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f76fdbbb03
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2e594d1709
99
docs/architecture/functional/reflection_outputs.md
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99
docs/architecture/functional/reflection_outputs.md
Normal file
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@ -0,0 +1,99 @@
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title: "Kanshō – Reflection Outputs"
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status: "Arbeitsstand"
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date: "2026-08-18"
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product_family: "Jinkendo"
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document_role: "Fachkapitel / Reflection Outputs / Handoffs"
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parent_document: "fachliche_zielarchitektur.md"
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# Kanshō – Reflection Outputs
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Dieses Dokument ist das kanonische Home für fachliche Ergebnisse eines Reflexionsdialogs.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 17 Ergebnisse eines Reflexionsdialogs – Einleitung. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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## 17. Ergebnisse eines Reflexionsdialogs
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Ein Dialog kann mehrere unterschiedliche Ergebnisse erzeugen.
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Diese Ergebnisse müssen voneinander getrennt behandelt werden.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 17.1 Journal Entry. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 17.1 Journal Entry
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Ein menschenlesbarer autobiografischer Text.
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Zielsystem:
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- primär Obsidian,
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- damit indirekt mindnet.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 17.2 Reflection Memory. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 17.2 Reflection Memory
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Eine verdichtete, aber nachvollziehbare Erkenntnis aus einer Reflexion.
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Beispiele:
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- persönliche Einsicht,
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- wiederkehrendes Thema,
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- bestätigte Beobachtung.
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Zielsystem:
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- mindnet.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 17.3 Knowledge Delta. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 17.3 Knowledge Delta
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Eine neue oder geänderte Beziehung im persönlichen Wissensnetz.
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Beispiele:
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- neue Verbindung zwischen Erlebnis und Wert,
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- neue Referenz,
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- korrigierte frühere Annahme,
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- neue Hypothese.
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Zielsystem:
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- mindnet.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 17.4 Action Candidate. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 17.4 Action Candidate
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Aus einer Reflexion kann eine konkrete Handlungsabsicht entstehen.
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Beispiele:
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- neues Ziel,
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- Ritual,
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- Experiment,
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- Aufgabe,
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- persönlicher Entwicklungsschritt.
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Zielsystem:
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- Kairo.
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Kanshō soll diese Handlungsabsicht erkennen und zur Übernahme anbieten.
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Kanshō selbst wird dadurch nicht zum Aufgaben- oder Projektmanager.
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## Noch auszuarbeiten
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Beim Abschluss der laufenden Ausarbeitung der Nutzungssituation Tagesreflexion werden hier Session Output, Narrative Output, Long-Term Output sowie die Trennung `Session Lifecycle ≠ Thread Lifecycle` ergänzt.
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224
docs/architecture/functional/reflection_spaces.md
Normal file
224
docs/architecture/functional/reflection_spaces.md
Normal file
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@ -0,0 +1,224 @@
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title: "Kanshō – Reflection Spaces"
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status: "Arbeitsstand"
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date: "2026-08-18"
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product_family: "Jinkendo"
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document_role: "Fachkapitel / Reflection Contexts / Spaces"
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parent_document: "fachliche_zielarchitektur.md"
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# Kanshō – Reflection Spaces
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Dieses Dokument ist das kanonische Home für Reflexionskontexte, Reflection Spaces, deren sichtbare und interne Struktur sowie die fachliche Autonomie bei ihrer Organisation.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 7 Reflexionskontexte. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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## 7. Reflexionskontexte
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Reflexionen finden in unterschiedlichen Lebensbereichen und Situationen statt.
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Bereits benannte Beispiele sind:
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- Urlaub,
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- persönliche Entwicklung,
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- Beruf,
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- allgemeines Befinden,
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- Vergangenheitsbewältigung,
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- Ziele,
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- Visionen,
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- Inspiration,
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- Kreativität.
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Diese Liste ist ausdrücklich nicht abschließend.
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Eine noch offene konzeptionelle Frage ist, ob solche Kontexte:
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1. als feste Kategorien definiert werden,
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2. vollständig dynamisch entstehen,
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3. oder über ein hybrides Modell organisiert werden.
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Als derzeit bevorzugte Richtung gilt ein **hybrides Modell**:
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- wenige übergeordnete Lebensräume,
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- darunter dynamisch entstehende konkrete Reflexionsräume.
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Beispiele:
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- `Urlaub → Lošinj 2026`
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- `Beruf → Institute`
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- `Persönliche Entwicklung → Umgang mit Verlust`
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- `Kreativität → neue Produktidee`
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- `Familie → gemeinsames Erleben`
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- `Zukunft → persönliche Vision`
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Diese Reflexionsräume sollen mit Objekten aus Kairo und Knoten aus mindnet verknüpft werden können.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 8.4 Fachliche Autonomie der KI bei Strukturierung. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 8.4 Fachliche Autonomie der KI bei Strukturierung
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Kanshō soll die interne Strukturierung von Reflexionen möglichst weitgehend im Hintergrund übernehmen.
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Dabei gilt als fachliches Prinzip:
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> **Die KI erkennt, schlägt vor, strukturiert und konsolidiert – der Nutzer soll aber nicht zum Verwalter der internen Struktur werden.**
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Der Umfang dieser Eigenständigkeit soll konfigurierbar sein.
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Mögliche Ausprägungen reichen von:
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- stark bestätigungsorientiert: Kanshō schlägt neue Räume, Threads oder Zusammenführungen vor und wartet auf Bestätigung,
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- ausgewogen: offensichtliche Strukturierungen erfolgen automatisch, bedeutsame Änderungen werden vorgeschlagen,
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- weitgehend autonom: Kanshō darf neue Räume oder Threads selbst anlegen und später konsolidieren, solange dies transparent und korrigierbar bleibt.
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Diese Einstellung ist eine fachliche Produktanforderung. Die genaue technische Umsetzung ist noch offen.
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Wichtig ist dabei insbesondere:
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- Nicht jedes Seitenthema erzeugt automatisch einen neuen sichtbaren Thread.
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- Nicht jede semantische Abweichung benötigt einen neuen Reflection Space.
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- Kanshō soll Relevanz, Wiederkehr, Tiefe und Dauer eines Themas berücksichtigen.
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- Mehrere schwach ausgeprägte oder verwandte Strukturen dürfen später konsolidiert werden.
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- Der Nutzer muss eine falsche Zuordnung, Trennung oder Zusammenführung korrigieren können.
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Damit soll verhindert werden, dass Kanshō über Jahre eine unüberschaubare Menge kleinteiliger Reflexionsräume und Threads erzeugt.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 8.6 Sichtbare und interne Struktur. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 8.6 Sichtbare und interne Struktur
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Kanshō darf intern wesentlich mehr Struktur kennen und verwalten, als dem normalen Nutzer in der Oberfläche angezeigt wird.
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Für die reguläre Nutzung gilt:
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- nur relevante Reflection Spaces werden sichtbar hervorgehoben,
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- offene oder bewusst markierte Themen können sichtbar angeboten werden,
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- frühere Dialoge und Tagebucheinträge bleiben zugänglich,
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- kleinere Threads, vorläufig erkannte Themen und interne semantische Beziehungen müssen nicht unmittelbar sichtbar sein.
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Damit soll verhindert werden, dass die Anwendung zu einem Struktur- oder Wissensverwaltungswerkzeug wird.
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#### Admin-/Developer View
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Für Entwicklung, Test, Qualitätssicherung und spätere Administration soll es jedoch eine besondere Diagnose- und Transparenzansicht geben.
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Diese Ansicht kann – abhängig vom späteren Berechtigungsmodell – insbesondere sichtbar machen:
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- erkannte interne Threads,
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- Zuordnung von Dialogen zu Reflection Spaces,
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- vorläufige Space- oder Thread-Kandidaten,
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- Herkunft und Provenance verwendeter Memories,
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- Confidence beziehungsweise Unsicherheit interner Zuordnungen,
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- erkannte Zusammenhänge und Hypothesen,
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- Gründe für Vorschläge zur Trennung oder Konsolidierung,
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- Konsolidierungskandidaten,
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- Context-Builder-Auswahl für einen Dialog,
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- verwendete relevante Erinnerungen und Wissensknoten,
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- vorgeschlagene beziehungsweise durchgeführte Strukturänderungen.
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Diese Ansicht ist **nicht Teil der normalen Nutzeroberfläche**.
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Sie soll später nur Rollen mit entsprechender Berechtigung zugänglich sein, beispielsweise:
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- Hauptadmin,
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- Systemadministrator,
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- Entwickler/Testrolle.
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Die konkrete Rollenbezeichnung und technische Berechtigungsumsetzung werden später festgelegt.
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Wesentliche Anforderung:
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> Interne KI-Strukturen müssen für Entwicklung und Qualitätssicherung nachvollziehbar und inspizierbar sein, ohne die reguläre Nutzung mit dieser Komplexität zu belasten.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 8.7 Reflection Space als lebendiger Denk- und Erfahrungsraum. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 8.7 Reflection Space als lebendiger Denk- und Erfahrungsraum
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Ein Reflection Space ist fachlich **kein bloßer Ablageort für Dialoge oder Tagebucheinträge**.
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Er bildet vielmehr eine laufend aktualisierte Sicht auf einen zusammenhängenden persönlichen Denk- und Erfahrungsraum.
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Ein Reflection Space kann dabei mehrere Elemente verbinden:
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- frühere und aktuelle Dialoge,
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- relevante Threads,
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- Tagebucheinträge,
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- offene Fragen,
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- bereits entstandene Erkenntnisse,
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- zeitliche Entwicklung,
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- Verbindungen zu anderen Reflection Spaces,
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- relevante Informationen aus mindnet,
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- bei Bedarf relevante Kontexte aus anderen Jinkendo-Anwendungen.
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Der Reflection Space soll dem Nutzer vor allem fünf Dinge ermöglichen:
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1. **Orientierung** – Worum geht es in diesem Raum aktuell?
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2. **Fortsetzung** – Wo kann die Reflexion sinnvoll weitergehen?
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3. **Offene Fragen** – Welche Themen oder Fragen sind noch nicht abgeschlossen?
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4. **Historie** – Welche Dialoge, Erlebnisse und Einträge haben den Raum geprägt?
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5. **Entwicklung** – Was hat sich über die Zeit in Wahrnehmung, Haltung oder Erkenntnis verändert?
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#### Aktueller Zustand eines Reflection Space
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Jeder Reflection Space besitzt aus Nutzersicht einen aktuellen fachlichen Zustand.
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Dieser Zustand beschreibt nicht die vollständige Historie, sondern den derzeit relevanten Stand des Denk- und Erfahrungsraums.
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Wichtig:
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- Der aktuelle Zustand muss auf zugrunde liegende Reflexionen, Erinnerungen oder andere Quellen zurückführbar sein.
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- Er darf kein frei erfundenes KI-Summary sein.
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- Veränderungen des Zustands müssen nachvollziehbar aus neuen Dialogen, Erkenntnissen oder bestätigten Informationen hervorgehen.
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- Die vollständige Historie bleibt weiterhin zugänglich.
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- Interne technische Strukturen können deutlich umfangreicher sein als die sichtbare Zusammenfassung.
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Damit wird der Reflection Space zu einer **lebendigen, kontextuellen Sicht auf persönliche Entwicklung innerhalb eines bestimmten Zusammenhangs**.
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#### Dauer und Granularität
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Reflection Spaces können unterschiedlich lange relevant sein.
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Sie können beispielsweise:
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- ein klar abgegrenztes Erlebnis oder einen Urlaub über Tage oder Wochen begleiten,
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- ein über mehrere Wochen laufendes persönliches Thema bündeln,
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- eine längerfristige berufliche oder persönliche Entwicklung abbilden,
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- über Jahre hinweg wiederkehrende Fragen oder Lebenszusammenhänge begleiten.
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Die Dauer allein entscheidet nicht darüber, ob ein eigener Reflection Space sinnvoll ist. Maßgeblich ist, ob ein Zusammenhang für die Reflexion über mehrere Interaktionen hinweg eigenständige Bedeutung besitzt.
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Ältere oder aktuell nicht relevante Spaces dürfen in der normalen Oberfläche zurücktreten, bleiben aber auffindbar und können bei erneuter Relevanz wieder in den Vordergrund treten.
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Kanshō soll diese Komplexität weitgehend selbst organisieren. Der Nutzer soll nicht entscheiden müssen, ob ein Thema „groß genug“ für einen Space ist.
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#### Vorläufige sichtbare Standardansicht
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Für die normale Nutzeroberfläche gilt als **vorläufige fachliche Baseline**, die in späteren Dialogkapiteln weiter konkretisiert werden kann:
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1. **Aktueller Stand** – eine kompakte, quellengebundene Sicht darauf, worum es in diesem Space aktuell geht und wo der Nutzer gedanklich steht.
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2. **Was ist noch offen?** – nur die aktuell relevanten offenen Fragen, Spannungsfelder oder bewusst weiterzuverfolgenden Themen.
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3. **Weiterdenken** – ein intelligent priorisierter Vorschlag zur Fortsetzung mit wenigen Alternativen.
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4. **Bisheriger Weg** – eine kompakte zeitliche Sicht auf prägende Erlebnisse, Dialoge, Tagebucheinträge und Wendepunkte.
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Diese Darstellung ist bewusst nicht abschließend. Sie bildet den derzeit akzeptierten Ausgangspunkt und darf später auf Basis der konkreten Nutzungsszenarien erweitert oder verändert werden.
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#### Aufklappbarkeit und Nutzer-Provenance
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Verdichtete Aussagen in der sichtbaren Space-Ansicht sollen für den Nutzer grundsätzlich auf die zugrunde liegenden Inhalte zurückführbar sein.
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Der Nutzer soll bei Bedarf nachvollziehen können:
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- auf welchen früheren Dialogen,
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- Tagebucheinträgen,
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- Memories,
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- Obsidian-Inhalten,
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- mindnet-Knoten oder
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- bestätigten Erkenntnissen
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eine relevante Aussage oder Zusammenfassung basiert.
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Dieses **Aufklappen** ist eine Transparenzfunktion für den Nutzer und ist fachlich von dem internen Re-Grounding der KI zu unterscheiden.
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175
docs/architecture/functional/resurfacing_and_saturation.md
Normal file
175
docs/architecture/functional/resurfacing_and_saturation.md
Normal file
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@ -0,0 +1,175 @@
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title: "Kanshō – Thread Resurfacing und Reflection Saturation"
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status: "Arbeitsstand"
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date: "2026-08-18"
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product_family: "Jinkendo"
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document_role: "Querschnittliches Fachkapitel / Resurfacing / Saturation"
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parent_document: "fachliche_zielarchitektur.md"
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# Kanshō – Thread Resurfacing und Reflection Saturation
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Dieses Dokument ist das kanonische Home für das Wiederauftauchen offener Themen, Wiedervorlagen, Relevanz und die erkannte Abschlussreife von Reflexionssitzungen.
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<!-- Migriert aus `fachliche_zielarchitektur.md`: ehemaliger Abschnitt 2.11 Konsistenzregel für Resurfacing und Saturation. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 2.11 Konsistenzregel für Resurfacing und Saturation
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Aus dem Nutzungsszenario „Tagesreflexion“ wurden zwei querschnittliche Konzepte abgeleitet, die für die gesamte fachliche und spätere technische Architektur verbindlich berücksichtigt werden müssen.
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#### Thread Resurfacing
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Beschreibt, **wann ein früherer oder offener Thread wieder aktiv relevant wird**.
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Relevanz kann insbesondere entstehen durch:
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- explizite Nutzeranfrage,
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- gesetzte Wiedervorlage,
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- zeitlichen oder örtlichen Kontext,
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- neues Ereignis im gleichen Kontext,
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- semantische Reaktivierung,
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- aktuellen Bezug zu einem Reflection Space.
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Grundprinzip:
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> **Langfristig gespeichert bedeutet nicht automatisch aktuell relevant.**
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Memory und Current Relevance sind getrennte Konzepte.
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#### Reflection Saturation
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Beschreibt, **wann eine Reflexion für die aktuelle Sitzung wahrscheinlich ausreichend tief beziehungsweise weit bearbeitet ist**.
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Mögliche fachliche Signale sind:
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- Reflection Intent,
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- Nutzerwunsch,
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- individuelle typische Dialogtiefe,
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- Abdeckung aktiver Themen,
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- sinkender zusätzlicher Erkenntnisgewinn,
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- offene Randthemen,
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- Gesprächssignale.
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Grundprinzip:
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> **Kanshō darf Abschlussreife erkennen und anbieten, aber der Nutzer entscheidet über Weiterführen, Vertiefung, Wiedervorlage oder Abschluss.**
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#### Architekturweite Konsistenz
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Diese beiden Konzepte müssen in späteren Kapiteln konsistent berücksichtigt werden, insbesondere in:
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- `dialogue_model.md`
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- `threads_and_branching.md`
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- `thread_memory.md`
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- `episodic_memory.md`
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- `context_builder.md`
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- `context_drift_and_regrounding.md`
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||||
- `reflection_space_model.md`
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- `agent_roles.md`
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- `retrieval_strategy.md`
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- `memory_write_policy.md`
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- `conversation_ui.md`
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||||
- `notifications_and_background_behaviour.md`
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||||
- `kairo_integration.md`
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- `admin_developer_view.md`
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Keines dieser Kapitel soll eine eigene Logik einführen, die dem Grundmodell von Resurfacing oder Saturation widerspricht.
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#### Konsistenzprüfung
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Bei der späteren Ausarbeitung der genannten Kapitel ist jeweils explizit zu prüfen:
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1. Wie wirkt die jeweilige Architekturentscheidung auf Thread Resurfacing?
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2. Wie wirkt sie auf Reflection Saturation?
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3. Bleibt die Trennung zwischen Memory und aktueller Relevanz erhalten?
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4. Bleibt die explizite Nutzerintention höher priorisiert als automatische KI-Vorschläge?
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5. Bleibt der Nutzer Herr über Vertiefung, Wiedervorlage und Abschluss?
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6. Ist die Entscheidung mit Re-Grounding, Provenance und Reflection Spaces konsistent?
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Diese Fragen werden Teil des architecture-wide Capability- und Drift-Checks.
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<!-- Migriert aus `usage_situations.md`: ehemaliger Abschnitt 7.2 Thread Resurfacing und Reflection Saturation. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 7.2 Thread Resurfacing und Reflection Saturation
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Aus der Ausarbeitung der Tagesreflexion ergeben sich zwei querschnittliche fachliche Konzepte, die nicht nur für diese Nutzungssituation gelten.
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#### Thread Resurfacing
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Thread Resurfacing beantwortet die Frage:
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> **Wann soll ein früheres oder offenes Thema wieder aktiv relevant werden?**
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Mögliche Trigger sind insbesondere:
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1. **Explizite Nutzeranfrage**
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Beispiele: „Was ist noch offen?“ oder „Wo stehen wir bei Thema X?“
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2. **Zeitlicher oder örtlicher Kontext**
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Beispiel: Urlaubsthemen sind während des Urlaubs besonders relevant und können noch in einer definierten Rückschauphase danach aktiv angeboten werden.
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3. **Situations- oder kontextgebundene Reaktivierung**
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Beispiel: Ein neues Erlebnis beim Sport, in der Familie oder bei einer Meditation steht in erkennbarem Zusammenhang mit einem früheren Thread.
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4. **Explizit gesetzter Anker im Dialog**
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Beispiel: „Lass uns morgen daran weiterarbeiten.“
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5. **Semantische Reaktivierung**
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Ein aktuelles Erlebnis steht in starker inhaltlicher Beziehung zu einem früheren Thema, auch wenn der Nutzer es nicht ausdrücklich nennt.
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Wichtig ist die Trennung zwischen:
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- **Memory:** Ein Thema bleibt langfristig erhalten.
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- **Current Relevance:** Ein Thema ist aktuell geeignet, wieder aktiv angeboten zu werden.
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Ein Thema darf historisch vollständig verfügbar bleiben, ohne regelmäßig ungefragt in den Vordergrund zu treten.
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#### Reflection Saturation
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Reflection Saturation beantwortet die Frage:
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> **Ist für die aktuelle Reflexionssitzung wahrscheinlich ausreichend gesagt beziehungsweise verstanden worden?**
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Dabei können fachlich unter anderem berücksichtigt werden:
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- aktueller Reflection Intent,
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- expliziter Nutzerwunsch,
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- typische persönliche Dialogtiefe,
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||||
- Umfang und Tiefe vergleichbarer früherer Reflexionen,
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- Abdeckung aktuell relevanter Themen,
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- offene Randthemen,
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- sinkender zusätzlicher Erkenntnisgewinn,
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- erkennbare Gesprächssignale.
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Reflection Saturation ist **kein automatischer Gesprächsabbruch**.
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Kanshō darf erkennen, dass eine Reflexion für den Moment ausreichend rund wirkt, soll den Abschluss aber als Möglichkeit anbieten.
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Die letzte Entscheidung über Weiterführen, Vertiefen, Wiedervorlage oder Abschluss liegt beim Nutzer.
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#### Fachliche Thread-Zustände
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Für die weitere Architektur sind mindestens folgende fachlichen Zustände beziehungsweise Bedeutungen relevant:
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- **Active** – wird aktuell bearbeitet,
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- **Open** – noch nicht ausgeschöpft,
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- **Anchored / Resurface** – ausdrücklich für eine spätere Wiederaufnahme markiert,
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- **Dormant** – nicht abgeschlossen, aber aktuell nicht relevant,
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- **Resolved** – für den derzeitigen Erkenntnisstand ausreichend bearbeitet.
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Diese Begriffe sind noch **kein festes technisches State Model**. Sie dienen zunächst dazu, spätere Architekturentscheidungen konsistent auszurichten.
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#### Architekturweite Gültigkeit
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Thread Resurfacing und Reflection Saturation sind querschnittliche Konzepte.
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Spätere Kapitel zu Dialogmodell, Memory, Context Builder, AI-Architektur, Reflection Spaces, UX, Notifications, Kairo-Integration und Admin-/Developer View müssen mit diesen Konzepten konsistent bleiben.
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Die konkrete Berechnung von Relevanz, Saturation, Scores oder Zustandsübergängen wird erst in den jeweiligen technischen Architekturkapiteln festgelegt.
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## Nutzungsspezifische Regeln
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Konkrete Regeln der Tagesreflexion – beispielsweise explizite Wiedervorlage, Fokuswahl und Priorisierung des heutigen Kontexts – verbleiben in `usage_situations.md` und müssen mit diesem Querschnittsmodell konsistent sein.
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247
docs/architecture/functional/self_model_and_lived_experience.md
Normal file
247
docs/architecture/functional/self_model_and_lived_experience.md
Normal file
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@ -0,0 +1,247 @@
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title: "Kanshō – Self Model und Lived Experience"
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status: "Arbeitsstand"
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date: "2026-08-18"
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product_family: "Jinkendo"
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document_role: "Fachkapitel / Self Model / Point-in-Time Self / Digital Twin"
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parent_document: "fachliche_zielarchitektur.md"
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# Kanshō – Self Model und Lived Experience
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Dieses Dokument ist das kanonische Home für Self Model, bestätigte Identitätsaussagen, zeitgebundene Innenperspektive, Point-in-Time Self und den Lived-Experience-Layer des digitalen Zwillings.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 10.4 Self Model. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 10.4 Self Model
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Das Self Model beschreibt nicht die spontane Interpretation der KI, sondern ein nachvollziehbares persönliches Selbstmodell.
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Mögliche Bestandteile:
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- Werte,
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- Leitbild,
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- Prinzipien,
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- Rollen,
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- langfristige Ziele,
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- bestätigte persönliche Muster,
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- Selbstbeschreibungen,
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- wiederkehrende Spannungsfelder.
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Das Self Model soll:
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- versioniert sein,
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- Herkunft und Zeitbezug einer Aussage kennen,
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- Beobachtungen von Interpretationen unterscheiden,
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- nicht stillschweigend von der KI verändert werden.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 14 Self Model und Wesenskern. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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## 14. Self Model und „Wesenskern“
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Ein zentrales Ziel ist, dass langfristig tiefere Verbindungen zur Persönlichkeit und zum eigenen Wesenskern erkennbar werden.
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Dabei gilt jedoch eine wichtige Grenze:
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**Die KI soll keinen Wesenskern erfinden.**
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Das System soll vielmehr ein nachvollziehbares und versioniertes Selbstmodell aus belastbaren Quellen bilden.
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Informationsquellen können sein:
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- explizit formulierte Werte,
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- Leitbild,
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- Selbstbeschreibungen,
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- bestätigte Erkenntnisse,
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- frühere Reflexionen,
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- dokumentierte Entscheidungen,
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- längerfristig wiederkehrende Muster.
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Wird ein potenziell neues grundlegendes Muster erkannt, soll die KI es zunächst als Hypothese behandeln.
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Beispiel:
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> „In mehreren Reflexionen scheint Selbstbestimmung eine wichtige Rolle zu spielen. Das ist bisher nicht ausdrücklich Teil deines Wertemodells. Möchtest du das genauer betrachten?“
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Eine solche Aussage wird erst nach bewusster Bestätigung Bestandteil eines stabilen Self Models.
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<!-- Migriert aus `produktvision_und_produktidentitaet.md`: Abschnitt 17.1 Zeitgebundene Innenperspektive und digitaler Zwilling. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 17.1 Zeitgebundene Innenperspektive und digitaler Zwilling
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Durch die Persistenz der vollständigen Kanshō-Unterhaltungen entsteht eine zusätzliche Ebene des persönlichen digitalen Zwillings.
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mindnet bildet bisher vor allem langfristig nutzbares persönliches Wissen und Zusammenhänge ab, beispielsweise:
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- Erfahrungen,
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- Erlebnisse,
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- Entscheidungen,
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- Erkenntnisse,
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- Werte,
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- Leitbild,
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- Beziehungen zwischen Wissenselementen.
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Kanshō ergänzt diese Ebene um die **zeitgebundene Innenperspektive** des Nutzers.
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Dabei werden nicht nur Ergebnisse einer Reflexion gespeichert, sondern – soweit vom Nutzer vorgesehen – auch die zugrunde liegenden Dialoge, in denen sichtbar wird:
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- wie der Nutzer zu einem bestimmten Zeitpunkt gedacht hat,
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- welche Gefühle er beschrieben hat,
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- welche Zweifel oder Ambivalenzen bestanden,
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- welche Alternativen erwogen wurden,
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- wie sich eine Haltung im Gespräch entwickelt hat,
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- welche Fragen noch offen waren,
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- welche Aussagen nur Hypothesen oder Momentaufnahmen waren,
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- welche Sprache und Denkstruktur zu diesem Zeitpunkt verwendet wurde.
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Diese Ebene wird vorläufig als **Lived Experience / Inner-State Layer** bezeichnet.
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#### Keine Behauptung eines objektiven inneren Zustands
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Kanshō kann nicht unmittelbar wissen, was ein Mensch „wirklich“ denkt oder fühlt.
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Gespeichert wird deshalb fachlich die:
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> **zu einem bestimmten Zeitpunkt geäußerte, beobachtbare und kontextgebundene Innenperspektive des Nutzers.**
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Eine Aussage wie „Ich war damals zufrieden“ ist damit zunächst eine zeitgebundene Selbstäußerung und keine objektive psychologische Diagnose.
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Diese Unterscheidung ist für die langfristige Integrität des digitalen Zwillings wesentlich.
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#### Point-in-Time Self
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Die Kombination aus vollständigen Dialogquellen, zeitlichen Zuständen und langfristigem Wissen eröffnet perspektivisch eine neue Fähigkeit:
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> **Wie habe ich zu einem bestimmten Zeitpunkt gedacht, gefühlt, bewertet und argumentiert?**
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Ein späterer Zustand soll einen früheren nicht überschreiben.
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Beispiele:
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- „Damals glaubte ich X, heute sehe ich es anders.“
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- „Vor zwei Jahren war diese Entscheidung für mich mit anderen Gefühlen verbunden.“
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- „Dieses Thema wurde damals als Hypothese betrachtet und erst später zu einer bestätigten Erkenntnis.“
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Damit bildet Kanshō nicht nur ein aktuelles persönliches Modell, sondern eine **zeitliche Entwicklung des Selbstmodells und der erlebten Innenperspektive**.
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#### Beziehung zu mindnet
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Kanshō und mindnet besitzen dabei unterschiedliche, komplementäre Rollen:
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**Kanshō**
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- bewahrt dialogische Originalquellen,
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- erfasst zeitgebundene Gedanken und ausgedrückte Gefühle,
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- erhält Ambivalenzen, Zweifel und Denkwege,
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- ermöglicht Point-in-Time-Rekonstruktion.
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**mindnet**
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- integriert langfristig relevante Erkenntnisse,
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- vernetzt Erfahrungen, Entscheidungen, Werte und Wissenselemente,
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- unterstützt semantisches Retrieval und übergreifende Zusammenhänge.
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Kanshō soll damit nicht mindnet ersetzen, sondern mindnet um eine reichere autobiografische Quellen- und Erlebnisebene ergänzen.
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#### Originalquelle vor Interpretation
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Die vollständige Unterhaltung ist für diese Funktion besonders wertvoll, weil sie späteres Re-Grounding ermöglicht.
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Daraus folgt ein wichtiges Prinzip:
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> **Rohdialoge beziehungsweise deren verlässliche Originalrepräsentation sind Primärquellen. Summaries, Memories, Emotionseinordnungen, Muster und Self-Model-Aussagen sind abgeleitete Schichten.**
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Abgeleitete Interpretationen dürfen die Originalquelle nicht ersetzen.
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#### Widerspruch und Veränderung sind Information
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Der digitale Zwilling darf Widersprüche nicht automatisch „glattziehen“.
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Wenn ein Nutzer zu unterschiedlichen Zeitpunkten verschiedene Sichtweisen äußert, kann gerade diese Veränderung fachlich bedeutsam sein.
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Deshalb sollen:
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- frühere Zustände erhalten bleiben,
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- zeitliche Gültigkeit berücksichtigt werden,
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- Korrekturen und Neubewertungen nachvollziehbar sein,
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- konkurrierende Perspektiven koexistieren können.
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#### Langfristige Perspektive
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Diese Architektur ermöglicht perspektivisch Fragen wie:
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- „Wie habe ich diese Lebensphase damals erlebt?“
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- „Welche Sorgen hatte ich vor dieser Entscheidung?“
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- „Wie hat sich meine Haltung zu Leistung verändert?“
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- „Was habe ich damals über meine Rolle als Vater gedacht?“
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- „Wann begann sich meine Sicht auf dieses Thema zu verändern?“
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Damit wird Kanshō zu einer wesentlichen Daten- und Reflexionsquelle für einen langfristig wachsenden persönlichen digitalen Zwilling.
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<!-- Migriert aus `fachliche_zielarchitektur.md`: ehemaliger Abschnitt 2.12 Zeitgebundene Innenperspektive und Digital-Twin-Layer. Inhalt fachlich unverkuerzt; nur Heading-Level fuer die neue Dateistruktur angepasst. -->
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### 2.12 Zeitgebundene Innenperspektive und Digital-Twin-Layer
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Die Persistenz der vollständigen Kanshō-Dialoge wird als eigenständige Quelle des persönlichen digitalen Zwillings betrachtet.
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Kanshō ergänzt mindnet um eine **Lived Experience / Inner-State Layer**.
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Diese Ebene soll zeitgebunden rekonstruierbar machen:
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- geäußerte Gedanken,
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- beschriebene Gefühle,
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- Zweifel,
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- Ambivalenzen,
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- Bewertungsprozesse,
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- alternative Überlegungen,
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- offene Fragen,
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- Entwicklung einer Haltung innerhalb und zwischen Dialogen.
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#### Architektur-Invarianten
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1. **Originalquelle bleibt erhalten**
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Rohdialog beziehungsweise verlässliche Originalrepräsentation darf nicht durch Summaries oder extrahierte Memories ersetzt werden.
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2. **Abgeleitete Schichten bleiben als solche gekennzeichnet**
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Emotionseinordnung, Hypothese, Pattern, Memory, Knowledge Delta oder Self-Model-Aussage sind Ableitungen mit Provenance.
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3. **Zeitbezug ist wesentlich**
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Aussagen müssen im späteren Memory-/Datenmodell zeitlich einordenbar sein.
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4. **Frühere Zustände werden nicht überschrieben**
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Eine heutige Sicht ersetzt nicht automatisch die frühere Innenperspektive.
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5. **Widerspruch ist zulässige Information**
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Unterschiedliche Sichtweisen zu verschiedenen Zeitpunkten dürfen nebeneinander bestehen.
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6. **Keine objektive Psychologisierung**
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Aus Dialogen wird die geäußerte Innenperspektive modelliert, nicht ein behaupteter „wahrer“ psychischer Zustand.
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7. **Re-Grounding muss bis zu dieser Quellenebene reichen können**
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Langfristige Ableitungen müssen bei Bedarf gegen die ursprünglichen Dialoge geprüft werden können.
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#### Architekturweite Auswirkungen
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Dieses Prinzip muss später insbesondere berücksichtigt werden in:
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- `dialogue_data_model.md`
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- `memory_architecture.md`
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- `episodic_memory.md`
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- `self_model.md`
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- `temporal_memory.md`
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- `conflicts_forgetting_and_correction.md`
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- `context_builder.md`
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- `context_drift_and_regrounding.md`
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- `mindnet_integration.md`
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- `obsidian_integration.md`
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- `memory_write_policy.md`
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- `versioning_and_provenance.md`
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||||
- `retention_and_deletion.md`
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||||
- `privacy_principles.md`
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- `sensitive_personal_data.md`
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||||
- `memory_transparency.md`
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Bei diesen Kapiteln ist jeweils zu prüfen, ob die Point-in-Time-Rekonstruktion der ursprünglichen Innenperspektive erhalten bleibt.
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