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d730dad761
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2115ac5758
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@ -95,6 +95,28 @@ Jede Datei erhält mindestens:
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## 2.6 Trennung von fachlicher und technischer Konzeption
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Die fachliche Zielarchitektur ist führend.
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Im Interview wird zunächst beschrieben:
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- welches Nutzererlebnis gewünscht ist,
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- welche fachlichen Verantwortlichkeiten bestehen,
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- welche Objekte oder Beziehungen für das Produktverständnis notwendig sind,
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- welche Entscheidungen oder Kontrollen beim Nutzer liegen.
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Die technische Umsetzung wird bewusst nachgelagert.
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Ausnahmen sind nur dann sinnvoll, wenn eine technische Grundentscheidung:
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- die fachliche Produktgrenze unmittelbar beeinflusst,
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- später nur mit sehr hohem Aufwand revidierbar wäre,
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- oder zwingende Auswirkungen auf Datenschutz, Offline-Fähigkeit, Sicherheit oder Integrationen hat.
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Ziel ist, eine fachlich klare, aber handhabbare Architektur zu entwickeln und unnötige Frühkomplexität zu vermeiden.
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# 3. Vorgeschlagene Repository-Struktur
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```text
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@ -318,11 +340,21 @@ Nicht nur einzelne User Stories, sondern die langfristige Beziehung zwischen Men
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# Phase B – Reflection Spaces und Dialog
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## B1. Reflection Contexts und Reflection Spaces
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## B1. Reflection Contexts, Reflection Spaces und Reflection Intent
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**Ziel:**
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Das zentrale Kontextmodell definieren.
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Das zentrale Kontextmodell definieren und klar zwischen dem thematischen Lebenskontext und der aktuellen Nutzungsabsicht unterscheiden.
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**Zusätzliche fachliche Leitplanken:**
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- Kanshō soll Strukturierungsarbeit weitgehend im Hintergrund übernehmen.
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- Nicht jedes Seitenthema wird automatisch zu einem sichtbaren Thread oder Reflection Space.
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- Die KI darf Zusammenhänge erkennen und Vorschläge zur Trennung oder Konsolidierung machen.
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- Der Grad der KI-Autonomie bei Anlage und Konsolidierung soll konfigurierbar sein.
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- Der Nutzer muss falsche Strukturierungen korrigieren können.
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- Die konkrete technische Heuristik zur Bewertung von Relevanz, Wiederkehr, Tiefe oder Dauer wird in dieser Phase noch nicht festgelegt.
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**Leitfragen:**
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@ -333,6 +365,10 @@ Das zentrale Kontextmodell definieren.
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- Wie werden Räume erzeugt, zusammengeführt, beendet oder archiviert?
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- Wie unterscheiden sich Kontext, Thema, Projekt, Rolle und Lebensbereich?
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- Wie werden Kairo-Objekte und mindnet-Knoten verknüpft?
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- Welche Reflection Intents gibt es?
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- Welche Intents werden explizit gewählt und welche automatisch erkannt?
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- Kann sich der Intent während eines Dialogs ändern?
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- Wie beeinflusst der Intent das Verhalten der KI?
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**Zieldateien:**
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@ -348,6 +384,14 @@ Das zentrale Kontextmodell definieren.
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Definieren, wie Kanshō einen Dialog beginnt.
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**Bereits entschieden:**
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- Default ist ein kontextbezogener Fortsetzungsvorschlag.
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- Kanshō priorisiert einen Hauptvorschlag und zeigt nur wenige Alternativen.
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- Der Nutzer kann jederzeit frei sprechen/schreiben oder gezielt navigieren.
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- Der Einstieg folgt damit fachlich dem Muster **Contextual Continuation → Free Reflection / Explicit Navigation**.
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- Die Startoberfläche soll Kontinuität des Dialogs zeigen und nicht primär ein Funktions-Dashboard sein.
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**Leitfragen:**
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- Öffnet der Nutzer die App ohne konkrete Absicht?
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@ -1141,7 +1185,7 @@ Technische Kapitel erhalten zusätzlich:
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| Produktvision | begonnen / bereits relativ klar |
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| Produktidentität | weitgehend entschieden |
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| Produktgrenzen zu Jinkendo | weitgehend entschieden |
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| Reflection Spaces | als nächster Dialogschritt vorgesehen |
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| Reflection Spaces | in Bearbeitung; Grundmodell und Entry-Logik teilweise entschieden |
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| Dialogmodell | erste Leitplanken vorhanden |
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| Threads | Grundidee vorhanden |
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| Memory Architecture | erstes Schichtenmodell vorhanden |
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@ -1167,24 +1211,19 @@ Technische Kapitel erhalten zusätzlich:
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Der nächste konzeptionelle Block ist:
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# **Reflection Spaces**
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# **Reflection Spaces – fachliche Mindestlogik**
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Ziel ist, zu beantworten:
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Der nächste Interviewblock soll bewusst einfach bleiben.
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> Wie organisiert Kanshō die unterschiedlichen Lebens-, Situations- und Themenkontexte, in denen Reflexion stattfindet?
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Ziel ist nicht, bereits eine vollständige interne Taxonomie oder technische Automatik zu entwerfen, sondern nur die fachlichen Mindestfragen zu beantworten:
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Dabei werden wir insbesondere zwischen folgenden Begriffen unterscheiden müssen:
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1. Was ist aus Nutzersicht überhaupt ein Reflection Space?
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2. Wann ist ein eigener Space hilfreich und wann reicht ein Thread innerhalb eines vorhandenen Kontexts?
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3. Welche Räume soll der Nutzer sichtbar sehen können?
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4. Welche Struktur darf rein intern bleiben?
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5. Wann sollte Kanshō eine neue Struktur vorschlagen?
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6. Wann darf Kanshō ähnliche oder überholte Strukturen wieder konsolidieren?
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7. Welche Kontrolle benötigt der Nutzer über diese Entscheidungen?
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8. Welche Autonomiestufen sollen konfigurierbar sein?
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- Lebensbereich,
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- Rolle,
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- Kontext,
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- Situation,
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- Ereignis,
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- Thema,
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- Reflexionsraum,
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- Dialog,
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- Thread,
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- Projekt,
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- Ziel.
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Erst danach sollte das detaillierte Dialogmodell weiter ausgearbeitet werden.
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Erst wenn diese fachliche Mindestlogik steht, wird entschieden, ob überhaupt unterschiedliche interne Space-Typen oder komplexere Lifecycle-Modelle notwendig sind.
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@ -303,8 +303,155 @@ Dazu kann Kanshō beispielsweise berücksichtigen:
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Ziel ist ein Einstieg, der sich wie die Fortsetzung eines bestehenden persönlichen Denkprozesses anfühlt.
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## 8.1 Adaptives Entry-Modell
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Für den Einstieg in Kanshō wurde ein abgestuftes Modell festgelegt.
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### Stufe 1 – Contextual Continuation (Default)
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Kanshō eröffnet die Nutzung primär mit einem intelligent priorisierten Vorschlag, der an den bisherigen persönlichen Kontext anknüpft.
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Mögliche Ausgangspunkte sind beispielsweise:
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- der letzte Dialog,
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- ein noch offener Dialogfaden,
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- eine unbeantwortete Frage,
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- ein aktueller Reflection Space,
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- ein naheliegender Tagesrückblick,
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- ein länger offenes, aktuell relevantes Thema.
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Der Vorschlag ist immer als Einladung formuliert und nicht als Vorgabe.
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Kanshō priorisiert grundsätzlich **einen Hauptvorschlag**. Daneben können wenige diskrete Alternativen angeboten werden.
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### Stufe 2 – Free Reflection
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Der Nutzer kann jederzeit ohne vorherige Auswahl frei sprechen oder schreiben.
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Kanshō versucht dann aus dem Gespräch heraus:
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- den passenden Kontext,
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- einen vorhandenen Reflection Space,
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- mögliche Threads,
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- die aktuelle Nutzungsabsicht
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zu erkennen.
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### Stufe 3 – Explicit Navigation
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Wenn der Nutzer gezielt an etwas anknüpfen möchte, kann er bewusst navigieren, beispielsweise zu:
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- einem früheren Dialog,
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- einer offenen Frage,
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- einem offenen Thread,
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- einem Reflection Space,
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- einem bestimmten Tagebucheintrag,
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- einem konkreten Urlaubstag.
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Die Reihenfolge C → B/A ist keine starre Prozesslogik, sondern die bevorzugte Interaktionshierarchie. Der Nutzer kann jederzeit direkt in Stufe 2 oder 3 wechseln.
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## 8.2 Reflection Intent
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Neben dem Kontext wird eine zweite Dimension benötigt: die **aktuelle Absicht der Reflexion**.
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Ein Reflection Space beschreibt, **worüber beziehungsweise in welchem Lebenszusammenhang** reflektiert wird.
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Der Reflection Intent beschreibt, **was der Nutzer in diesem Moment mit der Interaktion erreichen möchte**.
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Beispiele:
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- `Space: Urlaub / Lošinj 2026` + `Intent: Tageserlebnisse festhalten`
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- `Space: Urlaub / Lošinj 2026` + `Intent: tiefer reflektieren`
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- `Space: Persönliche Entwicklung / Gestaltungsdrang` + `Intent: offenen Thread fortsetzen`
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- `Space: Beruf / aktuelle Rolle` + `Intent: Entscheidung einordnen`
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Der Intent kann:
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- explizit gewählt werden,
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- aus dem Einstieg erkannt werden,
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- sich im Verlauf des Gesprächs verändern.
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Kanshō soll sein Dialogverhalten am Intent ausrichten.
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Beispielsweise:
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- beim autobiografischen Festhalten stärker zuhören und strukturieren,
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- bei tiefer Reflexion gezielter nachfragen,
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- beim Fortsetzen eines Threads den bisherigen Denkstand rekonstruieren,
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- bei einer offenen Frage vorhandene Perspektiven und frühere Erkenntnisse einbeziehen.
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## 8.3 Konsequenz für die Startoberfläche
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Die Startoberfläche soll nicht primär als klassische Funktionsnavigation mit gleichwertigen Modulen wie „Tagebuch“, „Meditation“, „Reflexion“ und „Achtsamkeit“ aufgebaut werden.
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Primär soll sie die **Kontinuität des persönlichen Dialogs** sichtbar machen.
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Ein mögliches Muster ist:
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- ein intelligent priorisierter Hauptvorschlag,
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- wenige Alternativen wie freie Reflexion, Tagebuch, offene Threads oder Reflection Spaces,
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- jederzeitiger Wechsel in gezielte Navigation.
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Damit wird Kanshō als langfristiger Begleiter erlebt und nicht als Sammlung einzelner Tools.
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## 8.4 Fachliche Autonomie der KI bei Strukturierung
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Kanshō soll die interne Strukturierung von Reflexionen möglichst weitgehend im Hintergrund übernehmen.
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Dabei gilt als fachliches Prinzip:
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> **Die KI erkennt, schlägt vor, strukturiert und konsolidiert – der Nutzer soll aber nicht zum Verwalter der internen Struktur werden.**
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Der Umfang dieser Eigenständigkeit soll konfigurierbar sein.
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Mögliche Ausprägungen reichen von:
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- stark bestätigungsorientiert: Kanshō schlägt neue Räume, Threads oder Zusammenführungen vor und wartet auf Bestätigung,
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- ausgewogen: offensichtliche Strukturierungen erfolgen automatisch, bedeutsame Änderungen werden vorgeschlagen,
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- weitgehend autonom: Kanshō darf neue Räume oder Threads selbst anlegen und später konsolidieren, solange dies transparent und korrigierbar bleibt.
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Diese Einstellung ist eine fachliche Produktanforderung. Die genaue technische Umsetzung ist noch offen.
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Wichtig ist dabei insbesondere:
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- Nicht jedes Seitenthema erzeugt automatisch einen neuen sichtbaren Thread.
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- Nicht jede semantische Abweichung benötigt einen neuen Reflection Space.
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- Kanshō soll Relevanz, Wiederkehr, Tiefe und Dauer eines Themas berücksichtigen.
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- Mehrere schwach ausgeprägte oder verwandte Strukturen dürfen später konsolidiert werden.
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- Der Nutzer muss eine falsche Zuordnung, Trennung oder Zusammenführung korrigieren können.
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Damit soll verhindert werden, dass Kanshō über Jahre eine unüberschaubare Menge kleinteiliger Reflexionsräume und Threads erzeugt.
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## 8.5 Fachliche Ebene versus technische Umsetzung
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Für die weitere Konzeption wird grundsätzlich zwischen zwei Ebenen getrennt:
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### Fachliche Zielarchitektur
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Sie beschreibt:
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- welches Verhalten Kanshō aus Sicht des Nutzers zeigen soll,
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- welche fachlichen Objekte und Verantwortlichkeiten benötigt werden,
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- welche Entscheidungen der Nutzer treffen können muss,
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- welche Informationen und Beziehungen grundsätzlich relevant sind.
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### Technische Architektur
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Sie beschreibt später:
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- wie diese Anforderungen implementiert werden,
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- welche Datenmodelle und Speicher verwendet werden,
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- wie Agenten, Modelle, Retrieval und Synchronisation funktionieren,
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- welche Heuristiken oder Algorithmen eingesetzt werden.
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Technische Architekturentscheidungen werden im fachlichen Konzept nur dann vorgezogen, wenn sie eine wesentliche Produktgrenze oder eine später kaum reversible Grundentscheidung darstellen.
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Die fachliche Konzeption soll bewusst vermeiden, aus jeder Produktidee frühzeitig ein komplexes technisches Subsystem abzuleiten.
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# 9. Dialogfäden
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Ein Gespräch kann mehrere Themen oder Reflexionsfäden enthalten.
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@ -1014,9 +1161,10 @@ Kanshō soll derzeit ausdrücklich nicht zu folgenden Produkten werden:
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Die folgenden Punkte sind bewusst noch nicht entschieden.
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1. Genaue Struktur der Reflection Spaces.
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2. Feste Kategorien versus dynamische Kontexte.
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3. Lebenszyklus von Dialogfäden.
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1. Fachliche Struktur und Lebenszyklus der Reflection Spaces.
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2. Verhältnis von stabilen Lebenskontexten, dynamischen Reflexionsräumen und aktuellen Intents.
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3. Regeln für Entstehung, Sichtbarkeit, Konsolidierung und Wiederaufnahme von Dialogfäden.
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4. Konfigurierbarer Autonomiegrad der KI bei Strukturierung und Konsolidierung.
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4. Technisches Working-Memory-Modell.
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5. Datenbank für laufende Dialoge.
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6. Synchronisation und Offline-Architektur.
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@ -1066,6 +1214,13 @@ Die folgenden Punkte sind bewusst noch nicht entschieden.
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| Writing Profile | eigener langfristiger Bestandteil | entschieden |
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| Tagebuchgenerierung | Inhalt/Bedeutung und Stil getrennt erzeugen | bevorzugte Richtung |
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| Action Candidates | Übergabe an Kairo | entschieden |
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| Adaptiver Einstieg | Contextual Continuation als Default, freie Reflexion und Navigation jederzeit möglich | entschieden |
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| Hauptvorschlag | ein priorisierter Vorschlag plus wenige diskrete Alternativen | entschieden |
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| Reflection Intent | eigene Dimension neben Reflection Space | entschieden |
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| Primäre Startlogik | Kontinuität des Dialogs statt Funktions-Dashboard | entschieden |
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| Strukturierungsautonomie | KI erkennt, schlägt vor und kann abhängig von Konfiguration selbständig strukturieren/konsolidieren | entschieden |
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| Strukturpflege | Nutzer soll nicht zum Verwalter von Threads/Spaces werden | entschieden |
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| Fachlich vs. technisch | grundsätzlich getrennte Konzeptstränge; technische Vorentscheidungen nur bei wesentlichen Architekturzwängen | entschieden |
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| Produktname Kanshō | Arbeitstitel | offen |
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