--- title: "Zusammenfassung GP.Emph.SB.OH" source_file: "Zusammenfassung GP.Emph.SB.OH.pdf" migration_mode: "vollständige PDF-Textextraktion; Original-PDF bleibt erhalten" --- # Zusammenfassung GP.Emph.SB.OH > Original: `sources/raw/Zusammenfassung GP.Emph.SB.OH.pdf`. Die folgende Fassung ist eine vollständige Textextraktion der bereitgestellten PDF. Layoutdetails sind im Original verbindlich. ```text Karateverband Baden-Württemberg e.V. Lehrbeauftragter für Gewaltschutz und Selbstverteidigung Uwe Careni, Kontakt: 01575 0725359, schulsportreferent@karate-kvbw.de Zusammenfassung Gewaltprävention ➢ Intuition/Wahrnehmung ➢ Erfahrungswissen und Frühwarnsystem für bedrohliche Situationen. Betroffene Personengruppen müssen lernen, ihrer Intuition zu vertrauen und ihr Frühwarnsystem für bedrohliche Situationen zu schärfen. ➢ Kommunikation ➢ Der gezielte Einsatz von Psychologie, Körpersprache und kommunikativen Mitteln eröffnet die Möglichkeit, Streit zu vermeiden. ➢ Selbstbewusstsein ➢ Durch ein gutes Selbstbewusstsein und durch Selbstbehauptung vermeidet man die typische und problematische Opferrolle. ➢ Selbstverteidigung/Karate ➢ Dort lernt man auch effektive und notwehrgerechte Verteidigung und Wehrhaftigkeit. Durch die Gewissheit: „Ich kann mich verteidigen/zur Wehr setzen“, erleben Menschen mehr persönliche Freiheit. Gefühle wie Hilf- und Schutzlosigkeit treten in den Hintergrund. ➢ Zivilcourage ➢ Wer sich selbst verteidigen kann, hat auch das Selbstvertrauen und den Mut anderen zu helfen. Zusammenfassung Empathie Definition: Empathie ist die Fähigkeit (und Bereitschaft), sich treffsicher in die Gedanken- und Gefühlswelt anderer Menschen hineinzuversetzen und auf dieser Grundlage das Verhalten von Menschen oder Gruppen einzuschätzen oder zu erwarten. ➢ Emotionale Empathie/Beispiel Gewaltschutz ➢ „Ich erkenne an der Tonlage, Redegeschwindigkeit, Lautstärke…, eine aggressive Grundstimmung einer Person“. ➢ Mentale Empathie/Beispiel Gewaltschutz ➢ „Ich erkenne an der Position, Körperhaltung, Körperspannung und dem Blick, dass ein körperlicher Angriff unmittelbar bevorsteht“. ➢ Soziale Empathie/Beispiel Gewaltschutz ➢ „Ich erkenne an der Gestik, am Verhalten gegenüber Passanten, dass eine Jugendgruppe ein „Opfer“ sucht“. Zusammenfassung Deeskalation Selbstbehauptung Selbstbehauptung ist die erfolgreiche Durchsetzung der eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Rechte, sowie die Demonstration von eigener Stärke. Grenzen aufzeigen und auf deren Einhaltung beharren. Zusammenfassung Opferhilfe ➢ Sofort Öffentlichkeit herstellen und Position beziehen. Kreative Lösungen einbeziehen (Notbremse im Zug, einen Diebstahl lautstark inszenieren, Gegenstände werfen…). ➢ Deutlich klarmachen, dass man mit dem Verhalten nicht einverstanden ist (verbal und nonverbal). ➢ Menschen in der Umgebung gezielt (Sie mit dem roten Hemd) und unmissverständlich ansprechen und Hilfe anfordern! Solidarität zum Helfen herstellen! ➢ Nur unumkehrbare Hilfsmaßnahmen ankündigen! Z.B. „wir haben die Polizei bereits gerufen“! ➢ Opfer, wenn möglich, aus dem Zugriffsbereich des Täters bringen! ➢ Eigenschutz beachten! Zusammenfassung Impulskontrolle ➢ Kleinhirn/Reptiliengehirn: Regionen sind sehr alt und aufgrund fehlender Impulskontrolle rückständig → niedere Hirnregionen, in Notsituationen tätig, sichert das Überleben der Art, automatisierte Programme ohne Emotion, ICH, ICH, ICH. ➢ Limbisches System/Säugetiergehirn: Setzen Emotionen in Gang, zuständig für Gefühle und soziale Fähigkeiten (Empathie), Entscheider u.a. für sicherheitsrelevante Infos (Gefahr) die an das Reptiliengehirn weitergeleitet werden, Dieses schaltet in Angriff/Gegenangriff. ➢ Großhirn mit präfrontalem Cortex: Verbindung zum limbischen System, Emotionen werden gedämpft und moralisch bewertet, Studien belegen bei impulsiven Gewalttätern eine deutlich erhöhte Aktivität in bestimmten Regionen des limbischen Systems. Ursachen von Störungen der Impulskontrolle ➢ Temperament oder Geburtsfaktoren haben keinen wesentlichen Einfluss auf spätere Verhaltensstörungen. ➢ Erziehung ist der wichtigste Faktor bei Verhaltensproblemen. Wichtige Aspekte: ➢ Zu wenig Aufmerksamkeit ➢ Mangelnde soziale Unterstützung ➢ Mangelnde Erziehungskompetenz ➢ Ausgeübte Gewalt im Elternhaus (25-40% misshandelter Kinder geben Gewalt später weiter) ➢ Psychischen Erkrankungen der Eltern (Depressionen, Alkohol-/Drogensucht) sind häufige Gründe für die o.g. Aspekte. Polizeistatistik: https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/statistikenlagebilder_node.html ```