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Lars 2026-08-19 08:40:19 +02:00
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commit 2e594d1709
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@ -0,0 +1,99 @@
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title: "Kanshō Reflection Outputs"
status: "Arbeitsstand"
date: "2026-08-18"
product_family: "Jinkendo"
document_role: "Fachkapitel / Reflection Outputs / Handoffs"
parent_document: "fachliche_zielarchitektur.md"
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# Kanshō Reflection Outputs
Dieses Dokument ist das kanonische Home für fachliche Ergebnisse eines Reflexionsdialogs.
<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 17 Ergebnisse eines Reflexionsdialogs Einleitung. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
## 17. Ergebnisse eines Reflexionsdialogs
Ein Dialog kann mehrere unterschiedliche Ergebnisse erzeugen.
Diese Ergebnisse müssen voneinander getrennt behandelt werden.
<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 17.1 Journal Entry. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
### 17.1 Journal Entry
Ein menschenlesbarer autobiografischer Text.
Zielsystem:
- primär Obsidian,
- damit indirekt mindnet.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 17.2 Reflection Memory. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
### 17.2 Reflection Memory
Eine verdichtete, aber nachvollziehbare Erkenntnis aus einer Reflexion.
Beispiele:
- persönliche Einsicht,
- wiederkehrendes Thema,
- bestätigte Beobachtung.
Zielsystem:
- mindnet.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 17.3 Knowledge Delta. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
### 17.3 Knowledge Delta
Eine neue oder geänderte Beziehung im persönlichen Wissensnetz.
Beispiele:
- neue Verbindung zwischen Erlebnis und Wert,
- neue Referenz,
- korrigierte frühere Annahme,
- neue Hypothese.
Zielsystem:
- mindnet.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 17.4 Action Candidate. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
### 17.4 Action Candidate
Aus einer Reflexion kann eine konkrete Handlungsabsicht entstehen.
Beispiele:
- neues Ziel,
- Ritual,
- Experiment,
- Aufgabe,
- persönlicher Entwicklungsschritt.
Zielsystem:
- Kairo.
Kanshō soll diese Handlungsabsicht erkennen und zur Übernahme anbieten.
Kanshō selbst wird dadurch nicht zum Aufgaben- oder Projektmanager.
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## Noch auszuarbeiten
Beim Abschluss der laufenden Ausarbeitung der Nutzungssituation Tagesreflexion werden hier Session Output, Narrative Output, Long-Term Output sowie die Trennung `Session Lifecycle ≠ Thread Lifecycle` ergänzt.

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@ -0,0 +1,224 @@
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title: "Kanshō Reflection Spaces"
status: "Arbeitsstand"
date: "2026-08-18"
product_family: "Jinkendo"
document_role: "Fachkapitel / Reflection Contexts / Spaces"
parent_document: "fachliche_zielarchitektur.md"
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# Kanshō Reflection Spaces
Dieses Dokument ist das kanonische Home für Reflexionskontexte, Reflection Spaces, deren sichtbare und interne Struktur sowie die fachliche Autonomie bei ihrer Organisation.
<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 7 Reflexionskontexte. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
## 7. Reflexionskontexte
Reflexionen finden in unterschiedlichen Lebensbereichen und Situationen statt.
Bereits benannte Beispiele sind:
- Urlaub,
- persönliche Entwicklung,
- Beruf,
- allgemeines Befinden,
- Vergangenheitsbewältigung,
- Ziele,
- Visionen,
- Inspiration,
- Kreativität.
Diese Liste ist ausdrücklich nicht abschließend.
Eine noch offene konzeptionelle Frage ist, ob solche Kontexte:
1. als feste Kategorien definiert werden,
2. vollständig dynamisch entstehen,
3. oder über ein hybrides Modell organisiert werden.
Als derzeit bevorzugte Richtung gilt ein **hybrides Modell**:
- wenige übergeordnete Lebensräume,
- darunter dynamisch entstehende konkrete Reflexionsräume.
Beispiele:
- `Urlaub → Lošinj 2026`
- `Beruf → Institute`
- `Persönliche Entwicklung → Umgang mit Verlust`
- `Kreativität → neue Produktidee`
- `Familie → gemeinsames Erleben`
- `Zukunft → persönliche Vision`
Diese Reflexionsräume sollen mit Objekten aus Kairo und Knoten aus mindnet verknüpft werden können.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 8.4 Fachliche Autonomie der KI bei Strukturierung. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
### 8.4 Fachliche Autonomie der KI bei Strukturierung
Kanshō soll die interne Strukturierung von Reflexionen möglichst weitgehend im Hintergrund übernehmen.
Dabei gilt als fachliches Prinzip:
> **Die KI erkennt, schlägt vor, strukturiert und konsolidiert der Nutzer soll aber nicht zum Verwalter der internen Struktur werden.**
Der Umfang dieser Eigenständigkeit soll konfigurierbar sein.
Mögliche Ausprägungen reichen von:
- stark bestätigungsorientiert: Kanshō schlägt neue Räume, Threads oder Zusammenführungen vor und wartet auf Bestätigung,
- ausgewogen: offensichtliche Strukturierungen erfolgen automatisch, bedeutsame Änderungen werden vorgeschlagen,
- weitgehend autonom: Kanshō darf neue Räume oder Threads selbst anlegen und später konsolidieren, solange dies transparent und korrigierbar bleibt.
Diese Einstellung ist eine fachliche Produktanforderung. Die genaue technische Umsetzung ist noch offen.
Wichtig ist dabei insbesondere:
- Nicht jedes Seitenthema erzeugt automatisch einen neuen sichtbaren Thread.
- Nicht jede semantische Abweichung benötigt einen neuen Reflection Space.
- Kanshō soll Relevanz, Wiederkehr, Tiefe und Dauer eines Themas berücksichtigen.
- Mehrere schwach ausgeprägte oder verwandte Strukturen dürfen später konsolidiert werden.
- Der Nutzer muss eine falsche Zuordnung, Trennung oder Zusammenführung korrigieren können.
Damit soll verhindert werden, dass Kanshō über Jahre eine unüberschaubare Menge kleinteiliger Reflexionsräume und Threads erzeugt.
<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 8.6 Sichtbare und interne Struktur. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
### 8.6 Sichtbare und interne Struktur
Kanshō darf intern wesentlich mehr Struktur kennen und verwalten, als dem normalen Nutzer in der Oberfläche angezeigt wird.
Für die reguläre Nutzung gilt:
- nur relevante Reflection Spaces werden sichtbar hervorgehoben,
- offene oder bewusst markierte Themen können sichtbar angeboten werden,
- frühere Dialoge und Tagebucheinträge bleiben zugänglich,
- kleinere Threads, vorläufig erkannte Themen und interne semantische Beziehungen müssen nicht unmittelbar sichtbar sein.
Damit soll verhindert werden, dass die Anwendung zu einem Struktur- oder Wissensverwaltungswerkzeug wird.
#### Admin-/Developer View
Für Entwicklung, Test, Qualitätssicherung und spätere Administration soll es jedoch eine besondere Diagnose- und Transparenzansicht geben.
Diese Ansicht kann abhängig vom späteren Berechtigungsmodell insbesondere sichtbar machen:
- erkannte interne Threads,
- Zuordnung von Dialogen zu Reflection Spaces,
- vorläufige Space- oder Thread-Kandidaten,
- Herkunft und Provenance verwendeter Memories,
- Confidence beziehungsweise Unsicherheit interner Zuordnungen,
- erkannte Zusammenhänge und Hypothesen,
- Gründe für Vorschläge zur Trennung oder Konsolidierung,
- Konsolidierungskandidaten,
- Context-Builder-Auswahl für einen Dialog,
- verwendete relevante Erinnerungen und Wissensknoten,
- vorgeschlagene beziehungsweise durchgeführte Strukturänderungen.
Diese Ansicht ist **nicht Teil der normalen Nutzeroberfläche**.
Sie soll später nur Rollen mit entsprechender Berechtigung zugänglich sein, beispielsweise:
- Hauptadmin,
- Systemadministrator,
- Entwickler/Testrolle.
Die konkrete Rollenbezeichnung und technische Berechtigungsumsetzung werden später festgelegt.
Wesentliche Anforderung:
> Interne KI-Strukturen müssen für Entwicklung und Qualitätssicherung nachvollziehbar und inspizierbar sein, ohne die reguläre Nutzung mit dieser Komplexität zu belasten.
<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 8.7 Reflection Space als lebendiger Denk- und Erfahrungsraum. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
### 8.7 Reflection Space als lebendiger Denk- und Erfahrungsraum
Ein Reflection Space ist fachlich **kein bloßer Ablageort für Dialoge oder Tagebucheinträge**.
Er bildet vielmehr eine laufend aktualisierte Sicht auf einen zusammenhängenden persönlichen Denk- und Erfahrungsraum.
Ein Reflection Space kann dabei mehrere Elemente verbinden:
- frühere und aktuelle Dialoge,
- relevante Threads,
- Tagebucheinträge,
- offene Fragen,
- bereits entstandene Erkenntnisse,
- zeitliche Entwicklung,
- Verbindungen zu anderen Reflection Spaces,
- relevante Informationen aus mindnet,
- bei Bedarf relevante Kontexte aus anderen Jinkendo-Anwendungen.
Der Reflection Space soll dem Nutzer vor allem fünf Dinge ermöglichen:
1. **Orientierung** Worum geht es in diesem Raum aktuell?
2. **Fortsetzung** Wo kann die Reflexion sinnvoll weitergehen?
3. **Offene Fragen** Welche Themen oder Fragen sind noch nicht abgeschlossen?
4. **Historie** Welche Dialoge, Erlebnisse und Einträge haben den Raum geprägt?
5. **Entwicklung** Was hat sich über die Zeit in Wahrnehmung, Haltung oder Erkenntnis verändert?
#### Aktueller Zustand eines Reflection Space
Jeder Reflection Space besitzt aus Nutzersicht einen aktuellen fachlichen Zustand.
Dieser Zustand beschreibt nicht die vollständige Historie, sondern den derzeit relevanten Stand des Denk- und Erfahrungsraums.
Wichtig:
- Der aktuelle Zustand muss auf zugrunde liegende Reflexionen, Erinnerungen oder andere Quellen zurückführbar sein.
- Er darf kein frei erfundenes KI-Summary sein.
- Veränderungen des Zustands müssen nachvollziehbar aus neuen Dialogen, Erkenntnissen oder bestätigten Informationen hervorgehen.
- Die vollständige Historie bleibt weiterhin zugänglich.
- Interne technische Strukturen können deutlich umfangreicher sein als die sichtbare Zusammenfassung.
Damit wird der Reflection Space zu einer **lebendigen, kontextuellen Sicht auf persönliche Entwicklung innerhalb eines bestimmten Zusammenhangs**.
#### Dauer und Granularität
Reflection Spaces können unterschiedlich lange relevant sein.
Sie können beispielsweise:
- ein klar abgegrenztes Erlebnis oder einen Urlaub über Tage oder Wochen begleiten,
- ein über mehrere Wochen laufendes persönliches Thema bündeln,
- eine längerfristige berufliche oder persönliche Entwicklung abbilden,
- über Jahre hinweg wiederkehrende Fragen oder Lebenszusammenhänge begleiten.
Die Dauer allein entscheidet nicht darüber, ob ein eigener Reflection Space sinnvoll ist. Maßgeblich ist, ob ein Zusammenhang für die Reflexion über mehrere Interaktionen hinweg eigenständige Bedeutung besitzt.
Ältere oder aktuell nicht relevante Spaces dürfen in der normalen Oberfläche zurücktreten, bleiben aber auffindbar und können bei erneuter Relevanz wieder in den Vordergrund treten.
Kanshō soll diese Komplexität weitgehend selbst organisieren. Der Nutzer soll nicht entscheiden müssen, ob ein Thema „groß genug“ für einen Space ist.
#### Vorläufige sichtbare Standardansicht
Für die normale Nutzeroberfläche gilt als **vorläufige fachliche Baseline**, die in späteren Dialogkapiteln weiter konkretisiert werden kann:
1. **Aktueller Stand** eine kompakte, quellengebundene Sicht darauf, worum es in diesem Space aktuell geht und wo der Nutzer gedanklich steht.
2. **Was ist noch offen?** nur die aktuell relevanten offenen Fragen, Spannungsfelder oder bewusst weiterzuverfolgenden Themen.
3. **Weiterdenken** ein intelligent priorisierter Vorschlag zur Fortsetzung mit wenigen Alternativen.
4. **Bisheriger Weg** eine kompakte zeitliche Sicht auf prägende Erlebnisse, Dialoge, Tagebucheinträge und Wendepunkte.
Diese Darstellung ist bewusst nicht abschließend. Sie bildet den derzeit akzeptierten Ausgangspunkt und darf später auf Basis der konkreten Nutzungsszenarien erweitert oder verändert werden.
#### Aufklappbarkeit und Nutzer-Provenance
Verdichtete Aussagen in der sichtbaren Space-Ansicht sollen für den Nutzer grundsätzlich auf die zugrunde liegenden Inhalte zurückführbar sein.
Der Nutzer soll bei Bedarf nachvollziehen können:
- auf welchen früheren Dialogen,
- Tagebucheinträgen,
- Memories,
- Obsidian-Inhalten,
- mindnet-Knoten oder
- bestätigten Erkenntnissen
eine relevante Aussage oder Zusammenfassung basiert.
Dieses **Aufklappen** ist eine Transparenzfunktion für den Nutzer und ist fachlich von dem internen Re-Grounding der KI zu unterscheiden.

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title: "Kanshō Thread Resurfacing und Reflection Saturation"
status: "Arbeitsstand"
date: "2026-08-18"
product_family: "Jinkendo"
document_role: "Querschnittliches Fachkapitel / Resurfacing / Saturation"
parent_document: "fachliche_zielarchitektur.md"
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# Kanshō Thread Resurfacing und Reflection Saturation
Dieses Dokument ist das kanonische Home für das Wiederauftauchen offener Themen, Wiedervorlagen, Relevanz und die erkannte Abschlussreife von Reflexionssitzungen.
<!-- Migriert aus `fachliche_zielarchitektur.md`: ehemaliger Abschnitt 2.11 Konsistenzregel für Resurfacing und Saturation. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
### 2.11 Konsistenzregel für Resurfacing und Saturation
Aus dem Nutzungsszenario „Tagesreflexion“ wurden zwei querschnittliche Konzepte abgeleitet, die für die gesamte fachliche und spätere technische Architektur verbindlich berücksichtigt werden müssen.
#### Thread Resurfacing
Beschreibt, **wann ein früherer oder offener Thread wieder aktiv relevant wird**.
Relevanz kann insbesondere entstehen durch:
- explizite Nutzeranfrage,
- gesetzte Wiedervorlage,
- zeitlichen oder örtlichen Kontext,
- neues Ereignis im gleichen Kontext,
- semantische Reaktivierung,
- aktuellen Bezug zu einem Reflection Space.
Grundprinzip:
> **Langfristig gespeichert bedeutet nicht automatisch aktuell relevant.**
Memory und Current Relevance sind getrennte Konzepte.
#### Reflection Saturation
Beschreibt, **wann eine Reflexion für die aktuelle Sitzung wahrscheinlich ausreichend tief beziehungsweise weit bearbeitet ist**.
Mögliche fachliche Signale sind:
- Reflection Intent,
- Nutzerwunsch,
- individuelle typische Dialogtiefe,
- Abdeckung aktiver Themen,
- sinkender zusätzlicher Erkenntnisgewinn,
- offene Randthemen,
- Gesprächssignale.
Grundprinzip:
> **Kanshō darf Abschlussreife erkennen und anbieten, aber der Nutzer entscheidet über Weiterführen, Vertiefung, Wiedervorlage oder Abschluss.**
#### Architekturweite Konsistenz
Diese beiden Konzepte müssen in späteren Kapiteln konsistent berücksichtigt werden, insbesondere in:
- `dialogue_model.md`
- `threads_and_branching.md`
- `thread_memory.md`
- `episodic_memory.md`
- `context_builder.md`
- `context_drift_and_regrounding.md`
- `reflection_space_model.md`
- `agent_roles.md`
- `retrieval_strategy.md`
- `memory_write_policy.md`
- `conversation_ui.md`
- `notifications_and_background_behaviour.md`
- `kairo_integration.md`
- `admin_developer_view.md`
Keines dieser Kapitel soll eine eigene Logik einführen, die dem Grundmodell von Resurfacing oder Saturation widerspricht.
#### Konsistenzprüfung
Bei der späteren Ausarbeitung der genannten Kapitel ist jeweils explizit zu prüfen:
1. Wie wirkt die jeweilige Architekturentscheidung auf Thread Resurfacing?
2. Wie wirkt sie auf Reflection Saturation?
3. Bleibt die Trennung zwischen Memory und aktueller Relevanz erhalten?
4. Bleibt die explizite Nutzerintention höher priorisiert als automatische KI-Vorschläge?
5. Bleibt der Nutzer Herr über Vertiefung, Wiedervorlage und Abschluss?
6. Ist die Entscheidung mit Re-Grounding, Provenance und Reflection Spaces konsistent?
Diese Fragen werden Teil des architecture-wide Capability- und Drift-Checks.
<!-- Migriert aus `usage_situations.md`: ehemaliger Abschnitt 7.2 Thread Resurfacing und Reflection Saturation. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
### 7.2 Thread Resurfacing und Reflection Saturation
Aus der Ausarbeitung der Tagesreflexion ergeben sich zwei querschnittliche fachliche Konzepte, die nicht nur für diese Nutzungssituation gelten.
#### Thread Resurfacing
Thread Resurfacing beantwortet die Frage:
> **Wann soll ein früheres oder offenes Thema wieder aktiv relevant werden?**
Mögliche Trigger sind insbesondere:
1. **Explizite Nutzeranfrage**
Beispiele: „Was ist noch offen?“ oder „Wo stehen wir bei Thema X?“
2. **Zeitlicher oder örtlicher Kontext**
Beispiel: Urlaubsthemen sind während des Urlaubs besonders relevant und können noch in einer definierten Rückschauphase danach aktiv angeboten werden.
3. **Situations- oder kontextgebundene Reaktivierung**
Beispiel: Ein neues Erlebnis beim Sport, in der Familie oder bei einer Meditation steht in erkennbarem Zusammenhang mit einem früheren Thread.
4. **Explizit gesetzter Anker im Dialog**
Beispiel: „Lass uns morgen daran weiterarbeiten.“
5. **Semantische Reaktivierung**
Ein aktuelles Erlebnis steht in starker inhaltlicher Beziehung zu einem früheren Thema, auch wenn der Nutzer es nicht ausdrücklich nennt.
Wichtig ist die Trennung zwischen:
- **Memory:** Ein Thema bleibt langfristig erhalten.
- **Current Relevance:** Ein Thema ist aktuell geeignet, wieder aktiv angeboten zu werden.
Ein Thema darf historisch vollständig verfügbar bleiben, ohne regelmäßig ungefragt in den Vordergrund zu treten.
#### Reflection Saturation
Reflection Saturation beantwortet die Frage:
> **Ist für die aktuelle Reflexionssitzung wahrscheinlich ausreichend gesagt beziehungsweise verstanden worden?**
Dabei können fachlich unter anderem berücksichtigt werden:
- aktueller Reflection Intent,
- expliziter Nutzerwunsch,
- typische persönliche Dialogtiefe,
- Umfang und Tiefe vergleichbarer früherer Reflexionen,
- Abdeckung aktuell relevanter Themen,
- offene Randthemen,
- sinkender zusätzlicher Erkenntnisgewinn,
- erkennbare Gesprächssignale.
Reflection Saturation ist **kein automatischer Gesprächsabbruch**.
Kanshō darf erkennen, dass eine Reflexion für den Moment ausreichend rund wirkt, soll den Abschluss aber als Möglichkeit anbieten.
Die letzte Entscheidung über Weiterführen, Vertiefen, Wiedervorlage oder Abschluss liegt beim Nutzer.
#### Fachliche Thread-Zustände
Für die weitere Architektur sind mindestens folgende fachlichen Zustände beziehungsweise Bedeutungen relevant:
- **Active** wird aktuell bearbeitet,
- **Open** noch nicht ausgeschöpft,
- **Anchored / Resurface** ausdrücklich für eine spätere Wiederaufnahme markiert,
- **Dormant** nicht abgeschlossen, aber aktuell nicht relevant,
- **Resolved** für den derzeitigen Erkenntnisstand ausreichend bearbeitet.
Diese Begriffe sind noch **kein festes technisches State Model**. Sie dienen zunächst dazu, spätere Architekturentscheidungen konsistent auszurichten.
#### Architekturweite Gültigkeit
Thread Resurfacing und Reflection Saturation sind querschnittliche Konzepte.
Spätere Kapitel zu Dialogmodell, Memory, Context Builder, AI-Architektur, Reflection Spaces, UX, Notifications, Kairo-Integration und Admin-/Developer View müssen mit diesen Konzepten konsistent bleiben.
Die konkrete Berechnung von Relevanz, Saturation, Scores oder Zustandsübergängen wird erst in den jeweiligen technischen Architekturkapiteln festgelegt.
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## Nutzungsspezifische Regeln
Konkrete Regeln der Tagesreflexion beispielsweise explizite Wiedervorlage, Fokuswahl und Priorisierung des heutigen Kontexts verbleiben in `usage_situations.md` und müssen mit diesem Querschnittsmodell konsistent sein.

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title: "Kanshō Self Model und Lived Experience"
status: "Arbeitsstand"
date: "2026-08-18"
product_family: "Jinkendo"
document_role: "Fachkapitel / Self Model / Point-in-Time Self / Digital Twin"
parent_document: "fachliche_zielarchitektur.md"
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# Kanshō Self Model und Lived Experience
Dieses Dokument ist das kanonische Home für Self Model, bestätigte Identitätsaussagen, zeitgebundene Innenperspektive, Point-in-Time Self und den Lived-Experience-Layer des digitalen Zwillings.
<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 10.4 Self Model. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
### 10.4 Self Model
Das Self Model beschreibt nicht die spontane Interpretation der KI, sondern ein nachvollziehbares persönliches Selbstmodell.
Mögliche Bestandteile:
- Werte,
- Leitbild,
- Prinzipien,
- Rollen,
- langfristige Ziele,
- bestätigte persönliche Muster,
- Selbstbeschreibungen,
- wiederkehrende Spannungsfelder.
Das Self Model soll:
- versioniert sein,
- Herkunft und Zeitbezug einer Aussage kennen,
- Beobachtungen von Interpretationen unterscheiden,
- nicht stillschweigend von der KI verändert werden.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 14 Self Model und Wesenskern. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
## 14. Self Model und „Wesenskern“
Ein zentrales Ziel ist, dass langfristig tiefere Verbindungen zur Persönlichkeit und zum eigenen Wesenskern erkennbar werden.
Dabei gilt jedoch eine wichtige Grenze:
**Die KI soll keinen Wesenskern erfinden.**
Das System soll vielmehr ein nachvollziehbares und versioniertes Selbstmodell aus belastbaren Quellen bilden.
Informationsquellen können sein:
- explizit formulierte Werte,
- Leitbild,
- Selbstbeschreibungen,
- bestätigte Erkenntnisse,
- frühere Reflexionen,
- dokumentierte Entscheidungen,
- längerfristig wiederkehrende Muster.
Wird ein potenziell neues grundlegendes Muster erkannt, soll die KI es zunächst als Hypothese behandeln.
Beispiel:
> „In mehreren Reflexionen scheint Selbstbestimmung eine wichtige Rolle zu spielen. Das ist bisher nicht ausdrücklich Teil deines Wertemodells. Möchtest du das genauer betrachten?“
Eine solche Aussage wird erst nach bewusster Bestätigung Bestandteil eines stabilen Self Models.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 17.1 Zeitgebundene Innenperspektive und digitaler Zwilling. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
### 17.1 Zeitgebundene Innenperspektive und digitaler Zwilling
Durch die Persistenz der vollständigen Kanshō-Unterhaltungen entsteht eine zusätzliche Ebene des persönlichen digitalen Zwillings.
mindnet bildet bisher vor allem langfristig nutzbares persönliches Wissen und Zusammenhänge ab, beispielsweise:
- Erfahrungen,
- Erlebnisse,
- Entscheidungen,
- Erkenntnisse,
- Werte,
- Leitbild,
- Beziehungen zwischen Wissenselementen.
Kanshō ergänzt diese Ebene um die **zeitgebundene Innenperspektive** des Nutzers.
Dabei werden nicht nur Ergebnisse einer Reflexion gespeichert, sondern soweit vom Nutzer vorgesehen auch die zugrunde liegenden Dialoge, in denen sichtbar wird:
- wie der Nutzer zu einem bestimmten Zeitpunkt gedacht hat,
- welche Gefühle er beschrieben hat,
- welche Zweifel oder Ambivalenzen bestanden,
- welche Alternativen erwogen wurden,
- wie sich eine Haltung im Gespräch entwickelt hat,
- welche Fragen noch offen waren,
- welche Aussagen nur Hypothesen oder Momentaufnahmen waren,
- welche Sprache und Denkstruktur zu diesem Zeitpunkt verwendet wurde.
Diese Ebene wird vorläufig als **Lived Experience / Inner-State Layer** bezeichnet.
#### Keine Behauptung eines objektiven inneren Zustands
Kanshō kann nicht unmittelbar wissen, was ein Mensch „wirklich“ denkt oder fühlt.
Gespeichert wird deshalb fachlich die:
> **zu einem bestimmten Zeitpunkt geäußerte, beobachtbare und kontextgebundene Innenperspektive des Nutzers.**
Eine Aussage wie „Ich war damals zufrieden“ ist damit zunächst eine zeitgebundene Selbstäußerung und keine objektive psychologische Diagnose.
Diese Unterscheidung ist für die langfristige Integrität des digitalen Zwillings wesentlich.
#### Point-in-Time Self
Die Kombination aus vollständigen Dialogquellen, zeitlichen Zuständen und langfristigem Wissen eröffnet perspektivisch eine neue Fähigkeit:
> **Wie habe ich zu einem bestimmten Zeitpunkt gedacht, gefühlt, bewertet und argumentiert?**
Ein späterer Zustand soll einen früheren nicht überschreiben.
Beispiele:
- „Damals glaubte ich X, heute sehe ich es anders.“
- „Vor zwei Jahren war diese Entscheidung für mich mit anderen Gefühlen verbunden.“
- „Dieses Thema wurde damals als Hypothese betrachtet und erst später zu einer bestätigten Erkenntnis.“
Damit bildet Kanshō nicht nur ein aktuelles persönliches Modell, sondern eine **zeitliche Entwicklung des Selbstmodells und der erlebten Innenperspektive**.
#### Beziehung zu mindnet
Kanshō und mindnet besitzen dabei unterschiedliche, komplementäre Rollen:
**Kanshō**
- bewahrt dialogische Originalquellen,
- erfasst zeitgebundene Gedanken und ausgedrückte Gefühle,
- erhält Ambivalenzen, Zweifel und Denkwege,
- ermöglicht Point-in-Time-Rekonstruktion.
**mindnet**
- integriert langfristig relevante Erkenntnisse,
- vernetzt Erfahrungen, Entscheidungen, Werte und Wissenselemente,
- unterstützt semantisches Retrieval und übergreifende Zusammenhänge.
Kanshō soll damit nicht mindnet ersetzen, sondern mindnet um eine reichere autobiografische Quellen- und Erlebnisebene ergänzen.
#### Originalquelle vor Interpretation
Die vollständige Unterhaltung ist für diese Funktion besonders wertvoll, weil sie späteres Re-Grounding ermöglicht.
Daraus folgt ein wichtiges Prinzip:
> **Rohdialoge beziehungsweise deren verlässliche Originalrepräsentation sind Primärquellen. Summaries, Memories, Emotionseinordnungen, Muster und Self-Model-Aussagen sind abgeleitete Schichten.**
Abgeleitete Interpretationen dürfen die Originalquelle nicht ersetzen.
#### Widerspruch und Veränderung sind Information
Der digitale Zwilling darf Widersprüche nicht automatisch „glattziehen“.
Wenn ein Nutzer zu unterschiedlichen Zeitpunkten verschiedene Sichtweisen äußert, kann gerade diese Veränderung fachlich bedeutsam sein.
Deshalb sollen:
- frühere Zustände erhalten bleiben,
- zeitliche Gültigkeit berücksichtigt werden,
- Korrekturen und Neubewertungen nachvollziehbar sein,
- konkurrierende Perspektiven koexistieren können.
#### Langfristige Perspektive
Diese Architektur ermöglicht perspektivisch Fragen wie:
- „Wie habe ich diese Lebensphase damals erlebt?“
- „Welche Sorgen hatte ich vor dieser Entscheidung?“
- „Wie hat sich meine Haltung zu Leistung verändert?“
- „Was habe ich damals über meine Rolle als Vater gedacht?“
- „Wann begann sich meine Sicht auf dieses Thema zu verändern?“
Damit wird Kanshō zu einer wesentlichen Daten- und Reflexionsquelle für einen langfristig wachsenden persönlichen digitalen Zwilling.
<!-- Migriert aus `fachliche_zielarchitektur.md`: ehemaliger Abschnitt 2.12 Zeitgebundene Innenperspektive und Digital-Twin-Layer. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
### 2.12 Zeitgebundene Innenperspektive und Digital-Twin-Layer
Die Persistenz der vollständigen Kanshō-Dialoge wird als eigenständige Quelle des persönlichen digitalen Zwillings betrachtet.
Kanshō ergänzt mindnet um eine **Lived Experience / Inner-State Layer**.
Diese Ebene soll zeitgebunden rekonstruierbar machen:
- geäußerte Gedanken,
- beschriebene Gefühle,
- Zweifel,
- Ambivalenzen,
- Bewertungsprozesse,
- alternative Überlegungen,
- offene Fragen,
- Entwicklung einer Haltung innerhalb und zwischen Dialogen.
#### Architektur-Invarianten
1. **Originalquelle bleibt erhalten**
Rohdialog beziehungsweise verlässliche Originalrepräsentation darf nicht durch Summaries oder extrahierte Memories ersetzt werden.
2. **Abgeleitete Schichten bleiben als solche gekennzeichnet**
Emotionseinordnung, Hypothese, Pattern, Memory, Knowledge Delta oder Self-Model-Aussage sind Ableitungen mit Provenance.
3. **Zeitbezug ist wesentlich**
Aussagen müssen im späteren Memory-/Datenmodell zeitlich einordenbar sein.
4. **Frühere Zustände werden nicht überschrieben**
Eine heutige Sicht ersetzt nicht automatisch die frühere Innenperspektive.
5. **Widerspruch ist zulässige Information**
Unterschiedliche Sichtweisen zu verschiedenen Zeitpunkten dürfen nebeneinander bestehen.
6. **Keine objektive Psychologisierung**
Aus Dialogen wird die geäußerte Innenperspektive modelliert, nicht ein behaupteter „wahrer“ psychischer Zustand.
7. **Re-Grounding muss bis zu dieser Quellenebene reichen können**
Langfristige Ableitungen müssen bei Bedarf gegen die ursprünglichen Dialoge geprüft werden können.
#### Architekturweite Auswirkungen
Dieses Prinzip muss später insbesondere berücksichtigt werden in:
- `dialogue_data_model.md`
- `memory_architecture.md`
- `episodic_memory.md`
- `self_model.md`
- `temporal_memory.md`
- `conflicts_forgetting_and_correction.md`
- `context_builder.md`
- `context_drift_and_regrounding.md`
- `mindnet_integration.md`
- `obsidian_integration.md`
- `memory_write_policy.md`
- `versioning_and_provenance.md`
- `retention_and_deletion.md`
- `privacy_principles.md`
- `sensitive_personal_data.md`
- `memory_transparency.md`
Bei diesen Kapiteln ist jeweils zu prüfen, ob die Point-in-Time-Rekonstruktion der ursprünglichen Innenperspektive erhalten bleibt.