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Lars 2026-08-18 11:49:21 +02:00
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@ -95,6 +95,28 @@ Jede Datei erhält mindestens:
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## 2.6 Trennung von fachlicher und technischer Konzeption
Die fachliche Zielarchitektur ist führend.
Im Interview wird zunächst beschrieben:
- welches Nutzererlebnis gewünscht ist,
- welche fachlichen Verantwortlichkeiten bestehen,
- welche Objekte oder Beziehungen für das Produktverständnis notwendig sind,
- welche Entscheidungen oder Kontrollen beim Nutzer liegen.
Die technische Umsetzung wird bewusst nachgelagert.
Ausnahmen sind nur dann sinnvoll, wenn eine technische Grundentscheidung:
- die fachliche Produktgrenze unmittelbar beeinflusst,
- später nur mit sehr hohem Aufwand revidierbar wäre,
- oder zwingende Auswirkungen auf Datenschutz, Offline-Fähigkeit, Sicherheit oder Integrationen hat.
Ziel ist, eine fachlich klare, aber handhabbare Architektur zu entwickeln und unnötige Frühkomplexität zu vermeiden.
# 3. Vorgeschlagene Repository-Struktur
```text
@ -318,11 +340,21 @@ Nicht nur einzelne User Stories, sondern die langfristige Beziehung zwischen Men
# Phase B Reflection Spaces und Dialog
## B1. Reflection Contexts und Reflection Spaces
## B1. Reflection Contexts, Reflection Spaces und Reflection Intent
**Ziel:**
Das zentrale Kontextmodell definieren.
Das zentrale Kontextmodell definieren und klar zwischen dem thematischen Lebenskontext und der aktuellen Nutzungsabsicht unterscheiden.
**Zusätzliche fachliche Leitplanken:**
- Kanshō soll Strukturierungsarbeit weitgehend im Hintergrund übernehmen.
- Nicht jedes Seitenthema wird automatisch zu einem sichtbaren Thread oder Reflection Space.
- Die KI darf Zusammenhänge erkennen und Vorschläge zur Trennung oder Konsolidierung machen.
- Der Grad der KI-Autonomie bei Anlage und Konsolidierung soll konfigurierbar sein.
- Der Nutzer muss falsche Strukturierungen korrigieren können.
- Die konkrete technische Heuristik zur Bewertung von Relevanz, Wiederkehr, Tiefe oder Dauer wird in dieser Phase noch nicht festgelegt.
**Leitfragen:**
@ -333,6 +365,10 @@ Das zentrale Kontextmodell definieren.
- Wie werden Räume erzeugt, zusammengeführt, beendet oder archiviert?
- Wie unterscheiden sich Kontext, Thema, Projekt, Rolle und Lebensbereich?
- Wie werden Kairo-Objekte und mindnet-Knoten verknüpft?
- Welche Reflection Intents gibt es?
- Welche Intents werden explizit gewählt und welche automatisch erkannt?
- Kann sich der Intent während eines Dialogs ändern?
- Wie beeinflusst der Intent das Verhalten der KI?
**Zieldateien:**
@ -348,6 +384,14 @@ Das zentrale Kontextmodell definieren.
Definieren, wie Kanshō einen Dialog beginnt.
**Bereits entschieden:**
- Default ist ein kontextbezogener Fortsetzungsvorschlag.
- Kanshō priorisiert einen Hauptvorschlag und zeigt nur wenige Alternativen.
- Der Nutzer kann jederzeit frei sprechen/schreiben oder gezielt navigieren.
- Der Einstieg folgt damit fachlich dem Muster **Contextual Continuation → Free Reflection / Explicit Navigation**.
- Die Startoberfläche soll Kontinuität des Dialogs zeigen und nicht primär ein Funktions-Dashboard sein.
**Leitfragen:**
- Öffnet der Nutzer die App ohne konkrete Absicht?
@ -1141,7 +1185,7 @@ Technische Kapitel erhalten zusätzlich:
| Produktvision | begonnen / bereits relativ klar |
| Produktidentität | weitgehend entschieden |
| Produktgrenzen zu Jinkendo | weitgehend entschieden |
| Reflection Spaces | als nächster Dialogschritt vorgesehen |
| Reflection Spaces | in Bearbeitung; Grundmodell und Entry-Logik teilweise entschieden |
| Dialogmodell | erste Leitplanken vorhanden |
| Threads | Grundidee vorhanden |
| Memory Architecture | erstes Schichtenmodell vorhanden |
@ -1167,24 +1211,19 @@ Technische Kapitel erhalten zusätzlich:
Der nächste konzeptionelle Block ist:
# **Reflection Spaces**
# **Reflection Spaces fachliche Mindestlogik**
Ziel ist, zu beantworten:
Der nächste Interviewblock soll bewusst einfach bleiben.
> Wie organisiert Kanshō die unterschiedlichen Lebens-, Situations- und Themenkontexte, in denen Reflexion stattfindet?
Ziel ist nicht, bereits eine vollständige interne Taxonomie oder technische Automatik zu entwerfen, sondern nur die fachlichen Mindestfragen zu beantworten:
Dabei werden wir insbesondere zwischen folgenden Begriffen unterscheiden müssen:
1. Was ist aus Nutzersicht überhaupt ein Reflection Space?
2. Wann ist ein eigener Space hilfreich und wann reicht ein Thread innerhalb eines vorhandenen Kontexts?
3. Welche Räume soll der Nutzer sichtbar sehen können?
4. Welche Struktur darf rein intern bleiben?
5. Wann sollte Kanshō eine neue Struktur vorschlagen?
6. Wann darf Kanshō ähnliche oder überholte Strukturen wieder konsolidieren?
7. Welche Kontrolle benötigt der Nutzer über diese Entscheidungen?
8. Welche Autonomiestufen sollen konfigurierbar sein?
- Lebensbereich,
- Rolle,
- Kontext,
- Situation,
- Ereignis,
- Thema,
- Reflexionsraum,
- Dialog,
- Thread,
- Projekt,
- Ziel.
Erst danach sollte das detaillierte Dialogmodell weiter ausgearbeitet werden.
Erst wenn diese fachliche Mindestlogik steht, wird entschieden, ob überhaupt unterschiedliche interne Space-Typen oder komplexere Lifecycle-Modelle notwendig sind.

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@ -303,8 +303,155 @@ Dazu kann Kanshō beispielsweise berücksichtigen:
Ziel ist ein Einstieg, der sich wie die Fortsetzung eines bestehenden persönlichen Denkprozesses anfühlt.
## 8.1 Adaptives Entry-Modell
Für den Einstieg in Kanshō wurde ein abgestuftes Modell festgelegt.
### Stufe 1 Contextual Continuation (Default)
Kanshō eröffnet die Nutzung primär mit einem intelligent priorisierten Vorschlag, der an den bisherigen persönlichen Kontext anknüpft.
Mögliche Ausgangspunkte sind beispielsweise:
- der letzte Dialog,
- ein noch offener Dialogfaden,
- eine unbeantwortete Frage,
- ein aktueller Reflection Space,
- ein naheliegender Tagesrückblick,
- ein länger offenes, aktuell relevantes Thema.
Der Vorschlag ist immer als Einladung formuliert und nicht als Vorgabe.
Kanshō priorisiert grundsätzlich **einen Hauptvorschlag**. Daneben können wenige diskrete Alternativen angeboten werden.
### Stufe 2 Free Reflection
Der Nutzer kann jederzeit ohne vorherige Auswahl frei sprechen oder schreiben.
Kanshō versucht dann aus dem Gespräch heraus:
- den passenden Kontext,
- einen vorhandenen Reflection Space,
- mögliche Threads,
- die aktuelle Nutzungsabsicht
zu erkennen.
### Stufe 3 Explicit Navigation
Wenn der Nutzer gezielt an etwas anknüpfen möchte, kann er bewusst navigieren, beispielsweise zu:
- einem früheren Dialog,
- einer offenen Frage,
- einem offenen Thread,
- einem Reflection Space,
- einem bestimmten Tagebucheintrag,
- einem konkreten Urlaubstag.
Die Reihenfolge C → B/A ist keine starre Prozesslogik, sondern die bevorzugte Interaktionshierarchie. Der Nutzer kann jederzeit direkt in Stufe 2 oder 3 wechseln.
## 8.2 Reflection Intent
Neben dem Kontext wird eine zweite Dimension benötigt: die **aktuelle Absicht der Reflexion**.
Ein Reflection Space beschreibt, **worüber beziehungsweise in welchem Lebenszusammenhang** reflektiert wird.
Der Reflection Intent beschreibt, **was der Nutzer in diesem Moment mit der Interaktion erreichen möchte**.
Beispiele:
- `Space: Urlaub / Lošinj 2026` + `Intent: Tageserlebnisse festhalten`
- `Space: Urlaub / Lošinj 2026` + `Intent: tiefer reflektieren`
- `Space: Persönliche Entwicklung / Gestaltungsdrang` + `Intent: offenen Thread fortsetzen`
- `Space: Beruf / aktuelle Rolle` + `Intent: Entscheidung einordnen`
Der Intent kann:
- explizit gewählt werden,
- aus dem Einstieg erkannt werden,
- sich im Verlauf des Gesprächs verändern.
Kanshō soll sein Dialogverhalten am Intent ausrichten.
Beispielsweise:
- beim autobiografischen Festhalten stärker zuhören und strukturieren,
- bei tiefer Reflexion gezielter nachfragen,
- beim Fortsetzen eines Threads den bisherigen Denkstand rekonstruieren,
- bei einer offenen Frage vorhandene Perspektiven und frühere Erkenntnisse einbeziehen.
## 8.3 Konsequenz für die Startoberfläche
Die Startoberfläche soll nicht primär als klassische Funktionsnavigation mit gleichwertigen Modulen wie „Tagebuch“, „Meditation“, „Reflexion“ und „Achtsamkeit“ aufgebaut werden.
Primär soll sie die **Kontinuität des persönlichen Dialogs** sichtbar machen.
Ein mögliches Muster ist:
- ein intelligent priorisierter Hauptvorschlag,
- wenige Alternativen wie freie Reflexion, Tagebuch, offene Threads oder Reflection Spaces,
- jederzeitiger Wechsel in gezielte Navigation.
Damit wird Kanshō als langfristiger Begleiter erlebt und nicht als Sammlung einzelner Tools.
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## 8.4 Fachliche Autonomie der KI bei Strukturierung
Kanshō soll die interne Strukturierung von Reflexionen möglichst weitgehend im Hintergrund übernehmen.
Dabei gilt als fachliches Prinzip:
> **Die KI erkennt, schlägt vor, strukturiert und konsolidiert der Nutzer soll aber nicht zum Verwalter der internen Struktur werden.**
Der Umfang dieser Eigenständigkeit soll konfigurierbar sein.
Mögliche Ausprägungen reichen von:
- stark bestätigungsorientiert: Kanshō schlägt neue Räume, Threads oder Zusammenführungen vor und wartet auf Bestätigung,
- ausgewogen: offensichtliche Strukturierungen erfolgen automatisch, bedeutsame Änderungen werden vorgeschlagen,
- weitgehend autonom: Kanshō darf neue Räume oder Threads selbst anlegen und später konsolidieren, solange dies transparent und korrigierbar bleibt.
Diese Einstellung ist eine fachliche Produktanforderung. Die genaue technische Umsetzung ist noch offen.
Wichtig ist dabei insbesondere:
- Nicht jedes Seitenthema erzeugt automatisch einen neuen sichtbaren Thread.
- Nicht jede semantische Abweichung benötigt einen neuen Reflection Space.
- Kanshō soll Relevanz, Wiederkehr, Tiefe und Dauer eines Themas berücksichtigen.
- Mehrere schwach ausgeprägte oder verwandte Strukturen dürfen später konsolidiert werden.
- Der Nutzer muss eine falsche Zuordnung, Trennung oder Zusammenführung korrigieren können.
Damit soll verhindert werden, dass Kanshō über Jahre eine unüberschaubare Menge kleinteiliger Reflexionsräume und Threads erzeugt.
## 8.5 Fachliche Ebene versus technische Umsetzung
Für die weitere Konzeption wird grundsätzlich zwischen zwei Ebenen getrennt:
### Fachliche Zielarchitektur
Sie beschreibt:
- welches Verhalten Kanshō aus Sicht des Nutzers zeigen soll,
- welche fachlichen Objekte und Verantwortlichkeiten benötigt werden,
- welche Entscheidungen der Nutzer treffen können muss,
- welche Informationen und Beziehungen grundsätzlich relevant sind.
### Technische Architektur
Sie beschreibt später:
- wie diese Anforderungen implementiert werden,
- welche Datenmodelle und Speicher verwendet werden,
- wie Agenten, Modelle, Retrieval und Synchronisation funktionieren,
- welche Heuristiken oder Algorithmen eingesetzt werden.
Technische Architekturentscheidungen werden im fachlichen Konzept nur dann vorgezogen, wenn sie eine wesentliche Produktgrenze oder eine später kaum reversible Grundentscheidung darstellen.
Die fachliche Konzeption soll bewusst vermeiden, aus jeder Produktidee frühzeitig ein komplexes technisches Subsystem abzuleiten.
# 9. Dialogfäden
Ein Gespräch kann mehrere Themen oder Reflexionsfäden enthalten.
@ -1014,9 +1161,10 @@ Kanshō soll derzeit ausdrücklich nicht zu folgenden Produkten werden:
Die folgenden Punkte sind bewusst noch nicht entschieden.
1. Genaue Struktur der Reflection Spaces.
2. Feste Kategorien versus dynamische Kontexte.
3. Lebenszyklus von Dialogfäden.
1. Fachliche Struktur und Lebenszyklus der Reflection Spaces.
2. Verhältnis von stabilen Lebenskontexten, dynamischen Reflexionsräumen und aktuellen Intents.
3. Regeln für Entstehung, Sichtbarkeit, Konsolidierung und Wiederaufnahme von Dialogfäden.
4. Konfigurierbarer Autonomiegrad der KI bei Strukturierung und Konsolidierung.
4. Technisches Working-Memory-Modell.
5. Datenbank für laufende Dialoge.
6. Synchronisation und Offline-Architektur.
@ -1066,6 +1214,13 @@ Die folgenden Punkte sind bewusst noch nicht entschieden.
| Writing Profile | eigener langfristiger Bestandteil | entschieden |
| Tagebuchgenerierung | Inhalt/Bedeutung und Stil getrennt erzeugen | bevorzugte Richtung |
| Action Candidates | Übergabe an Kairo | entschieden |
| Adaptiver Einstieg | Contextual Continuation als Default, freie Reflexion und Navigation jederzeit möglich | entschieden |
| Hauptvorschlag | ein priorisierter Vorschlag plus wenige diskrete Alternativen | entschieden |
| Reflection Intent | eigene Dimension neben Reflection Space | entschieden |
| Primäre Startlogik | Kontinuität des Dialogs statt Funktions-Dashboard | entschieden |
| Strukturierungsautonomie | KI erkennt, schlägt vor und kann abhängig von Konfiguration selbständig strukturieren/konsolidieren | entschieden |
| Strukturpflege | Nutzer soll nicht zum Verwalter von Threads/Spaces werden | entschieden |
| Fachlich vs. technisch | grundsätzlich getrennte Konzeptstränge; technische Vorentscheidungen nur bei wesentlichen Architekturzwängen | entschieden |
| Produktname Kanshō | Arbeitstitel | offen |
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