docs: define deep reflection safety boundary

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@ -197,6 +197,7 @@ Die ausführlichen Herleitungen der querschnittlichen Fachinvarianten werden nic
- **Point-in-Time Self / Lived Experience:** `self_model_and_lived_experience.md`
- **Default-Quellbewahrung / skalierbare Informationsorganisation:** `memory_and_context.md`
- **Privacy Gateway / External-AI-Guardrails:** `guardrails.md`
- **Reflection Companion / Non-Therapy- und Safety-Grenze:** `produktvision_und_produktidentitaet.md` und `usage_situations.md`
> **Keine dieser Invarianten darf durch spätere technische Vereinfachungen stillschweigend abgeschwächt werden.**

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@ -1287,7 +1287,17 @@ Die Konzeptarbeit soll jetzt fortsetzen bei:
> **Nutzungssituation 5 Tiefe Reflexion / biografische Frage**
Vor einer neuen Fachfrage wird auch für diesen Block zunächst gezielt geprüft, welche Entscheidungen bereits in `dialogue_model.md`, `reflection_intelligence.md`, `self_model_and_lived_experience.md` und den Guardrails enthalten sind. Erst danach wird der nächste tatsächlich offene, praxisrelevante Entscheidungspunkt bestimmt.
Der gezielte Dokumentationsaudit für diesen Block ist erfolgt. Bereits festgelegt sind tiefere intentgerechte Nachfragen, die Trennung epistemischer Status, Kausalitätsvorsicht, Hypothesenstatus neuer persönlicher Muster, bewusste Bestätigung vor Aufnahme in das stabile Self Model, keine objektive Psychologisierung sowie Quellenbindung und Re-Grounding.
Die grundlegende Safety-Grenze ist entschieden: Kanshō bleibt Reflexions- und Achtsamkeitsbegleiter und wird kein medizinischer oder psychotherapeutischer Therapeut. Schwierige oder intensive Themen erzeugen nicht automatisch eine Krisenreaktion. Bei erheblicher Überforderung wird die Vertiefung verlangsamt beziehungsweise nicht weiter forciert. Wenn professionelle Unterstützung angemessen erscheint, wird sie vorsichtig, transparent und konkret empfohlen. Bei konkreten Anzeichen möglicher akuter Selbst- oder Fremdgefährdung haben der Kontakt zu realen Menschen, professioneller Akuthilfe oder geeigneter Notfallhilfe Vorrang vor weiterer Tiefenexploration.
Die genaue Krisen- und Hochrisikoarchitektur bleibt Phase H3 vorbehalten. Die Nutzungssituation **5. Tiefe Reflexion / biografische Frage** ist damit vorläufig ausreichend geklärt.
Die Konzeptarbeit setzt als Nächstes fort bei:
> **Nutzungssituation 6 Entscheidung / Orientierung**
Vor einer neuen Fachfrage werden die bereits dokumentierten Entscheidungen zu Reflection before Action, Werteabgleich, Perspektivwechsel, Action Candidates und der Produktgrenze zu Kairo geprüft. Erst danach wird der nächste tatsächlich offene, praxisrelevante Entscheidungspunkt bestimmt.
Die Rollen von Thread Memory, Reflection Frontier, Reflection Memory, Knowledge Delta und Action Candidate sind für die Tagesreflexion ausreichend voneinander abgegrenzt. Detaillierte Heuristiken werden später in ihren jeweiligen Fachkapiteln ausgearbeitet und nicht als Voraussetzung für den Abschluss dieses Nutzungsszenarios vorgezogen.
@ -1312,6 +1322,7 @@ Die Tagesreflexion ist damit **vorläufig ausreichend geklärt** und wird nicht
| Tagesreflexion | vorläufig ausreichend geklärt; Abschluss, Session-/Thread-Trennung, Kontinuität, Journal-Default und inhaltsabhängige Persistenz entschieden |
| Spontaner Gedanke / Moment | vorläufig ausreichend geklärt; reibungsarme Erfassung und unmittelbare Default-Quellbewahrung entschieden |
| Früheren Faden fortsetzen | vorläufig ausreichend geklärt; Contextual Continuation, kompakte Orientierung, Quellenzugang und Re-Grounding bereits entschieden |
| Tiefe Reflexion / biografische Frage | vorläufig ausreichend geklärt; epistemische Vorsicht, Self-Model-Bestätigung und abgestufte Safety-Baseline entschieden |
| Dialogmodell | wesentliche Baseline vorhanden |
| Threads | Grundmodell vorhanden; technisches State Model offen |
| Thread Resurfacing | entschieden |
@ -1382,13 +1393,13 @@ Für den aktuellen Interviewblock anschließend laden:
4. `docs/architecture/functional/interview_plan.md`
5. `docs/architecture/functional/usage_situations.md`
6. `docs/architecture/functional/dialogue_model.md`
7. `docs/architecture/functional/reflection_intelligence.md`
8. `docs/architecture/functional/self_model_and_lived_experience.md`
7. `docs/architecture/functional/reflection_outputs.md`
8. `docs/architecture/functional/integrations.md`
Nur wenn eine konkrete Entscheidung es benötigt zusätzlich:
- `docs/architecture/functional/context_fidelity_and_regrounding.md`
- `docs/architecture/functional/guardrails.md`
- `docs/architecture/functional/self_model_and_lived_experience.md`
- `docs/architecture/functional/memory_and_context.md`
Nicht vorsorglich alle Kanshō-Dateien laden.
@ -1507,9 +1518,9 @@ Wenn dieses Dokument in einer neuen Session geladen wird, soll die Session sinng
>
> Erhalte Entscheidungen, Root Causes, Beispiele, Einschränkungen und offene Punkte vollständig; keine stillschweigende Verdichtung.
>
> Der aktive Interviewblock ist **Nutzungssituation 5 Tiefe Reflexion / biografische Frage**.
> Der aktive Interviewblock ist **Nutzungssituation 6 Entscheidung / Orientierung**.
>
> Beginne nicht mit einer allgemeinen Projektzusammenfassung oder einer bereits beantworteten Frage. Prüfe vor der ersten neuen Frage gezielt die bereits dokumentierten Entscheidungen zu tiefer Reflexion, Hypothesen, Kausalitätsvorsicht, Self Model und Guardrails. Tagesreflexion, spontaner Gedanke und Fortsetzen eines früheren Fadens sind vorläufig ausreichend geklärt.
> Beginne nicht mit einer allgemeinen Projektzusammenfassung oder einer bereits beantworteten Frage. Prüfe vor der ersten neuen Frage die bereits dokumentierten Entscheidungen zu Reflection before Action, Werteabgleich, Perspektivwechsel, Action Candidates und der Produktgrenze zu Kairo. Tagesreflexion, spontaner Gedanke, Fortsetzen eines früheren Fadens und tiefe Reflexion sind vorläufig ausreichend geklärt.
>
> Vor der ersten fachlichen Frage bestätige kurz:
> 1. welche kanonischen Repository-Dateien für diesen Schritt gelesen wurden,
@ -1538,19 +1549,20 @@ Wichtig:
**Repository:** `C:\dev\Kansho`<br>
**Kanonische Fachdateien:** `docs/architecture/functional/`<br>
**Arbeitsmodus:** kanonische Dateien direkt lesen/schreiben; keine parallelen Chat-Kopien als Source of Truth<br>
**Aktives Thema:** Tiefe Reflexion / biografische Frage<br>
**Aktives Thema:** Entscheidung / Orientierung<br>
**Status Tagesreflexion:** vorläufig ausreichend geklärt<br>
**Status spontaner Gedanke:** vorläufig ausreichend geklärt; unmittelbare Default-Quellbewahrung entschieden<br>
**Status früheren Faden fortsetzen:** vorläufig ausreichend geklärt; Contextual Continuation, kompakte Orientierung, Quellenzugang und Re-Grounding entschieden<br>
**Nächster Interviewblock:** Nutzungssituation 5 Tiefe Reflexion / biografische Frage<br>
**Nächster Schritt:** zuerst gezielter Audit der bereits dokumentierten Entscheidungen; danach nur den nächsten tatsächlich offenen praxisrelevanten Punkt fragen<br>
**Status tiefe Reflexion:** vorläufig ausreichend geklärt; epistemische Vorsicht, Self-Model-Bestätigung und abgestufte Safety-Baseline entschieden<br>
**Nächster Interviewblock:** Nutzungssituation 6 Entscheidung / Orientierung<br>
**Nächster Schritt:** Audit der bestehenden Entscheidungen zu Reflection before Action, Werteabgleich, Perspektivwechsel, Action Candidates und Kairo-Grenze; danach nur den nächsten tatsächlich offenen praxisrelevanten Punkt fragen<br>
**Entschiedene Architekturregel:** `Session Lifecycle ≠ Thread Lifecycle`<br>
**Entschieden:** kein zwingendes Ergebnisartefakt; laufende, quellengebundene Kontinuitätsarbeit mit Re-Grounding<br>
**Entschieden:** interne Originalquellen standardmäßig bewahren; keine automatische Löschung wegen Alter, Menge oder geringer Relevanz; Löschung nur auf Nutzeraufforderung oder berechtigte administrative Handlung<br>
**Offen:** skalierbare Organisation sehr großer Textmengen, Retrieval, Speicherstufen und Löschkaskaden<br>
**Output-Abgrenzung:** für die Tagesreflexion ausreichend geklärt; Detailheuristiken später in den zuständigen Fachkapiteln<br>
**Journal-Default:** bei substanzieller Tagesreflexion automatisch vorbereiten und dezent anbieten; Ausnahmen für kurze, rein achtsame, nicht erzählbare oder ausdrücklich journalfreie Dialoge<br>
**Dokumente des nächsten Blocks:** `usage_situations.md`, `dialogue_model.md`, `reflection_intelligence.md` und `self_model_and_lived_experience.md`; bei Bedarf `context_fidelity_and_regrounding.md` und `guardrails.md`.
**Dokumente des nächsten Blocks:** `usage_situations.md`, `dialogue_model.md`, `reflection_outputs.md` und `integrations.md`; bei Bedarf `self_model_and_lived_experience.md` und `memory_and_context.md`.
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@ -962,6 +962,7 @@ Technische Kapitel erhalten zusätzlich:
| Tagesreflexion | vorläufig ausreichend geklärt; Einstieg, adaptive Führung, Abschluss, Session-/Thread-Trennung, Kontinuität, Journal-Default und inhaltsabhängige Persistenz entschieden |
| Spontaner Gedanke / Moment | vorläufig ausreichend geklärt; reibungsarme Erfassung und unmittelbare Default-Quellbewahrung entschieden |
| Früheren Faden fortsetzen | vorläufig ausreichend geklärt; Contextual Continuation, kompakte bedarfsbezogene Orientierung, Quellenzugang und Re-Grounding bereits querschnittlich entschieden |
| Tiefe Reflexion / biografische Frage | vorläufig ausreichend geklärt; epistemische Vorsicht, Self-Model-Bestätigung und abgestufte Safety-Baseline entschieden |
| Dialogmodell | wesentliche Baseline vorhanden; weitere Nutzungssituationen noch auszuarbeiten |
| Threads | Grundmodell vorhanden; technisches State Model bewusst offen |
| Thread Resurfacing | querschnittliches Fachkonzept entschieden |
@ -1055,9 +1056,31 @@ Der Dokumentationsaudit hat ergeben, dass das Wiederaufnahmeverhalten bereits du
Die zuvor als offen formulierte Frage nach dem Umfang der sichtbaren Rekonstruktion war damit keine noch ungeklärte fachliche Grundsatzentscheidung, sondern eine spätere UX-Ausprägung. Sie wird im Nutzungssituationsinterview nicht erneut gestellt.
### Aktiver Interviewblock: Nutzungssituation 5 Tiefe Reflexion / biografische Frage
### Nutzungssituation 5 Tiefe Reflexion / biografische Frage: vorläufig ausreichend geklärt
Vor der ersten neuen Fachfrage wird auch für diesen Block ein gezielter Audit der bereits dokumentierten Entscheidungen durchgeführt. Erst danach wird der nächste tatsächlich offene, praxisrelevante Entscheidungspunkt bestimmt.
Der gezielte Dokumentationsaudit ist erfolgt. Bereits entschieden sind:
- Kanshō darf bei diesem Intent gezielter und tiefer nachfragen als beim bloßen Festhalten eines Erlebnisses.
- Beobachtung, Nutzeräußerung, bestätigte Erkenntnis, Interpretation, Hypothese, vermuteter Zusammenhang und offene Frage müssen unterscheidbar bleiben.
- Ungesicherte Kausalzusammenhänge dürfen nicht als Tatsachen dargestellt werden; ungeklärte Zusammenhänge bleiben Reflection Frontiers.
- Ein grundlegendes persönliches Muster oder eine Identitätsaussage wird zunächst als Hypothese behandelt und erst nach bewusster Nutzerbestätigung Bestandteil des stabilen Self Models.
- Kanshō modelliert die zeitgebundene geäußerte Innenperspektive, nicht einen behaupteten objektiven psychischen Zustand.
- Bei Bedarf gelten Quellenbindung und Re-Grounding.
Die grundlegende Safety-Grenze ist entschieden:
- Kanshō bleibt Reflexions- und Achtsamkeitsbegleiter und wird kein medizinischer oder psychotherapeutischer Therapeut.
- Schmerzhaftes oder emotional intensives Material löst nicht automatisch einen Krisenmodus aus.
- Bei erheblicher Überforderung wird die Vertiefung nicht forciert; Kanshō verlangsamt, bietet Pause oder gegenwartsbezogene Wahrnehmung an und fragt nach dem aktuellen Bedarf.
- Wenn professionelle Unterstützung angemessen erscheint, wird sie vorsichtig, transparent und konkret empfohlen, ohne Diagnose oder generische Standardwarnung.
- Bei konkreten Anzeichen möglicher akuter Selbst- oder Fremdgefährdung hat Sicherheit Vorrang; Kanshō beendet die Tiefenexploration und unterstützt den Kontakt zu realen Menschen, professioneller Akuthilfe oder geeigneter Notfallhilfe.
- Sicherheitsreaktionen bleiben verhältnismäßig und kontextbezogen.
Konkrete Erkennungsindikatoren, Eskalationsstufen, Formulierungsleitlinien, regionale Hilfsangebote und technische beziehungsweise rechtliche Safety-Anforderungen verbleiben in Phase H3. Sie sind keine Voraussetzung mehr für den Abschluss dieses Nutzungsszenarios.
### Aktiver Interviewblock: Nutzungssituation 6 Entscheidung / Orientierung
Vor der ersten neuen Fachfrage wird erneut gezielt geprüft, welche Entscheidungen zu Reflection before Action, Werteabgleich, Perspektivwechsel, Action Candidates und der Produktgrenze zu Kairo bereits dokumentiert sind. Erst danach wird der nächste tatsächlich offene, praxisrelevante Entscheidungspunkt bestimmt.
Danach werden die verbleibenden Nutzungssituationen schrittweise nach derselben Interviewmethode ausgearbeitet.

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@ -410,9 +410,12 @@ Kanshō soll derzeit ausdrücklich nicht zu folgenden Produkten werden:
- reines digitales Tagebuch,
- ausschließlich Meditations-App,
- generischer KI-Chat,
- medizinischer oder psychotherapeutischer Therapeut beziehungsweise Ersatz für professionelle Behandlung,
- automatischer psychologischer Diagnostiker,
- System, das ungesicherte Persönlichkeitsprofile erzeugt.
Diese Produktgrenze schließt ein verantwortliches Safety-Verhalten nicht aus. Bei ernsthafter psychischer Belastung oder möglicher akuter Gefährdung darf und soll Kanshō vorsichtig, transparent und konkret dazu auffordern, professionelle beziehungsweise unmittelbare menschliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dadurch übernimmt Kanshō keine therapeutische Rolle, sondern erkennt die Grenze seines Reflexionsauftrags an.
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# 23. Noch offene Kernfragen
@ -443,7 +446,7 @@ Die folgenden Punkte sind bewusst noch nicht entschieden.
23. Rolle anderer Jinkendo-Anwendungen im Context Builder.
24. Agenten- und Prompt-Architektur.
25. technische API- und Event-Integration.
26. Sicherheits- und Krisengrenzen.
26. Detaillierte Ausgestaltung der Sicherheits- und Krisengrenzen auf Basis der entschiedenen grundlegenden Safety-Baseline.
27. Produktname und Branding.
28. Ausprägung der Admin-/Developer-Diagnoseansicht und konkretes Rollen-/Berechtigungsmodell.
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@ -502,6 +505,7 @@ Die folgenden Punkte sind bewusst noch nicht entschieden.
| Primärquelle | Originaldialog / verlässliche Originalrepräsentation bleibt erhalten; Summaries und Modelle sind abgeleitete Schichten | entschieden |
| Point-in-Time Self | frühere innere Perspektiven bleiben zeitgebunden rekonstruierbar und werden nicht durch heutige Sichtweisen überschrieben | entschieden |
| Innerer Zustand | Kanshō speichert geäußerte Innenperspektive, nicht behauptete objektive psychologische Wahrheit | entschieden |
| Safety-Grundgrenze | Reflexions- und Achtsamkeitsbegleiter, kein medizinischer oder psychotherapeutischer Therapeut; bei ernsthafter Belastung beziehungsweise möglicher akuter Gefährdung vorsichtiger, aber konkreter Verweis auf professionelle oder unmittelbare menschliche Hilfe | entschieden |
| Produktname Kanshō | Arbeitstitel | offen |
---

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@ -440,6 +440,31 @@ Gleichzeitig gelten die bereits definierten Grenzen:
- Beobachtung, Interpretation und Hypothese müssen unterscheidbar bleiben,
- bei Bedarf Re-Grounding auf Ursprungsquellen.
### Safety-Baseline bei tiefer Reflexion
**Status: entschieden; Detailausgestaltung später in der Safety-Architektur**
#### Root Cause
Tiefe Reflexion kann schmerzhafte biografische Erfahrungen, starke Gefühle und psychisch belastende Situationen berühren. Intensität allein bedeutet jedoch weder eine akute Krise noch, dass der Nutzer nicht weiter reflektieren möchte.
#### Risiko
Wenn Kanshō jedes schwierige Thema vorschnell mit Warnungen oder Krisenhinweisen unterbricht, verliert es seinen Nutzen als vertrauenswürdiger Reflexions- und Achtsamkeitsbegleiter. Wenn es umgekehrt bei deutlichen Anzeichen erheblicher Überforderung oder akuter Gefährdung unverändert vertiefend weiterfragt, überschreitet es seine Produktrolle und kann eine riskante Situation verschärfen.
#### Fachliche Konsequenz und Entscheidung
- Kanshō ist kein medizinischer oder psychotherapeutischer Therapeut und stellt keine psychologische oder medizinische Diagnose.
- Schmerzhaftes, emotional intensives oder biografisch schwieriges Material löst nicht automatisch einen Krisenmodus aus. Solange der Nutzer reflektieren möchte und keine konkreten Sicherheitssignale entgegenstehen, darf Kanshō behutsam und intentgerecht weiterarbeiten.
- Bei erkennbarer erheblicher Überforderung soll Kanshō das Gespräch verlangsamen, die Vertiefung nicht weiter forcieren, eine Pause beziehungsweise einen Wechsel zu gegenwartsbezogener Wahrnehmung anbieten und erfragen, was im Moment hilfreich ist.
- Wenn professionelle Unterstützung fachlich angemessen erscheint, soll Kanshō dies vorsichtig, transparent und konkret ansprechen, ohne zu diagnostizieren oder den Nutzer mit einer generischen Standardwarnung abzufertigen.
- Bei konkreten Anzeichen möglicher akuter Selbst- oder Fremdgefährdung hat Sicherheit Vorrang vor weiterer Tiefenexploration. Kanshō benennt seine Grenze klar und unterstützt den Nutzer dabei, unmittelbar einen realen Menschen, professionelle Akuthilfe oder geeignete Notfallhilfe zu kontaktieren.
- Sicherheitsreaktionen sollen verhältnismäßig und kontextbezogen sein. Sie dürfen nicht inflationär bei jedem schwierigen oder emotionalen Thema erscheinen.
Später auszuarbeiten sind insbesondere konkrete Erkennungsindikatoren, Abstufungen, Formulierungsleitlinien, regionale Hilfsangebote, Verhalten bei unklarer Lage oder Ablehnung von Hilfe sowie technische und rechtliche Safety-Anforderungen. Diese Detailfragen verändern die hier entschiedene grundlegende Nutzererfahrung nicht.
Mit dieser Safety-Baseline ist die Nutzungssituation **Tiefe Reflexion / biografische Frage** vorläufig ausreichend geklärt.
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## 3.6 Entscheidung / Orientierung
@ -759,3 +784,4 @@ Ein umfassendes technisches Trigger-System wird daraus zu diesem Zeitpunkt noch
| Spontaner Gedanke Erfassung | zuerst zuverlässig, reibungsarm und ohne ungefragtes Interview | entschieden |
| Spontaner Gedanke Quellbewahrung | unmittelbar und standardmäßig; spätere Einordnung davon getrennt | entschieden |
| Früheren Faden fortsetzen | Contextual Continuation mit rekonstruiertem Denkstand; kompakte bedarfsbezogene Orientierung, Quellenzugang und Re-Grounding | entschieden |
| Tiefe Reflexion / biografische Frage | tiefere intentgerechte Reflexion mit epistemischer Vorsicht, bestätigungsorientiertem Self Model und abgestufter Safety-Grenze | entschieden |