--- title: "11_Lernstränge" source_workbook: "Phase_B_10_Einheiten_E4_ausgewogen_abgeleitet_v2_1.xlsx" source_sheet: "11_Lernstränge" migration_mode: "vollständiger Zellinhalt" --- # 11_Lernstränge Quelle: `sources/raw/Phase_B_10_Einheiten_E4_ausgewogen_abgeleitet_v2_1.xlsx` - Blatt `11_Lernstränge`. > Diese Datei ist eine vollständige Markdown-Migration des Tabellenblatts. Sie ist keine inhaltliche Kurzfassung. Leere Zellen und Merge-Strukturen werden soweit möglich als leere Tabellenfelder erhalten. | Lernstränge und Verteilung über E1–E10 | | --- | | Diese Sicht prüft die Sessionbögen im Nachgang: Wo wird ein Lernstrang eingeführt, aufgebaut, angewandt, vertieft und übertragen? Sie steuert nicht die Einheit, sondern macht Abhängigkeiten und mögliche Lücken sichtbar. | | Lernstrang | Abhängigkeiten | Zielrichtung | E1 | E2 | E3 | E4 | E5 | E6 | E7 | E8 | E9 | E10 | | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | | 1. Wahrnehmen und Risikoeinordnung | Sicherer Reflexionsrahmen; Beobachtung von Interpretation trennen | Von subjektiver Einordnung zu variierter Lage- und Wendepunktentscheidung | Einführen: Gewaltthermometer, Risikobilder, Aufmerksamkeit | Erarbeiten: soziale Drucksignale, Wirkung und erste Einordnung | Körperliche und soziale Druckdimensionen wahrnehmen; sexualisierte Grenzüberschreitung einordnen | Anwenden: Fremdkontakt, zunehmende Nähe, Zuschauer und Beginn körperlichen Zugriffs unterscheiden | Anwenden: Innenraum und Ausstiegsfenster | Vertiefen: Wirkung/Nichtwirkung körperlich prüfen | Vertiefen: Kontrolle und Unberechenbarkeit | Anwenden: Prioritäten in enger/Bodenlage | Vertiefen: Gefährdung bei Drittintervention | Transfer: Hinweise im Mischfall gewichten | | 2. Präsenz, Stimme und Grenze | Distanzwahrnehmung → beweglicher Stand → kurze Grenzhandlung | Grenze situationsangemessen wählen, steigern und mit Handlung verbinden | Einführen: Abstand, Stand, STOP | Erarbeiten: eigenes Tempo, knappe Antwort, klare Grenze und tatsächlicher Ausstieg | E2-Werkzeuge im Vertiefungsblock stabilisieren; im sexualisierten Kontext Grenze/Abbruch als legitime Option | Anwenden/vertiefen: Grenze, Abbruch und Öffentlichkeit im Unterwegs-Kontext; bei Zugriff körperlich wechseln | Anwenden: Innenraum und Zielkonflikt | Mit körperlichem Schutz verbinden | Anwenden: Zielwechsel im privaten Nahraum | Nur als kurze klare Handlung unter hoher Belastung | Als Helferin adressieren und begrenzen | Transfer: Sprache/Körper/Ausstieg selbst auswählen | | 3. Deeskalation und Zielwechsel | Körpersprache, kurze respektvolle Sprache und eine noch kommunikationsfähige Lage | Aufkommende Eskalation begrenzen, Wirkung prüfen und rechtzeitig zu Ausstieg, Hilfe oder Selbstschutz wechseln | Orientierung: frühes Handeln erlauben | Erarbeiten: Wirkung prüfen, Gespräch beenden und Ausstieg als Handlung | Im Ankerrollenspiel Gespräch abbrechen, Entfernung oder Hilfe wählen; keine Pflicht zum Überzeugen | Anwenden: erst begrenzen, bei Kontakt/Festhalten Ziel wechseln; kein Weiterverhandeln | Ausstieg vor körperlicher Eskalation | Übergang zu Schutz statt Gespräch | Vertiefen: Grenzen der Deeskalation | Kommunikation nur bei Sicherheitsgewinn | Unterbrechen, delegieren oder beenden als Helferin | Transfer: Ziel selbstständig wechseln | | 4. Raum, Ausstieg und Sicherheitsoptionen | Wahrnehmung R1; reale Bewegungs- und Ausstiegsoption | Umgebung, Winkel, Barrieren, Personal und sichere Orte praktisch nutzen | Einführen: Distanzgrenze | Freien Ausstieg und Hilfe anwenden; neue Griffvariation Zwei-auf-eins mit vollständiger Folgehandlung | U07: Verlust von Bewegungsfreiheit erleben; noch keine neue SV-Technik | Anwenden: Ortswechsel, Zuschauer, seitlichen Winkel, Distanz und freien Weg nutzen | Vertiefen: fremder Innenraum und körperlicher Ausstieg | Vertiefen: vollständige Fluchtkette | Anwenden: private Sicherheitsoptionen | Anwenden: Bodenlage verlassen | Anwenden: Eigenschutz und Rückzug | Transfer: Raumressourcen im Mischfall | | 5. Stress, Vereinfachung und Weiterhandeln | Stressreaktionen entstigmatisieren; mindestens eine einfache Handlung verfügbar | Unter dosierter Belastung vereinfachen, Nichtwirkung erkennen und wechseln | Orientierung: Wahrnehmungsgrenzen nicht bewerten | Erste Anwendung unter sozialem Druck; Stabilität noch nicht erwartet | Stressreaktionen aus U07/U06 einordnen; frühe Signale und legitimen Zielwechsel verstehen | Vertiefen: Scham/Höflichkeitshemmnis und moderaten körperlichen Widerstand ohne Selbstbewertung bearbeiten | Anwenden: körperlicher Übergang | Vertiefen: dosierter Widerstand und Wechsel | Anwenden: Ambivalenz im Nahraum | Vertiefen: enge/Bodenlage | Anwenden: hohe Drittgefährdung | Transfer: Fehler als Anlass zum Weiterhandeln | | 6. Sexualisierte und häusliche Gewalt einordnen | Wahrnehmung und Wendepunkte; JIT-Rahmung; keine Verantwortungsverschiebung | Kontextfaktoren erkennen und passende Schutz-/Hilfeoptionen wählen | Noch kein belastender Hauptkontext | Neutrale Grundlage ohne schweren Kontext | Grundlagen: Spektrum, Zustimmung, Macht, Mythen, Gegenwehr und Stressreaktionen; anschließend sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz | Anwenden: sexualisierte Belästigung unterwegs als Transfer; keine erneute Grundlagenvermittlung | Transfer: Wohnungssuche oder anderer fremder Innenraum; Ausstiegsfenster und Ressourcen | Körperliche Grundlagen ohne neuen Kontext | Häusliche Gewalt: Kontrolle, Abhängigkeit, Trennungsrisiko und Sicherheitsplanung | Hohe sexualisierte Zwangslagen nur als kontrollierte Teilaufgaben; Gegenwehr/Flucht/Hilfe als verfügbare Optionen | Nachsorge, Dokumentation und Hilfe für Betroffene/Dritte | Integration: Risiko, Grenze, Ausstieg, körperliche Option, Hilfe und Nachsorge selbstständig verbinden | | 7. Hilfe, Öffentlichkeit und Drittintervention | Zielwahl und einfache Hilfeansprache; Eigenschutz | Von konkreter Hilfe zu gestufter Drittintervention, Notruf und Übergabe | Orientierung: Hilfe als legitime Option | Unterstützung beim Ausstieg oder nach körperlichem Zugriff anwenden | Unterstützungs- und institutionelle Wege im sexualisierten Kontext einordnen | Einführen/Anwenden: konkrete Person adressieren, einfachen Auftrag geben; sichere Drittunterstützung | Hilfe nach Ausstieg anschließen | Flucht- und Hilfekette festigen | Vertrauenspersonen und Gewaltschutz | Hilfe/Nachsorge nach körperlicher Lage | Vertiefen: U17 → U09 → U08; Notruf | Transfer: Hilfeweg selbstständig wählen | | 8. Physische Selbstverteidigung | Stand, Abstand, Zielwechsel, Kontaktregeln; separater SV-Audit | 620 Minuten: frühe Grundform → verteilte Variation → kompakte Vertiefung → Druck/Integration | 25 Min. Stand/Griff | 25 Min. Zwei-auf-eins-Griff an einem Handgelenk; E1-Grundform kurz abrufen | Kein neuer SV-Aufbau; Technikprogression wird in E4 fortgesetzt | 50 Min. Aufbau/Vertiefung plus 20 Min. Integration: Griffansatz/Kontakt unterbrechen; bekannte Griffprinzipien unter Zug | 80 Min. Schlag/Kleidung | 120 Min. Wand/Widerstand | 35 Min. Würgen-Einstieg | 125 Min. Würgen/Bodenbasis | 55 Min. Eigenschutz/Boden | 95 Min. Notfalloption/Integration | | 9. Nachsorge und persönlicher Transfer | Konkrete Erfahrungen; mehrere Kernkompetenzen mindestens in Grundform | Sicherheit, Hilfswege, Dokumentation und persönlicher Übungsplan | Erster Handlungsanker/Hausaufgabe | Persönlicher Anker, Transferkarte und Stabilisierungsnotiz | Persönliches Frühwarnsignal, legitimer Zielwechsel und Unterstützungsweg sichern | Unterstützung, Zeuginnen und Sicherheit nach Zugriff kurz sichern; Transferplan ergänzen | Ausstiegsfenster und Hilfe | Eigene Flucht-/Hilfekette | Sicherheitsoptionen im privaten Kontext | Versorgung und Stabilisierung | Nachsorge/Dokumentation nach Drittintervention | Persönlichen Handlungs- und Übungsplan abschließen |