
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Die dort getroffenen Entscheidungen sind keine endgültige Detailausarbeitung. Insbesondere sichtbare Inhalte, Granularität und Interaktionsdetails dürfen in späteren Dialog-, UX- und Memory-Kapiteln konkretisiert werden, ohne die bisherige fachliche Baseline stillschweigend zu ersetzen.
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Identifiziert wurden elf grundlegende Situationen:
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## Als Nächstes: typische Nutzungssituationen
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1. Erleben festhalten
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2. Tagesreflexion
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3. Spontaner Gedanke / Moment
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4. Früheren Faden fortsetzen
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5. Tiefe Reflexion / biografische Frage
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6. Entscheidung / Orientierung
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7. Inspiration / Vision / Kreativität
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8. Achtsamkeit / Meditation / Check-in
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9. Rückblick und persönliche Entwicklung
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10. Geplante Reflexionszeit / Ritual
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11. Wiederfinden und Revue passieren
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Ziel des nächsten Interviewblocks ist zu klären:
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Zusätzlich ist entschieden:
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> In welchen konkreten Situationen nutzt ein Mensch Kanshō, mit welcher Absicht kommt er in die Anwendung und welches Verhalten erwartet er jeweils von der KI?
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- Nachschlagen, Revue passieren und Entwicklungsrückblick sind unterschiedliche Intents.
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- Reflexionsanlässe können auch aus anderen Jinkendo-Komponenten kommen.
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- Beispiel: Kairo plant das Ritual, Kanshō führt die Reflexion.
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- Die Typologie ist erweiterbar, falls spätere Szenarien eine wirklich neue Nutzungssituation erkennen lassen.
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Dabei sollen insbesondere unterschiedliche Situationen betrachtet werden, zum Beispiel:
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## Als Nächstes: gewünschtes Dialogverhalten je Nutzungssituation
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- tägliche Reflexion,
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Für jede Nutzungssituation werden nun zwei Fragen beantwortet:
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- einen Urlaubstag oder ein Erlebnis autobiografisch festhalten,
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- einen spontanen Gedanken erfassen,
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- an einen früheren Dialog anknüpfen,
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- eine offene Frage beantworten,
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- tiefe persönliche Reflexion,
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- Beruf und Entscheidungen,
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- Vergangenheitsbewältigung,
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- Ziele und Visionen,
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- Inspiration und Kreativität,
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- allgemeines Befinden,
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- Achtsamkeit,
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- Meditation.
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Dieser Block dient als Grundlage dafür, die spätere Dialogmethodik nicht abstrakt, sondern anhand realer Nutzungssituationen zu entwickeln.
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1. **Wie soll Kanshō sich in dieser Situation konkret verhalten?**
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2. **Was soll Kanshō in dieser Situation ausdrücklich nicht tun?**
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Die Bearbeitung erfolgt szenariobasiert und beginnt mit:
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# **1. Erleben festhalten**
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Dabei soll insbesondere geklärt werden:
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- Wie aktiv darf Kanshō nachfragen?
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- Wann soll es nur zuhören?
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- Welche Verständnisfragen sind sinnvoll?
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- Wann entsteht daraus ein Tagebucheintrag?
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- Soll während des Erzählens bereits reflektiert werden oder erst später?
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- Wie werden spontane Nebenfäden behandelt?
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- Wie stark darf Kanshō sprachlich strukturieren, ohne die Authentizität des Erlebten zu verändern?
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@ -689,6 +689,80 @@ Wenn sich die bisherige Einordnung ändert, sollte nachvollziehbar bleiben:
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Die konkrete Berechnung eines Drift- oder Fidelity-Werts wird erst in der technischen Architektur spezifiziert.
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Die konkrete Berechnung eines Drift- oder Fidelity-Werts wird erst in der technischen Architektur spezifiziert.
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## 8.9 Vorläufige Nutzungstypologie
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Für Kanshō wurde eine vorläufig vollständige Typologie typischer Nutzungssituationen festgelegt.
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Diese Situationen beschreiben **nicht den Lebensbereich**, sondern den unmittelbaren Anlass beziehungsweise die Absicht, mit der ein Nutzer Kanshō öffnet oder durch einen externen Trigger in eine Reflexion geführt wird.
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Die bisher identifizierten Nutzungssituationen sind:
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1. **Erleben festhalten**
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Ein Ereignis, einen Tag oder eine konkrete Erfahrung autobiografisch erfassen.
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2. **Tagesreflexion**
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Den vergangenen Tag strukturiert, aber dialogisch reflektieren.
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3. **Spontaner Gedanke / Moment**
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Einen Einfall, ein Gefühl, eine Beobachtung oder einen kurzen Gedanken mit möglichst geringer Einstiegshürde festhalten.
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4. **Früheren Faden fortsetzen**
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An einen bestehenden Dialog, eine offene Frage oder einen früheren Denkfaden anknüpfen.
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5. **Tiefe Reflexion / biografische Frage**
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Ein persönliches Thema, ein wiederkehrendes Muster oder eine biografische Frage tiefer explorieren.
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6. **Entscheidung / Orientierung**
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Eine Situation, Entscheidung oder Unsicherheit einordnen und unterschiedliche Perspektiven prüfen.
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7. **Inspiration / Vision / Kreativität**
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Ideen entwickeln, Zukunftsbilder erkunden, kreative Zusammenhänge herstellen oder Inspiration vertiefen.
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8. **Achtsamkeit / Meditation / Check-in**
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Den gegenwärtigen Zustand wahrnehmen, bewusst innehalten oder eine geführte Achtsamkeits- beziehungsweise Meditationssequenz durchführen.
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9. **Rückblick und persönliche Entwicklung**
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Veränderungen über längere Zeiträume betrachten, frühere und heutige Perspektiven vergleichen und Entwicklung nachvollziehen.
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10. **Geplante Reflexionszeit / Ritual**
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Eine bewusst eingeplante Reflexionszeit durchführen, beispielsweise „Zeit mit dir selbst“, Wochenreflexion oder ein anderes Ritual. Der Auslöser kann unter anderem aus Kairo kommen.
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11. **Wiederfinden und Revue passieren**
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Frühere Erlebnisse, Aussagen oder Eindrücke erneut aufrufen und entweder gezielt nachschlagen oder eine frühere Lebensphase beziehungsweise Erfahrung erneut bewusst durchgehen.
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### Unterschied zwischen Rückblick, Nachschlagen und Revue passieren
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Diese drei Anwendungsabsichten sind fachlich zu unterscheiden:
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- **Nachschlagen:** „Was war damals?“
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Ziel ist präzises Wiederfinden mit möglichst hoher Quellenorientierung und geringer Interpretation.
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- **Revue passieren:** „Wie war diese Zeit für mich?“
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Ziel ist ein kuratierter, zusammenhängender Rückblick auf Erlebnisse, Eindrücke, Tagebucheinträge und relevante Erinnerungen.
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- **Entwicklungsrückblick:** „Was hat sich seit damals verändert?“
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Ziel ist die Betrachtung persönlicher Entwicklung über Zeit.
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Diese Unterschiede können intern als unterschiedliche Reflection Intents behandelt werden, ohne zwangsläufig drei getrennte sichtbare Funktionen zu erzeugen.
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### Externe Trigger
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Nicht jede Kanshō-Interaktion muss ausschließlich durch einen spontanen manuellen Einstieg des Nutzers beginnen.
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Andere Jinkendo-Komponenten dürfen perspektivisch einen Reflexionsanlass auslösen oder anbieten.
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Beispiel:
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- Kairo plant ein Ritual oder eine bewusste Reflexionszeit.
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- Kanshō übernimmt anschließend Inhalt, Dialog und Reflexionsführung.
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Damit bleibt die Produktgrenze erhalten:
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> **Kairo plant den Anlass. Kanshō führt die Reflexion.**
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Ein umfassendes technisches Trigger-System wird daraus zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeleitet.
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# 9. Dialogfäden
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# 9. Dialogfäden
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Ein Gespräch kann mehrere Themen oder Reflexionsfäden enthalten.
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Ein Gespräch kann mehrere Themen oder Reflexionsfäden enthalten.
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@ -1098,6 +1172,117 @@ Kanshō selbst wird dadurch nicht zum Aufgaben- oder Projektmanager.
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## 17.1 Zeitgebundene Innenperspektive und digitaler Zwilling
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Durch die Persistenz der vollständigen Kanshō-Unterhaltungen entsteht eine zusätzliche Ebene des persönlichen digitalen Zwillings.
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mindnet bildet bisher vor allem langfristig nutzbares persönliches Wissen und Zusammenhänge ab, beispielsweise:
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- Erfahrungen,
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- Erlebnisse,
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- Entscheidungen,
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- Erkenntnisse,
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- Werte,
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- Leitbild,
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- Beziehungen zwischen Wissenselementen.
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Kanshō ergänzt diese Ebene um die **zeitgebundene Innenperspektive** des Nutzers.
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Dabei werden nicht nur Ergebnisse einer Reflexion gespeichert, sondern – soweit vom Nutzer vorgesehen – auch die zugrunde liegenden Dialoge, in denen sichtbar wird:
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- wie der Nutzer zu einem bestimmten Zeitpunkt gedacht hat,
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- welche Gefühle er beschrieben hat,
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- welche Zweifel oder Ambivalenzen bestanden,
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- welche Alternativen erwogen wurden,
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- wie sich eine Haltung im Gespräch entwickelt hat,
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- welche Fragen noch offen waren,
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- welche Aussagen nur Hypothesen oder Momentaufnahmen waren,
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- welche Sprache und Denkstruktur zu diesem Zeitpunkt verwendet wurde.
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Diese Ebene wird vorläufig als **Lived Experience / Inner-State Layer** bezeichnet.
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### Keine Behauptung eines objektiven inneren Zustands
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Kanshō kann nicht unmittelbar wissen, was ein Mensch „wirklich“ denkt oder fühlt.
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Gespeichert wird deshalb fachlich die:
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> **zu einem bestimmten Zeitpunkt geäußerte, beobachtbare und kontextgebundene Innenperspektive des Nutzers.**
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Eine Aussage wie „Ich war damals zufrieden“ ist damit zunächst eine zeitgebundene Selbstäußerung und keine objektive psychologische Diagnose.
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Diese Unterscheidung ist für die langfristige Integrität des digitalen Zwillings wesentlich.
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### Point-in-Time Self
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Die Kombination aus vollständigen Dialogquellen, zeitlichen Zuständen und langfristigem Wissen eröffnet perspektivisch eine neue Fähigkeit:
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> **Wie habe ich zu einem bestimmten Zeitpunkt gedacht, gefühlt, bewertet und argumentiert?**
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Ein späterer Zustand soll einen früheren nicht überschreiben.
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Beispiele:
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- „Damals glaubte ich X, heute sehe ich es anders.“
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- „Vor zwei Jahren war diese Entscheidung für mich mit anderen Gefühlen verbunden.“
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- „Dieses Thema wurde damals als Hypothese betrachtet und erst später zu einer bestätigten Erkenntnis.“
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Damit bildet Kanshō nicht nur ein aktuelles persönliches Modell, sondern eine **zeitliche Entwicklung des Selbstmodells und der erlebten Innenperspektive**.
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### Beziehung zu mindnet
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Kanshō und mindnet besitzen dabei unterschiedliche, komplementäre Rollen:
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**Kanshō**
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- bewahrt dialogische Originalquellen,
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- erfasst zeitgebundene Gedanken und ausgedrückte Gefühle,
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- erhält Ambivalenzen, Zweifel und Denkwege,
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- ermöglicht Point-in-Time-Rekonstruktion.
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**mindnet**
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- integriert langfristig relevante Erkenntnisse,
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- vernetzt Erfahrungen, Entscheidungen, Werte und Wissenselemente,
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- unterstützt semantisches Retrieval und übergreifende Zusammenhänge.
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Kanshō soll damit nicht mindnet ersetzen, sondern mindnet um eine reichere autobiografische Quellen- und Erlebnisebene ergänzen.
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### Originalquelle vor Interpretation
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Die vollständige Unterhaltung ist für diese Funktion besonders wertvoll, weil sie späteres Re-Grounding ermöglicht.
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Daraus folgt ein wichtiges Prinzip:
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> **Rohdialoge beziehungsweise deren verlässliche Originalrepräsentation sind Primärquellen. Summaries, Memories, Emotionseinordnungen, Muster und Self-Model-Aussagen sind abgeleitete Schichten.**
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Abgeleitete Interpretationen dürfen die Originalquelle nicht ersetzen.
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### Widerspruch und Veränderung sind Information
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Der digitale Zwilling darf Widersprüche nicht automatisch „glattziehen“.
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Wenn ein Nutzer zu unterschiedlichen Zeitpunkten verschiedene Sichtweisen äußert, kann gerade diese Veränderung fachlich bedeutsam sein.
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Deshalb sollen:
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- frühere Zustände erhalten bleiben,
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- zeitliche Gültigkeit berücksichtigt werden,
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- Korrekturen und Neubewertungen nachvollziehbar sein,
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- konkurrierende Perspektiven koexistieren können.
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### Langfristige Perspektive
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Diese Architektur ermöglicht perspektivisch Fragen wie:
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- „Wie habe ich diese Lebensphase damals erlebt?“
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- „Welche Sorgen hatte ich vor dieser Entscheidung?“
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- „Wie hat sich meine Haltung zu Leistung verändert?“
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- „Was habe ich damals über meine Rolle als Vater gedacht?“
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- „Wann begann sich meine Sicht auf dieses Thema zu verändern?“
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Damit wird Kanshō zu einer wesentlichen Daten- und Reflexionsquelle für einen langfristig wachsenden persönlichen digitalen Zwilling.
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# 18. Geplanter Funktionsumfang
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# 18. Geplanter Funktionsumfang
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Der bisher genannte Funktionsumfang umfasst mindestens folgende Bereiche.
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Der bisher genannte Funktionsumfang umfasst mindestens folgende Bereiche.
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@ -1526,6 +1711,13 @@ Die folgenden Punkte sind bewusst noch nicht entschieden.
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| Space-Dauer | Reflection Spaces können kurz-/mittelfristig oder langfristig relevant sein; Bedeutung statt Dauer ist ausschlaggebend | entschieden |
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| Space-Dauer | Reflection Spaces können kurz-/mittelfristig oder langfristig relevant sein; Bedeutung statt Dauer ist ausschlaggebend | entschieden |
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| Space-Standardansicht | Aktueller Stand, offene Punkte, Weiterdenken und bisheriger Weg als vorläufige sichtbare Baseline | bevorzugte Richtung / später konkretisierbar |
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| Space-Standardansicht | Aktueller Stand, offene Punkte, Weiterdenken und bisheriger Weg als vorläufige sichtbare Baseline | bevorzugte Richtung / später konkretisierbar |
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| Nutzer-Provenance | verdichtete Aussagen sollen für den Nutzer auf zugrunde liegende Inhalte aufklappbar sein | entschieden |
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| Nutzer-Provenance | verdichtete Aussagen sollen für den Nutzer auf zugrunde liegende Inhalte aufklappbar sein | entschieden |
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| Nutzungstypologie | elf grundlegende Nutzungssituationen als vorläufig vollständige fachliche Baseline | entschieden / später erweiterbar |
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| Rückblicksdifferenzierung | Nachschlagen, Revue passieren und Entwicklungsrückblick sind fachlich unterschiedliche Intents | entschieden |
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| Externe Reflexionstrigger | andere Jinkendo-Komponenten dürfen Reflexionsanlässe anbieten; Kairo plant, Kanshō reflektiert | entschieden |
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| Lived Experience Layer | persistente Dialoge bilden zeitgebundene geäußerte Gedanken, Gefühle, Zweifel und Denkwege als ergänzende Ebene des digitalen Zwillings ab | entschieden |
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| Primärquelle | Originaldialog / verlässliche Originalrepräsentation bleibt erhalten; Summaries und Modelle sind abgeleitete Schichten | entschieden |
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| Point-in-Time Self | frühere innere Perspektiven bleiben zeitgebunden rekonstruierbar und werden nicht durch heutige Sichtweisen überschrieben | entschieden |
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| Innerer Zustand | Kanshō speichert geäußerte Innenperspektive, nicht behauptete objektive psychologische Wahrheit | entschieden |
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| Produktname Kanshō | Arbeitstitel | offen |
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| Produktname Kanshō | Arbeitstitel | offen |
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